12. Februar 2019 / 11:02 Uhr

Offiziell: 1. FC Nürnberg trennt sich von Trainer Michael Köllner - Mintal übernimmt

Offiziell: 1. FC Nürnberg trennt sich von Trainer Michael Köllner - Mintal übernimmt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Der am Dienstag entlassene Trainer Michael Köllner hatte den 1. FC Nürnberg im vergangenen Sommer noch in die Bundesliga geführt
Der am Dienstag entlassene Trainer Michael Köllner hatte den 1. FC Nürnberg im vergangenen Sommer noch in die Bundesliga geführt © imago/Eibner
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Der 1. FC Nürnberg und Trainer Michael Köllner gehen endgültig getrennte Wege. Das bestätigte der Klub, der zuvor schon Sportvorstand Andreas Bornemann beurlaubt hatte, am Dienstag. Als Interimstrainer übernimmt Club-Legende Marek Mintal gemeinsam mit Co-Trainer Boris Schommers.

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Der 1. FC Nürnberg hat die Entlassung von Trainer Michael Köllner nun auch offiziell verkündet. "Wir haben uns entschieden, dass wir etwas tun müssen, um die minimale Chance auf den Klassenerhalt wahrzunehmen", erläuterte Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Thomas Grethlein auf einer Pressekonferenz. Am späten Montagabend hatten sich die Franken zuvor bereits von Sportvorstand Andreas Bornemann getrennt. Mit dem Manager konnte sich der Aufsichtsrat eigenen Angaben zufolge "nicht auf einen gemeinsamen Weg in die Zukunft, gerade auch in Bezug auf das Cheftraineramt verständigen." Die genaue Bedeutung dieser Erklärung bekam nun Köllner zu spüren.

Als Interimstrainer werden zunächst der vorherige Co-Trainer Boris Schommers und Vereinslegende Marek Mintal im kommenden Heimspiel gegen Borussia Dortmund auf der Trainerbank sitzen. "Ich möchte mich im Namen des Aufsichtsrats nochmal ganz herzlich bei Andreas Bornemann und Michael Köllner für die gemeinsame erfolgreiche Zeit bedanken. Unsere Aufgabe ist es nun, mit aller Sorgfalt einen Sportvorstand zu finden, der künftig die Verantwortung für den sportlichen Bereich tragen wird und dessen erste Aufgabe es sein wird, einen passenden Trainer für den 1. FC Nürnberg zu finden", sagte Grethlein. Vorübergehend wird der Posten des Sportvorstands von Marketing-Leiter Marcus Rößler übernommen.

Von Michael Köllner bis Hans Meyer: Das sind die letzten Trainer des 1. FC Nürnberg

<b>Michael Köllner (März 2017 - Februar 2019):</b> In insgesamt 72 Partien lag die durchschnittliche Punkteausbeute pro Spiel bei 1,28. Zur Galerie
Michael Köllner (März 2017 - Februar 2019): In insgesamt 72 Partien lag die durchschnittliche Punkteausbeute pro Spiel bei 1,28. ©
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Während sich Bornemann auch nach dem 0:2 im Abstiegsgipfel am vergangenen Samstag bei Hannover 96 weiterhin schützend vor den Coach gestellt hatte, war der Glaube an Köllner innerhalb des Kontrollgremiums offenbar nicht mehr vorhanden. Tabellenschlusslicht Nürnberg ist in der Bundesliga seit 15 Spielen ohne Sieg, und schied zudem im DFB-Pokal zuletzt beim Zweitligisten Hamburger SV aus. Nach 21. Spieltagen hat der "Club" magere zwölf Punkte auf dem Konto.

"Wir wissen, dass ein Trainerwechsel nicht immer der Königsweg ist. Wir waren trotzdem der Überzeugung, dass wir alles versuchen müssen, um die Liga zu halten", stellte Grethlein klar. Nichtsdestotrotz sei man bereit, "frühzeitig die Weichen für eine nachhaltige sportliche Entwicklung zu lenken, um schnellstmöglich wieder aufzusteigen." Eine überstürzte Verpflichtung eines neuen Cheftrainers werde man deshalb nicht tätigen.

Köllner im Sommer noch Nürnberger Aufstiegsheld

Köllner hatte die Mannschaft im März 2017 zunächst auf Interimsbasis übernommen und war rund vier Monate später zum Cheftrainer befördert worden. Im vergangenen Sommer führte er die Franken schließlich zurück in die Erstklassigkeit. Bornemann war seit September 2015 Sportvorstand der Nürnberger.

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