18. Juni 2021 / 13:06 Uhr

Ohne Freilose: Kreispokal-Achtelfinale im Leipziger Land steht an

Ohne Freilose: Kreispokal-Achtelfinale im Leipziger Land steht an

Heiko Henschel
Leipziger Volkszeitung
Ostrau
Ostrau (gelbe Trikots) bekommt es mit dem SV Klinga-Ammelshain zu tun. © Gerhard Schlechte
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Am kommenden Wochenende steht das Kreispokal-Achtelfinale des Leipziger Landes an. Dabei treffen in vier der acht Begegnungen Kreisoberligisten im direkten Duell aufeinander. Los geht es am Samstag mit der Partie zwischen dem SV Ostrau und dem SV Klinga-Ammelshain.

Landkreis. Noch vor einigen Wochen schien das Vorhaben aufgrund der dritten Corona-Welle in weite Ferne gerückt zu sein. Durch den anschließend rasanten Sinkflug der Infektionszahlen ist der Wunsch allerdings tatsächlich Realität geworden. Wie bereits im Vorjahr kann auch im Fußballverband Muldental/Leipziger Land der Pokalwettbewerb fortgeführt und nach Lage der Dinge auch abgeschlossen werden.

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Zunächst jedoch steht am kommenden Wochenende im Männerbereich das Achtelfinale auf dem Programm. Allen verbliebenen Teilnehmern war der kurzfristige Wiedereinstieg in den Wettkampfbetrieb freigestellt worden, es gab aber keine Stornierungen. Deshalb kann die Runde der letzten 16 Mannschaften wie geplant ohne Freilose und somit in voller Bandbreite über die Bühne gehen.

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In vier der acht Begegnungen treffen Kreisoberligisten im direkten Duell aufeinander. Los geht es am Samstag um 14 Uhr mit der Partie zwischen dem SV Ostrau und dem SV Klinga-Ammelshain, welche im Zschaitzer Waldstadion am Burgberg steigen wird. Ein 1:1-Unentschieden wie im Punktekampf am 17. Oktober vergangenen Jahres wird es diesmal maximal am Ende einer eventuellen Verlängerung geben, spätestens im Elfmeterschießen müsste es einen Sieger geben. Eine Favoritenstellung ist angesichts der ellenlangen Zwangspause beim besten Willen nicht auszumachen, wenngleich der Tabellenstand des abgebrochenen Punktspieljahres für die Einheimischen spricht.

Für Döbeln zählt nur der Erfolg

Eine Stunde danach kommt es zum Muldentaler Derby SV Tresenwald Machern gegen TSV Großsteinberg. Der Gastgeber sieht sich ungeachtet des Heimvorteils in der Außenseiterposition, die 1:4-Niederlage am 18. Oktober im Parthensteiner Ortsteil dürfte diese These untermauern. Beide Teams gegen nicht total unvorbereitet in dieses Nachbarschaftsduell im Sportpark an der Gartenallee. Die Macherner gewannen vorige Woche in Großbardau das Nachhole-Match aus Runde 3 mit 4:1, während sich die Großsteinberger im Test gegen Otterwisch mit 7:0 warmschossen.

Zur gleichen Zeit empfängt der Döbelner SC im Heinz-Gruner-Sportpark den SV Blau-Weiß Deutzen. Am 10. Oktober gab es an selber Stelle ein 2:0, für die Hausherren steht beim Trainer-Comeback von Thomas Kupper erneut nur ein Erfolg zur Diskussion. Die Deutzener reisen zwar mit mächtigem Respekt an die Fichtestraße, allerdings nicht ohne sich etwas auszurechnen. Immerhin warfen sie in der dritten Runde den amtierenden Titelträger TuS Pegau auf dessen Platz mit 2:1 aus dem Rennen.

Frohburg in Hohnstädt gefordert

Unterdessen hat der TSV Burkartshain an der Diesterwegstraße den Roßweiner SV zu Gast. Wird es abermals eine so klare Geschichte wie beim 0:6 am 03. Oktober? Leise Zweifel sind angebracht, denn auch die Akteure des imaginären Meisters haben über sieben Monate hinweg kaum einen Ball am Fuß gehabt. Doch das Kicken haben sie unter Garantie nicht verlernt.


Die Heim-Elf dürfte ihre Taktik auf einer stabilen Defensivabteilung ausrichten, dieses Bollwerk gilt es für den RSV zu knacken. Derweil strebt der BSV Einheit Frohburg II im heimischen Werner-Seelenbinder-Stadion gegen Blau-Weiß Bennewitz den nächsten Coup an. Bereits in Runde drei konnte die Rennstädter Reserve als Abgeordneter der Kreisliga A-West am heimischen Erligtweg einen Kreisoberligisten eliminieren, als Leisnig nach Verlängerung mit 2:1 bezwungen werden konnte. Eine erneute Überraschung ist mit Sicherheit nicht völlig abwegig, die „neue Zeitrechnung“ birgt schließlich allerhand Unwägbarkeiten in sich.

Auswärts beim Hohnstädter SV ist die erste Mannschaft des BSV Einheit Frohburg am Sonntag um 15 Uhr gefordert. Die Wyhrastädter wissen, was sie wollen – dem abermalige Erreichen des Endspiels wird alles untergeordnet. Da darf der Kreisliga-A-Ost-Vertreter unter keinen Umständen eine Hürde darstellen, auch wenn dessen Ansprüche mittlerweile ein wenig gestiegen sind. Ausgetragen wird die Begegnung im altehrwürdigen Grimmaer Stadion der Freundschaft an der Friedrich-Oettler-Straße.

Weg zur Normalität bleibt steinig

Für Furore haben beide gesorgt, nun wird nur einer weitere Lorbeeren ernten können. Ob es die SG Olympia Frankenhain aus der Kreisliga A-West oder der SV Traktor Mochau aus der Parallelstaffel Ost sein wird, entscheidet sich am Sonntag ab 15 Uhr auf dem Sportgelände im Frohburger Ortsteil. Olympia düpierte in der dritten Runde den Kreisoberligisten Hartha mit 3:1, Traktor schickte Waldheim/Hartha II mit sage und schreibe 9:0 nach Hause.

Zur selben Zeit kreuzen zudem die SG Machern/Tresenwald II (Kreisliga B-Süd) und die SG Borna II/Eula (Kreisliga A-West) im Park an der Goethestraße die Klingen. Die Hausherren haben schon Erfahrung beim Bezwingen von A-Ligisten. Gegen Hochweitzschen (2:1) und gegen Zschaitz/Ostrau II (4:3) gelang es bereits, jetzt wird der dritte Streich angepeilt. Die Gäste aus dem Revier können ihrerseits ein fulminantes 7:4 nach Verlängerung gegen Kreisoberligist Naunhof vorweisen.

Am kommenden Wochenende werden ebenfalls Partien einer kurzfristig ins Leben gerufenen Sonderspielrunde stattfinden. Eine Art von Pflichtfreundschaftsspielen, allerdings ohne die Pflicht zur Teilnahme. Der Verband hat damit sein Versprechen wahr gemacht, allen Mannschaften nach der langen Auszeit und vor der Sommerpause noch mindestens zwei Spielangebote zu unterbreiten. Nicht alle Vereine haben die Gelegenheit wahrgenommen, weil sie den Zeitpunkt entweder für zu früh hielten oder in Sachen Hygienemaßnahmen offene Frage nicht hinreichend geklärt sahen. Der Weg zurück zur Normalität bleibt also steinig.