20. April 2021 / 14:22 Uhr

Offiziell: Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge kehrt ins UEFA-Exekutivkomitee zurück

Offiziell: Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge kehrt ins UEFA-Exekutivkomitee zurück

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge gehört wieder dem UEFA-Exekutivkomitee an.
Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge gehört wieder dem UEFA-Exekutivkomitee an. © IMAGO/Martin Hoffmann (Montage)
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Jetzt ist die Rückkehr perfekt: Karl-Heinz Rummenigge gehört wieder zum Entscheidergremium der UEFA. Der Vorstandschef des FC Bayern ersetzt Andrea Agnelli, einen der Initiatoren der Super League, im Exekutivkomitee. Das gab der Verband am Dienstag bekannt.

Karl-Heinz Rummenigge kehrt ins Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA zurück. Der Vorstandschef des FC Bayern München nimmt in seiner Funktion als Ehrenvorsitzender der Klub-Vereinigung ECA den vakanten Platz des Italieners Andrea Agnelli ein. Die Zusammenarbeit läuft bis 2024. Das gab der Verband am Dienstag bekannt. Juve-Boss Agnelli war als einer der Hauptverantwortlichen für die neue Super League in der Nacht zum Montag bei der UEFA zur Persona non grata geworden. Rummenigge sei ein "fantastischer Ehrenvorsitzender der European Klub Association", sagte Ceferin in seiner Eröffnungsrede.

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Durch die Berufung des 65-jährigen Rummenigge sitzen wieder zwei deutsche Vertreter im wichtigsten Gremium des Dachverbandes. DFB-Vizepräsident Rainer Koch (62) wurde wiedergewählt, er war am Dienstag einer von neun Kandidaten für acht reguläre UEFA-Plätze im Exekutivkomitee. Auch im Council des Weltverbandes FIFA ist wieder ein DFB-Funktionär vertreten - Vizepräsident Peter Peters wurde in das Gremium gewählt. Zweiter ECA-Vertreter ist Nasser Al-Khelaifi (47), Präsident des französischen Meisters Paris Saint-Germain, den seit Sonntagnacht zumindest vorerst die kritische Haltung zur Super League mit Rummenigge verbindet.

Der Bayern-Boss setzt im Streit zwischen der UEFA und den Super-League-Verantwortlichen auf Deeskalation. "Wichtig ist, dass wir den Dialog wieder aufnehmen. Meine Hoffnung ist, dass wir noch eine Lösung finden, denn die Super League schadet dem ganzen europäischen Fußball. Das müssen wir verhindern", sagte Rummenigge im Interview mit deritalienischen Zeitung Corriere della Sera. Er meint, dass der Weg aus der finanziellen Krise wegen Corona sei, Kosten zu reduzieren. "Der Weg kann nicht sein, immer mehr einzunehmen und mehr an Spieler und Agenten zu bezahlen."

Rummenigge war bereits ECA-Chef

Die Bayern und PSG sind die größten Klubs, die bislang nicht zu den Gründern des neuen, milliardenschweren Wettbewerbs gehören - im Gegensatz zu beispielsweise den Nobel-Klubs Real Madrid, FC Barcelona, Manchester United, Manchester City und Juventus Turin, dem Verein von Agnelli (45). "Der FC Bayern hat sich an den Planungen einer Super League nicht beteiligt", hatte Rummenigge am Montag klargestellt: "Wir sind davon überzeugt, dass die aktuelle Statik im Fußball eine seriöse Basis garantiert."

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Der Bayern-Chef war seit der Gründung der einflussreichen Klub-Vereinigung 2008 bis September 2017 ECA-Chef, ehe er von Agnelli beerbt wurde. Ceferin würdigte den früheren deutschen Nationalspieler bei dessen Abschied vor viereinhalb Jahren für die großen Verdienste. "Sie haben die Klubs zusammengebracht - das ist einer der größten Erfolge ihrer ruhmreichen Karriere", sagte der Slowene damals zu Rummenigge. Derzeit könnte die Spaltung im europäischen Klub-Fußball kaum größer sein.

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