12. Juli 2021 / 08:58 Uhr

Ohne Andrea Petkovic: Blau-Weiß Blasewitz feiert 7:2-Sieg über Köln

Ohne Andrea Petkovic: Blau-Weiß Blasewitz feiert 7:2-Sieg über Köln

Rolf Becker
Emily Welker bot eine starke Leistung im Team der Gastgeberinnen.
Emily Welker bot eine starke Leistung im Team der Gastgeberinnen. © Steffen Manig
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Die Dresdnerinnen sind in der Tennis-Bundesliga auch ohne Stars gut drauf und stellten das bei guter Stimmung gegen die Gäste aus Köln unter Beweis.

Dresden. Auf der Anlage im Waldpark herrschte am Sonnabend über fünf Stunden prächtige Stimmung. Dafür sorgte auch der bekannte Eurosport-Reporter Matthias Stach, der den Spieltag moderierte. Aber vor allem die Blasewitzer Mannschaft, die vor 350 Zuschauern gegen den Marienburger SC Köln einen unerwartet klaren 7:2-Sieg errang. Da war auch schnell vergessen, dass der große Publikumsliebling Andrea Petkovic, der zeitgleich bei den Hamburg European Open ins Endspiel einzog, nicht dabei sein konnte. Zumal im Blasewitzer Aufgebot gleich drei junge deutsche Spielerinnen standen, die gleichen Anteil am Sieg hatten wie die drei Profis aus Russland, der Slowakei und Ungarn.

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Lob an Schmidt

Auch der Blasewitzer Teammanager Sven Grosse war begeistert, was da von seiner Mannschaft vollbracht wurde. „Natürlich haben wir trotz der großen Besetzungsprobleme, die wir diesmal hatten, auf einen Sieg gehofft, aber niemals auf einen so klaren. Damit haben wir unser Saisonziel Klassenerhalt so gut wie sicher erreicht. Aber nun wollen wir natürlich die zwei ausstehenden Spiele auch noch gewinnen“, jubelte Grosse.

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Von den drei deutschen Spielerinnen bekam Lara Schmidt von ihm das größte Lob. Die 21-Jährige lag gegen Katharina Hering schon völlig aussichtslos mit 0:6, 0:4 im Rückstand, wendete aber das Blatt mit großartigem Kampfgeist und einer großen spielerischen Steigerung noch. Sie hatte mit ihrem Sieg (0:6, 7:5, 10:6) großen Anteil daran, dass die Blasewitzerinnen statt mit einem 3:3 mit einer 4:2-Führung in die Doppel gingen. Die mehrfache sächsische Landesmeisterin Emily Welker (21) glänzte bei ihrem ersten Bundesliga-Einsatz in dieser Saison mit einem 6:1-6:0-Sieg gegen Arista Blase. Von den drei Deutschen verlor nur die aus Hamburg in den Waldpark gekommene Sibel Demirbaga ihr Einzel.

Platz zwei behaupten

Zwei ausländische Profis erwiesen sich erneut als sichere Punktebringerinnen. Die Slowakin Kristina Kucova, die die Französin Marine Partaud mit 6:0, 6:1 abfertigte, und die Ungarin Reka-Luca Jani, die die Slowakin Chantal Skamlova mit 6:2, 6:2 bezwang, feierten jeweils schon ihren dritten Sieg im Einzel in dieser Saison. Die Russin Warwara Flink verlor zwar das Spitzenspiel gegen die Rumänin Nicoleta Dascalu hauchdünn mit 2:6, 6:0, 6:10, erwies aber ihrer Mannschaft dennoch einen großen Dienst. Denn sie war erst in der Nacht vor dem Spiel auf Umwegen aus den USA zurückgekehrt. Durch den Gewinn aller drei Doppel wurde der klare Sieg sichergestellt. Damit haben sich die Blasewitzerinnen mit 6:2 Punkten wieder vom vierten auf den zweiten Platz hinter TC Bredeney Essen (6:0) verbessert.

„Den Vizerang wollen wir in den beiden ausstehenden Spielen auch behaupten“, so Grosse. Nach einer Woche Punktspielpause folgen am 24. Juli noch das Auswärtsspiel bei Luitpoldpark München und zum Abschluss am 31. Juli das Heimspiel gegen TEC Waldau Stuttgart. Vielleicht kommt es dann ja doch noch zu einem Auftritt von Andrea Petkovic in Dresden.