09. Oktober 2019 / 09:59 Uhr

Schwache Offensive beim VfL? Weghorst meint: "Sind auf sehr gutem Weg"

Schwache Offensive beim VfL? Weghorst meint: "Sind auf sehr gutem Weg"

Alexander Flohr
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Wout Weghorst ist mit den Entwicklungen zufrieden.
Wout Weghorst ist mit den Entwicklungen zufrieden. © 2019 Getty Images
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Trotz Platz zwei in der Bundesliga läuft beim VfL Wolfsburg noch nicht alles - vor allem in der Offensive kann sich das Team noch verbessern. Stürmer Wout Weghorst meint: "Das ist mir zu viel Gemecker. Wir können stolz auf uns sein."

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Wie gut ist Bundesligist VfL Wolfsburg in dieser Saison wirklich? Täuscht der Tabellenplatz zwei? Das fragen sich einige Fans des VfL in dieser Länderspiel-Pause - auch, weil die harten Brocken erst danach kommen.

Im Offensiv-Verhalten sehen einige Anhänger noch Verbesserungsbedarf. Erst zehn Tore erzielten die Wolfsburger in der Liga - das ist nur Mittelmaß. Die meisten Spiele konnte das Team nur knapp für sich entscheiden - bis auf die ersten Partien gegen Köln (2:1) und bei Hertha BSC (3:0). Stürmer Wout Weghorst kann die Diskussionen nicht nachvollziehen, meint: "Das ist mir zu viel Gemecker. Wir wollen ja am liebsten auch jeden Gegner aus dem Stadion spielen. Aber die Ergebnisse zeigen: Es gibt keine einfachen Gegner in der Bundesliga."

Der Niederländer ist auch mit der Entwicklung zufrieden, lobt auch die Art und Weise, wie der VfL unter Trainer Oliver Glasner spielt: "Wir machen viele Sachen gut. Ich bin selbst ein Perfektionist und wir können einige Dinge verbessern. Aber wir können stolz auf uns sein."

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VfL-Offensive trifft so oft wie 2018

Weghorsts Rechtfertigungen sind begründet. Denn vieles beim VfL stimmt schon. Die Wolfsburger können in jedem Spiel gefährlich sein, trafen in jeder Partie - auch in den Testspielen. Das zeigt, dass die Ideen Glasners fruchten. Auch interessant: In der Vorsaison hatte der VfL nach sieben Spieltagen ebenfalls erst zehn Tore auf dem Konto - stand mit neun Punkten aber deutlich schlechter dar. Nun hat sich die Glasner-Truppe bereits 15 Punkte erspielt.

Heißt: Schlechter als im vergangenen Jahr ist die Offensive der Wolfsburger nicht. Ein gutes Defensiv-Verhalten, das schon bei den Stürmern vorn anfängt, sorgt aktuell dafür, dass das gesamte Team profitiert. Weghorst selbst nimmt die Veränderungen zum Vorjahr wahr: "Letztes Jahr war ich die Endstation in der Box. Jetzt bin ich mehr als Fußballer gefragt, weil wir über mich weiterspielen." Für den 27-Jährigen läuft es gerade sogar noch besser als 2018. Damals hatte der Angreifer nach sieben Liga-Partien nur zwei Tore geschossen, jetzt schon vier.

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Hier muss die VfL-Offensive noch zulegen

In einem Bereich müssen Weghorst und Co. allerdings noch eine Schippe drauflegen, wenn es gegen Teams wie Leipzig, Dortmund oder Leverkusen geht. Die Anzahl an herausgespielten Chancen sowie die Chancenauswertung für sich stimmen noch nicht. 32 Torchancen erspielte sich der VfL bisher - im Vergleich steht die Mannschaft damit nur auf Platz zwölf. Selbst Paderborn, Düsseldorf und Mainz haben es öfter gefährlich vor das Tor des Gegners geschafft.

In einzelnen Situationen gelingen den Wolfsburger Profis immer die richtigen Pässe in die Schnittstelle. Dann wird es oft sehr gefährlich. Doch dazu kommt es noch zu selten.

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Ergeben sich darüber hinaus die Möglichkeiten, dann machen die VfLer noch zu wenig daraus. Mehr als sechs Schüsse benötigt das Team pro Tor, liegt damit nur im Mittelfeld der Liga. Konkurrenten wie Dortmund (vier Schüsse pro Tor) oder Leipzig (fünf) sind effektiver. Zuletzt gegen Union (1:0) hatten Joao Victor und Weghorst weitere Top-Chancen liegengelassen.

Gegen Leipzig wird der VfL wohl nicht mehr so viele Chancen bekommen. An der Effektivität müssen die VfL-Angreifer arbeiten. Klar ist aber auch: Erfolgreicher Fußball ist wichtiger als schöner Fußball. In dieser Hinsicht machen die Wolfsburger ihren Job gerade sehr gut. Weghorst meint: "Die Ergebnisse zeigen, dass wir auf einem sehr guten Weg sind."

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