15. Oktober 2022 / 21:41 Uhr

Offiziell: Herbert Hainer als Bayern-Präsident wiedergewählt – deutlich geringere Zustimmung als 2019

Offiziell: Herbert Hainer als Bayern-Präsident wiedergewählt – deutlich geringere Zustimmung als 2019

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Herbert Hainer wurde erneut zum Präsidenten des FC Bayern gewählt. 
Herbert Hainer wurde erneut zum Präsidenten des FC Bayern gewählt.  © IMAGO/Eibner (Montage)
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Herbert Hainer bleibt für drei weitere Jahre Präsident beim FC Bayern München. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung votierten die FCB-Mitglieder für eine weitere Amtszeit des 68-Jährigen, der einziger Präsidentschaftskandidat war. Die Zustimmung war allerdings bei weitem nicht so groß wie noch 2019.

Der ehemalige Adidas-Boss Herbert Hainer ist trotz eines schwachen Wahlergebnisses weiterhin der starke Mann beim FC Bayern München. Mit 78,3 Prozent der Stimmen der insgesamt 1395 anwesenden stimmberechtigten Mitglieder ist der 68-Jährige am Samstagabend während der Jahreshauptversammlung des deutschen Rekordmeisters im Audi Dome wiedergewählt worden. Laut Rechnung des FCB ist Hainer mit 83,3 Prozent wiedergewählt worden, weil die Enthaltungen nicht mitgezählt wurden. Hainer, der 2019 auf den heutigen Ehrenpräsidenten Uli Hoeneß folgte, tritt damit seine zweite Amtszeit an, die erneut auf drei Jahre begrenzt sein wird. Der gebürtige Bayer war der einzige Präsidentschaftslkandidat in diesem Jahr, dürfte aber insgeheim auf eine höhere Zustimmung aus den Reihen der Mitglieder gehofft haben. Vor drei Jahren votierten noch 98 Prozent für Hainer.

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In seiner Auftaktrede der Jahreshauptversammlung hatte Hainer für seine Wiederwahl als Präsident geworben, indem er sich zum "Diener des Vereins" erklärte und um Entschuldigung bat für von ihm gemachte "Fehler" während der Versammlung des Vorjahres, die er im Disput um das Katar-Sponsoring genervt abgebrochen hatte. "Wir alle wissen, dass dieser Abend kein Ruhmesblatt für unseren Verein war", sagte Hainer.

"Unser Verein ist europaweit ein Vorbild", äußerte der Klub-Boss, der neben den sportlichen und wirtschaftlichen Erfolgen die gesellschaftliche Rolle des mit 295 000 Mitgliedern größten deutschen Sportvereins hervorhob. "Der FC Bayern ist ein Influencer", sagte Hainer. Der finanzstärkste Fußball-Bundesligist werde "niemals ein kickender Konzern" werden, versprach der Präsident, der den Fans und Mitgliedern zurief: "Mein Herz schlägt rot!"

Kahn lobt Hainers "Erfahrung und strukturiertes Vorgehen"

Vor der JHV hatte Vorstandsboss Oliver Kahn Hainer, der auch Vorsitzender des Aufsichtsrats beim FC Bayern ist, in den höchsten Tönen gelobt. Es sei "schon wieder fast drei Jahre her", dass Hainer ihn beim FC Bayern zurück begrüßt habe, twitterte Kahn am Freitag. Hainer passe perfekt zum Verein und lebe den Klub. "In den drei schwierigen, von der Pandemie geprägten Jahren hat er als Präsident und Aufsichtsratsvorsitzender immer seinen Kurs gehalten. Der Austausch mit ihm ist unschätzbar wichtig, seine Erfahrung und sein strukturiertes Vorgehen machen ihn zu einem wertvollen Impulsgeber", erklärte Kahn.

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Hainers Amtszeit begann äußerst erfolgreich. In seiner ersten Saison als Hoeneß-Nachfolger gewann der FC Bayern unter Trainer Hansi Flick direkt das Triple aus Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League. Seit 2019 gewann der FCB zudem in jedem Jahr mindestens den deutschen Meistertitel. In der aktuellen Bundesliga-Saison läuft es für den FC Bayern allerdings etwas schleppend. Vor dem 10. Spieltag waren die Bayern nur Tabellendritter. Am Sonntag (19.30 Uhr/DAZN) steht das Topspiel gegen den Tabellenzweiten SC Freiburg an.

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