14. Januar 2022 / 17:20 Uhr

Ohne die Nummer 1, starke Gegner und komische Regularien

Ohne die Nummer 1, starke Gegner und komische Regularien

Lukas Everling
Peiner Allgemeine Zeitung
Aktuell „unglaublich gut in Form“: Maximilian Otto rückt beim SSV Plockhorst an Position 1 vor.
Aktuell „unglaublich gut in Form“: Maximilian Otto rückt beim SSV Plockhorst an Position 1 vor. © Ralf Büchler
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In den beiden vergangenen Jahren wollten die Plockhorster Tennisherren mit ihrer Mannschaft in der Verbandsklasse oben angreifen. Dass dies in der neuen Wintersaison auf keinen Fall möglich sein wird, das weiß Kapitän Niclas Fischer bereits vor dem ersten Punktspiel.

In dieser Wintersaison kommt für die Tennis-Herren des SSV Plockhorst einiges zusammen. Spielten Niclas Fischer und Co. in den vergangenen beiden Jahren eher in der oberen Hälfte der Verbandsklassen-Tabelle mit, so rechnet der Kapitän in diesem Jahr beinahe schon mit dem Abstieg: „An den ersten beiden Spieltagen könnte etwas gehen. Da wäre ein Lucky Punch für uns schon ganz nett.“ Heute (12 Uhr) empfängt Plockhorst in der Tennishalle in Schwülper den TC Grün-Gelb Burgdorf.

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Hauptproblem der Plockhorster ist das Fehlen ihrer Nummer 1 in dieser Saison. Maximilian Hantel fällt komplett aus, einen Ersatz hat die Mannschaft trotz Kontakt zu einigen potenziellen Kandidaten nicht gefunden. So muss der SSV diese Lücke mit einem Spieler aus der Herren 30 auffüllen. Doch hier machen die Regularien des Landesverbandes dem Team einen Strich durch die Rechnung. „Eigentlich sollte mein Bruder Timo aushelfen“, sagt Kapitän Niclas Fischer.

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Weil der allerdings über eine bessere Leistungsklasse verfügt (11,8), als ein Spieler aus der Herren-Mannschaft – in diesem Fall Tobias Rasche (12,1) – darf Timo Fischer nicht aushelfen. „Da kann ich wirklich den Grund hinter nicht verstehen“, hadert Plockhorsts Kapitän. Nun hofft er, dass Rasche in der Saison einige Spiele gewinnt, vielleicht ein Turnier spielt und mit einer besseren Leistungsklasse dafür sorgt, dass Timo Fischer zumindest in kommenden Saisons wieder aushelfen darf.


Das dritte Problem der Plockhorster sind die starken Gegner. „Diese Staffel könnte auch glatt eine Verbandsliga sein“, erklärt Niclas Fischer, für den die Reserve der TuS Wettbergen der große Favorit ist. Auch der TV Neustadt und der TC Barsinghausen II seien starke Gegner, einzig gegen Burgdorf und Sommerbostel II rechnet der Plockhorster seinem Team Chancen aus. „Gegen Burgdorf hatten wir auch im Pokal gewonnen, da fehlte aber deren Nummer 1“, erinnert er sich.

Einen positiven Punkt findet Fischer außerdem: „Maximilian Otto bekommt jetzt die Chance, gegen die besseren Spieler an Position 1 zu spielen. Da wird er nicht chancenlos sein, weil er aktuell unglaublich gut in Form ist und sehr viel trainiert.“