10. Juli 2020 / 12:05 Uhr

Offiziell! Florian Kohfeldt bleibt Trainer von Werder Bremen

Offiziell! Florian Kohfeldt bleibt Trainer von Werder Bremen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Trainer Florian Kohfeldt und Werder Bremen gehen in eine gemeinsame Zukunft.
Trainer Florian Kohfeldt und Werder Bremen gehen in eine gemeinsame Zukunft. © dpa/Montage
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Die Entscheidung ist gefallen: Florian Kohfeldt macht als Trainer von Werder Bremen weiter. Der 37-Jährige hatte mit den Norddeutschen erst in der Relegation den Klassenerhalt perfekt gemacht und galt zuletzt als Kandidat bei der TSG Hoffenheim.

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Die Entscheidung ist gefallen: Florian Kohfeldt bleibt Trainer von Werder Bremen. Wie der Klub am Freitagmittag offiziell mitteilte, wird der Coach die Hanseaten nach der kräftezehrenden und emotional anstrengenden Saison an Bord bleiben. Am Donerstag hatte Sport1 über den Verbleib des Trainers berichtet. Die Bremer hatten den Klassenerhalt in der Bundesliga erst am vergangenen Montag unter Dach und Fach gebracht. In den Relegationsspielen gegen den Zweitliga-Dritten 1. FC Heidenheim kam man zu einem 0:0 und einem 2:2 und vermied den ersten Abstieg seit 40 Jahren nur aufgrund der Auswärtstorregel.

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Kohfeldt, der noch bis zum 30. Juni 2023 unter Vertrag steht, war bereits 2001 zu Werder gekommen - zunächst als Torhüter der dritten Mannschaft. Nach und nach arbeitete er sich dann als Trainer innerhalb des Vereins nach oben. Von 2014 bis 2016 war er an der Seite von Chefcoach Viktor Skripnik als Co-Trainer der Profimannschaft tätig. Anschließend übernahm er die Verantwortung für die zweite Mannschaft, bevor er im Oktober 2017 selbst zum Cheftrainer des Bundesliga-Teams befördert wurde. Nach einer kurzen Tätigkeit auf Interimsbasis wurde Kohfeldt in der neuen Position zur Dauerlösung. 2018 führte er den Verein auf Rang elf, ein Jahr später sprang gar Platz acht heraus.

Werder Bremen erlebte kräftezehrende Saison

Vor der nun abgelaufenen Saison träumte man in Bremen bereits von der Rückkehr ins internationale Geschäft - doch dann verlief die Saison ganz anders als geplant. Auch aufgrund von Verletzungsproblemen blieben die erhofften Ergebnisse aus, man geriet zunehmend in den Abstiegskampf und schaffte erst auf der Zielgeraden den Sprung auf den Relegationsplatz. Bei Kohfeldt wurden die emotionalen, psychischen und physischen Belastungen der prekären Monate zunehmend deutlich. Zwar wirkte er weiterhin kämpferisch, gestand aber nach dem 33. Spieltag und dem 1:3 bei Mainz 05 aber auch, dass er "viel Leere" verspüre.

Der Absturz von Werder Bremen in Bildern

Unterschiedlicher könnte die Stimmung kaum sein: 2004 holte Werder Bremen noch unter Trainer Thomas Schaaf (Bild links) die Deutsche Meisterschaft. 16 Jahre später droht der ganz große Absturz. Die Bremer könnten in der Relegation nach der Saison 2019/20 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen. Eine Chronologie des Absturzes. Zur Galerie
Unterschiedlicher könnte die Stimmung kaum sein: 2004 holte Werder Bremen noch unter Trainer Thomas Schaaf (Bild links) die Deutsche Meisterschaft. 16 Jahre später droht der ganz große Absturz. Die Bremer könnten in der Relegation nach der Saison 2019/20 zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen. Eine Chronologie des Absturzes. ©

Trotz einiger kritischer Stimmen aus dem Umfeld des Vereins hielten die Verantwortlichen um Aufsichtsratsboss Marco Bode und Sportchef Frank Baumann stets an Kohfeldt fest. Der Manager hatte am Dienstag seine Hoffnung auf den Verbleib des Trainers geäußert. Zuletzt war über einen Wechsel des Coaches zur TSG Hoffenheim spekuliert worden. Doch dazu kommt es nicht: Kohfeldt bleibt Werderaner.