16. Oktober 2018 / 15:40 Uhr

Übliche Mechanismen greifen nicht: Jens Ullmann gibt beim 1. FC Wunstorf weiter die Richtung vor

Übliche Mechanismen greifen nicht: Jens Ullmann gibt beim 1. FC Wunstorf weiter die Richtung vor

Stephan Hartung
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ordnet seine Mannschaft: Wunstorfs Trainer Jens Ullmann.
Ordnet seine Mannschaft: Wunstorfs Trainer Jens Ullmann. © Christian Hanke
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"An die Landesliga verschwenden wir keinen Gedanken": Sie geben sich trotzig beim 1. FC Wunstorf, dem abgeschlagenen Schlusslicht der Oberliga. Sprecher Andreas Schmitz weiß aber auch: "Es wird ein steiniger Weg." Und den gehen sie mit Jens Ullmann als Trainer weiter.

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Zehn Spiele sind in der Oberliga absolviert - und damit ein Drittel der Saison. Noch immer ist der 1. FC Wunstorf ohne Sieg. Die Mannschaft von Trainer Jens Ullmann belegt den letzten Tabellenplatz und weist bereits jetzt erheblichen Rückstand auf die Konkurrenz auf – da muss doch der Coach fliegen, oder? „Nein, wir arbeiten in Ruhe weiter und sind vom Trainer überzeugt“, sagt Sprecher Andreas Schmitz.

Qualitäten sind unbestritten

Ohnehin gibt es auch keinen Grund für ein Umdenken. Denn nur weil in der Bundesliga gewisse Mechanismen normal sind, muss ja nicht auch in der fünften Spielklasse so gehandelt werden. Die Qualitäten von Ullmann sind unbestritten. Er hat den Verein zuerst vor dem Abstieg aus der Landesliga gerettet, 2013 gelang die Meisterschaft in dieser Spielklasse.

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In der Oberliga kickt der FC also seit fünf Jahren, mit einer Unterbrechung während der Saison 2015/2016 immer unter Ullmann. In der vergangenen Spielzeit formte er sein Team zu einer Spitzenmannschaft. Ein Aufstieg in die Regionalliga war zwar nie erklärtes Ziel, dennoch klopfte der FC heftig an die Tür. Am Ende fehlte nur ein Sieg für die Meisterschaft in der Oberliga.

Mannschaft will mit Ullmann weitermachen

Der Erfolg der jüngeren Vergangenheit war und ist also untrennbar mit Ullmann verbunden. Viele Spieler gehören seitdem zum Kader, entsprechend groß ist der Rückhalt vonseiten der Spieler. „In der Mannschaft gibt es den klaren Tenor, dass sie unbedingt mit dem Trainer weitermachen wollen und erkennen, dass die Fehler bei ihnen selbst liegen“, sagt Schmitz. Ohnehin könnte es eine Veränderung auf der Trainerposition nur dann geben, wenn der Coach selbst zurücktritt: Sein Bruder Andrée, Vorsitzender des reinen Fußballvereins, wird ihn kaum feuern.

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„In Kürze kommen die Spieler zurück, die wir einfach nicht ersetzen konnten“, sagt Schmitz und meint damit vor allem Lasse Neubert, der bereits wieder im Lauftraining ist. Yanik Strunkey ist noch privat verhindert. „Beide gehörten in der vergangenen Saison zu unseren besten Spielern.“

"Es wird ein steiniger Weg."

Klar ist aber auch, dass sich niemand in Wunstorf die aktuelle Situation schön redet. „Es wird ein steiniger Weg, bis wir da unten in der Tabelle rauskommen. An die Landesliga verschenken wir keinen Gedanken“, sagt Schmitz.

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