26. Oktober 2020 / 09:21 Uhr

Offiziell! Geschäftsführer Christian Seifert bestätigt DFL-Abschied im Juni 2022

Offiziell! Geschäftsführer Christian Seifert bestätigt DFL-Abschied im Juni 2022

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Christian Seifert wird sein Amt als DFL-Boss im Sommer 2022 zur Verfügung stellen. 
Christian Seifert wird sein Amt als DFL-Boss im Sommer 2022 zur Verfügung stellen.  © dpa
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Christian Seifert wird die Deutsche Fußball Liga im Juni 2022 verlassen. Dies bestätigte der Geschäftsführer am Montagmorgen. Seifert hatte sich zuletzt besonders durch die Einführung des Bundesliga-Hygienekonzepts großes Ansehen erarbeitet. 

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Geschäftsführer Christian Seifert hat seinen Abschied von der Deutschen Fußball Liga (DFL) am Montagmorgen offiziell bestätigt. Nachdem die Bild schon am Vorabend vermeldet hatte, dass der 51-Jährige den Ligaverband verlassen werde, meldete sich Seifert nun selbst zu Wort. "Dies sind anspruchsvolle Zeiten, die danach verlangen, Klarheit und Verlässlichkeit zu schaffen. Das gilt für die DFL als Ganzes und auch für meine beruflichen Ambitionen. Deshalb habe ich Herrn Peter Peters als Aufsichtsratsvorsitzenden darüber informiert, dass ich die DFL nach Ablauf meines Vertrages im Juni 2022 verlassen werde", hieß es in einer persönlichen Erklärung.

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Und weiter: "Diese Entscheidung ist bereits jetzt wichtig, damit der Aufsichtsrat frühzeitig die Möglichkeit erhält, diese Tatsache in Überlegungen zur künftigen Organisation der DFL GmbH einfließen zu lassen. In meiner Funktion an der Spitze der DFL konnte ich die Entwicklung einer der größten Sportligen der Welt, einer bedeutenden gesellschaftlichen Institution sowie den Aufbau eines der innovativsten Medienunternehmen Deutschlands aktiv gestalten. Das war Ehre und Freude zugleich."

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Seifert kündigte an, "in zwei Jahren ein neues berufliches Kapitel aufschlagen" zu wollen. Bis dahin werde er sich in Seinen DFL-Funktionen "auf die aktuellen und kommenden Herausforderungen selbstverständlich weiter mit größter Ambition und vollem Einsatz fokussieren". Seifert, der 2005 bei der DFL einstieg, hat sich seit Beginn der Corona-Pandemie den Ruf als besonnener Krisen-Manager erarbeitet. "Die Arbeit der DFL war vorbildlich", lobte etwa Freiburg-Trainer Christian Streich. Sein Münchener Kollege Hansi Flick meinte gar: "Das war herausragend."

Insbesondere für das Hygiene-Konzept, nach dessen Einführung die Bundesliga nach der Zwangspause im Frühjahr im Mai schließlich fortgesetzt werden konnte, fand international Beachtung. "Die Bundesliga war beispielgebend", erklärte etwa Liverpool-Trainer Jürgen Klopp. Ein weiterer beachtlicher Erfolg in Seiferts Amtszeit: Die Vermarktung der TV-Rechte stieg von 400 Millionen Euro pro Saison auf mehr als eine Milliarde Euro.