10. Februar 2020 / 12:42 Uhr

Oberligist FC Eilenburg bereits in guter Verfassung

Oberligist FC Eilenburg bereits in guter Verfassung

Steffen Enigk
Leipziger Volkszeitung
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Der Eilenburger Christoph Bartlog (l.), Torschütze beim 3:0 gegen Radebeul, behauptet energisch den Ball. © Thomas Jentzsch
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Sieg bei Dreierturnier nach 3:0 gegen Radebeul und 1:1 gegen Dresdner SC. Knaubel: „Gelungener Test mit viel Spielfreude“.

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Eilenburg. „Das war noch mal ein gelungener Test, ich bin insgesamt zufrieden“, sagte FCE-Trainer Nico Knaubel nach dem Dreier-Turnier am Sonnabend im Ilburg-Stadion. Für den Fußball-Oberligisten aus Eilenburg ging es über jeweils 45 Minuten zunächst gegen Landesligist Radebeuler BC und dann gegen Landesklasse-Vertreter Dresdner SC. Das erste Spiel gewannen die Eilenburger 3:0 gegen Radebeul, in der zweiten Partie gab es allerdings nur ein 1:1 gegen den DSC, der sich anschließend 1:0 gegen Radebeul durchsetzte und punktgleich hinter dem FCE Turnierzweiter wurde.

Zwei Wochen vor dem Rückrundenstart in der Oberliga und eine Woche vor dem Viertelfinale im sächsischen Pokal beim Landesligisten Neustadt/Spree präsentierten sich die Eilenburger in guter Verfassung. „Den Jungs war die Spielfreude anzumerken, die Mannschaft wirkte sehr dynamisch und hat vor allem gegen Radebeul viele Chancen herausgespielt“, erklärte Nico Knaubel. Trotz der Treffer von Christoph Bartlog, Jonas Vetterlein und Jakob Funken hätte sich der Trainer aber mehr Kaltschnäuzigkeit im Abschluss gewünscht: „Da müssen wir noch effektiver werden.“

Zu wenig über die Außen

In der „zweiten Halbzeit“ gegen den Dresdner SC taten sich die Eilenburger weitaus schwerer. Tim Bunge schoss seine Mannschaft zwar in Führung, doch der FCE kassierte bei einem Konter noch den Ausgleich.

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„Da hat die Absicherung gefehlt“, kritisierte Knaubel, der auf vier Positionen gewechselt hatte, „außerdem ist es uns zu selten gelungen, spielerische Lösungen zu finden und den tief stehenden Gegner auseinander zu kombinieren. Das Tempo war zwar hoch, aber wir haben zu wenig über die Außen gespielt. Dieses 1:1 war gar nicht so schlecht für uns, jetzt zieht jedenfalls keine Selbstzufriedenheit ein.“

Gelungene Prüfung vor dem Pokalspiel

Denn genau so einen Test habe das Team gebraucht. „Der DSC hat giftig und aggressiv gegengehalten, damit müssen wir auch nächste Woche im Pokal rechnen“, so Knaubel. Landesliga-Aufsteiger Neustadt/Spree sei ein ernstzunehmender Gegner – und mit einem Sieg würde der FCE ins Traum-Halbfinale am 28. März auf eigenem Platz gegen den 1. FC Lok einziehen.

Mit der Rückrunden-Vorbereitung ist Knaubel zufrieden. Bisher konnte komplett auf Kunstrasen verzichtet werden. „Wetter und unser Platzwart haben mitgespielt“, lacht der FCE-Coach, der sich an keine vergleichbare Vorbereitung erinnern kann und es genießt: „Einheiten auf Rasen sind etwas ganz anderes.“ Allerdings sei es bei schlechter Wetterlage möglich, dass im Pokal auf Kunstrasen gekickt wird. „Selbst wenn, dann wäre so ein ebener Platz für unser schnelles, direktes Spiel sicher ein Vorteil, das käme uns wahrscheinlich sogar entgegen“, glaubt Knaubel.

Steffen Enigk und Susan Stephan