09. Februar 2021 / 21:40 Uhr

"Offenes und ehrliches Gespräch": So überzeugte Schäfer Wolfsburgs Guilavogui vom Verbleib

"Offenes und ehrliches Gespräch": So überzeugte Schäfer Wolfsburgs Guilavogui vom Verbleib

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Im Gespräch: VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer (r.) überzeugte Kapitän Josuha Guilavogui vom Verbleib.
Im Gespräch: VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer (r.) überzeugte Kapitän Josuha Guilavogui vom Verbleib. © Boris Baschin
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Josuha Guilavogui vom VfL Wolfsburg hatte in der Winter-Transferperiode eine Anfrage von Hertha BSC, doch er blieb bei seinem Herzensverein - auch dank Sportdirektor Marcel Schäfer.

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Es ist gerade nicht einfach für ihn, doch den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten verlassen, wollte Kapitän Josuha Guilavogui im Winter auch nicht - obwohl es eine Anfrage von Hertha BSC gegeben hatte. Dass er trotz seiner aktuellen Reservistenrolle nicht wechselte, lag auch an Marcel Schäfer. Beide führten ein "sehr offenes und ehrliches Gespräch", wie der VfL-Sportdirektor betont.

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Es ist die wohl schwerste Saison für Guilavogui in seiner Zeit beim VfL. Zwar hatte eine Muskelverletzung den Franzosen lange außer Gefecht gesetzt, doch nach seiner Rückkehr stand der Kapitän in neun Liga-Partien lediglich zweimal über 90 Minuten auf dem Rasen, sonst gab's nur Kurzeinsätze, in Dortmund saß der Sympathieträger komplett draußen. Eine sportliche Veränderung in der Winter-Wechselperiode wäre durchaus nachvollziehbar gewesen, doch Guilavogui wollte seinem Herzensverein treu bleiben. "Josh ist ein extrem wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft und der Kapitän. Er ist über die Jahre hinweg ein Gesicht dieser Mannschaft geworden", betont Schäfer. Und genau das dürfte er dem Mittelfeldspieler auch im Gespräch erneut vor Augen geführt haben.

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Gleichwohl weiß der Sportdirektor, dass die sportliche Situation von Guilavogui "momentan nicht ganz so einfach" ist. "Aber es macht eine gute Mannschaft aus, dass Spieler, die gerade nicht in der Startelf stehen, im Training Leistung zeigen, auf ihre Chance warten und da sind, wenn sie gebraucht werden. Und das hat Josh in den vergangenen Wochen gut gemacht." In Augsburg durfte Guilavogui zumindest mal wieder 22 Minuten ran und machte seine Sache ordentlich.

Wie schwer es ist, sich hinten anzustellen, weiß Schäfer aus seiner aktiven Zeit in Wolfsburg selbst. In seiner letzten VfL-Saison 2016/17 durfte er nur viermal ran, ehe es ihn im März 2017 in die USA zu den Tampa Bay Rowdies verschlug. "Man darf nie locker lassen", sagt der Ex-Linksverteidiger. "Irgendwann steht man am Karriereende und möchte darauf stolz sein. Das kann man nur, wenn man jeden Tag an die Leistungsgrenze geht. Das sehe ich bei Josh." Ein gutes Beispiel, wenn's darum geht, nicht nachzulassen, ist Yannick Gerhardt, der auch lange außen vor war, und sich dank starker Leistungen "seine Startelf-Einsätze zuletzt erarbeitet hat".