18. November 2020 / 08:08 Uhr

Nächste "zerstückelte" Saison: Abwarten auch für RSE, Egestorf und Arminia die Devise

Nächste "zerstückelte" Saison: Abwarten auch für RSE, Egestorf und Arminia die Devise

Christoph Hage und Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ramlingens Steffen von Pleß (rechts) und Egestorfs Joshua Siegert sind aus dem Takt geraten. Wir fangen dann an, wenn es wieder geht, sagt Jürgen Stebani vom NFV.
Ramlingens Steffen von Pleß (rechts) und Egestorfs Joshua Siegert sind aus dem Takt geraten. "Wir fangen dann an, wenn es wieder geht", sagt Jürgen Stebani vom NFV. © Michael Plümer/NFV
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Die Oberliga-Fußballer des aus Ramlingen, Egestorf und vom SV Arminia sind vorzeitig in die Winterpause geschickt worden. Wann es für sie weitergeht? "Wir fangen dann an, wenn es wieder geht", sagt Jürgen Stebani vom NFV. Die Vereine hoffen, dass die zweite "zerstückelte" Saison durchgespielt werden kann.

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Jürgen Stebani ist wahrlich nicht zu beneiden. Mit einer Bierruhe beantwortet der Vorsitzende des Verbandsspielausschuss des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) immer wieder die gleiche Frage: Wann geht es in der Oberliga, in der vor zwei Tagen nun auch offiziell die Winterpause begonnen hat, weiter? „Gute Frage, nächste Frage. Das kann ich jetzt noch nicht sagen“, erklärt Stebani. Wie auch? Abwarten ist die Devise. Für alle Fußballer.

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Ursprünglich sollte die 5. Liga Mitte Dezember in den Weihnachtsurlaub gehen und vom 30. Januar an die letzten drei Spiele der Vorrunde absolvieren. Stand jetzt nimmt der SV Ramlingen/Ehlershausen sechs Partien mit ins neue Jahr, der 1. FC Germania Egestorf/Langreder sieben und Arminia Hannover sogar acht.

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Stebani sagt: „Wir fangen dann an, wenn es wieder geht.“ Eine weitere Saison ohne Absteiger ist schwerlich vorstellbar, nicht nur in der Oberliga. Also wird es darum gehen, die Entscheidung auf möglichst sportliche Art und Weise herbeizuführen. So es die Corona-Pandemie denn zulässt.

"Es wäre das falsche Signal gewesen"

„Man sieht ja, wie es aussieht, wie die Zahlen sich entwickeln, wie gefährlich es im Moment ist. Die Entscheidung des Verbandes ist eins zu eins in Ordnung“, sagt Kurt Becker, Sportlicher Leiter des RSE. „Es wäre das falsche Signal gewesen, auf Teufel komm raus im Dezember noch zwei Spiele durchziehen zu wollen. Wir haben ja auch noch genügend Spielraum.“


Für Frank Willig aus dem Vorstand des SV Arminia ist der finanzielle Aspekt problematisch. „Wir hatten im Kalenderjahr 2020 nur fünf Heimspiele, davon drei mit Zuschauerbeschränkungen. Dadurch fehlen wieder Gelder.“ Auch aus diesem Grund hofft Willig darauf, „dass wir die Saison durchspielen können, gern auch wegen der kurzen Entfernungen mit englischen Wochen – und es nicht eine verkürzte Saison mit einer nur halben Vorrunde wird“.

Der SVA gehörte zu den Vereinen, die eine Fortsetzung der Saison 2019/20 gefordert hatten. „Nun hat man zum zweiten Mal eine zerstückelte Saison, die mit noch mehr Mannschaften aufgebläht ist“, sagt Willig.