04. April 2022 / 18:11 Uhr

Offiziell: SC Freiburg legt nach Wechselpanne des FC Bayern Einspruch gegen die Spielwertung ein

Offiziell: SC Freiburg legt nach Wechselpanne des FC Bayern Einspruch gegen die Spielwertung ein

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Beim Spiel des SC Freiburg gegen den FC Bayern kam es zu einem kuriosen Wechselfehler.
Beim Spiel des SC Freiburg gegen den FC Bayern kam es zu einem kuriosen Wechselfehler. © IMAGO/Jan Huebner (Montage)
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Der SC Freiburg wird nach dem viel diskutierten Wechselfehler des FC Bayern am vergangenen Samstag Einspruch gegen die Spielwertung einlegen. Das bestätigte der Klub am Montag. 

Der SC Freiburg legt Einspruch gegen die Spielwertung der Bundesliga-Partie gegen den FC Bayern München (1:4) ein. Das teilte der Klub am Montagabend mit: "Wir befinden uns in einem unverschuldeten Dilemma. Der SC Freiburg hatte keinen Anteil und Einfluss auf die Geschehnisse rund um den Wechselvorgang. Dennoch zwingt uns die Rechts- und Verfahrensordnung des DFB formal in eine aktive Rolle, um die Vorgänge rechtlich überprüfen zu lassen", heißt es in der Mitteilung. Nach dem Einspruch des Sportclubs vom Montag muss das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes entscheiden, ob der 4:1-Auswärtserfolg des Spitzenreiters weiter Bestand haben wird.

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Der Klub fühle sich "unwohl", diesen Schritt zu gehen: "An dieser aktiven Rolle, die uns wider Willen verfahrenstechnisch zugefallen ist, haben wir grundsätzlich keinerlei Interesse. Dennoch hat sich der Vorstand des Sport-Club Freiburg e.V. nach intensiven Gesprächen auf unterschiedlichen Ebenen und einer juristischen Prüfung dazu entschieden, Einspruch gegen die Wertung des Spiels einzulegen."

Zum Hintergrund: Als die Partie am Samstag beim Stand von 3:1 entschieden war, beauftragte Bayern-Trainer Julian Nagelsmann Teammanagerin Kathleen Krüger, den vierten Offiziellen über zwei Auswechslungen zu informieren. Marcel Sabitzer und Niklas Süle betraten das Feld, jedoch verließ nur Corentin Tolisso den Rasen. Aus taktischen Gründen sollte Jamal Musiala auf den linken Flügel rücken. "Da war aber schon einer", sagte Nagelsmann. "Ich habe kurz überlegt, aber die Positionen nicht mehr zusammenbekommen. Das passiert mir eigentlich selten. Ich habe dann gesagt, dass sie den Ball ins Aus spielen sollen."

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In der Zwischenzeit hatte auch SC-Verteidiger Nico Schlotterbeck begonnen durchzuzählen. "Mir ist aufgefallen, dass kein Spieler rausging. Ich habe dann dem Schiedsrichter Bescheid gegeben", sagte der Neu-Nationalspieler. Referee Christian Dingert räumte ein, es sei "eine konfuse Situation" gewesen. Weil Kathleen Krüger für Coman dessen alte Rückennummer 29 statt der 11 gezeigt hatte, fühlte sich der Franzose beim Wechsel nicht angesprochen und blieb auf dem Feld. "Wir haben es aber schnell bemerkt und die Partie unterbrochen", sagte Dingert. Nach minutenlangen Diskussionen und einer Besprechung mit Videoschiedsrichter Felix Zwayer hatte Dingert das Spiel fortgesetzt.

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