19. März 2021 / 14:45 Uhr

Ohne Niklas Kreuzer: Dynamo Dresden gastiert beim TSV 1860 München

Ohne Niklas Kreuzer: Dynamo Dresden gastiert beim TSV 1860 München

Stefan Schramm
Dresdner Neueste Nachrichten
Niklas Kreuzer
Niklas Kreuzer wird vorsichtshalber geschont. © dpa
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Dynamo Dresden muss im Auswärtsspiel am Montag auf Niklas Kreuzer verzichten. Der Außenverteidiger klagte über muskuläre Probleme. Cheftrainer Markus Kauczinski erwartet gegen 1860 München einen heißen Kampf.

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Dresden. Drittliga-Tabellenführer Dynamo Dresden muss im Auswärtsspiel beim TSV 1860 München am Montag (20.30 Uhr) auf Niklas Kreuzer verzichten. Der Rechtsverteidiger war beim 1:0-Sieg am Mittwoch gegen den SV Wehen Wiesbaden zwar nur zu einem fünfminütigen Kurzeinsatz gekommen, klagte danach aber über muskuläre Probleme. „Es ist nichts kaputt gegangen, aber wir müssen ihn herausnehmen, weil die Gefahr einer Verletzung zu groß ist“, erklärte Dynamos Cheftrainer Markus Kauczinski bei der Pressekonferenz am Freitagnachmittag.

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Mit Ausnahme der Langzeitverletzten Patrick Weihrauch, Robin Becker und Marco Hartmann hat er soweit aber alle Mann an Bord vor dem Spitzenspiel beim Tabellenvierten. Für die Münchner Löwen ist die anstehende Partie gegen die Schwarz-Gelben bei mittlerweile neun Punkten Rückstand auf Platz drei der letzte Strohhalm im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Trotz der 13 Punkte Vorsprung auf den Gastgeber sieht Markus Kauczinski beide Mannschaften auf Augenhöhe: „Man muss sich nur das Torverhältnis angucken, das ist fast wie unseres.“

Markus Kauczinski erwarte „stürmische Sechziger, die sowieso spielerisch gut sind. Wer die Münchner Löwen kennt, weiß, dass das ein heißer Kampf wird“, sagt der 51-Jährige auch mit Blick zurück auf das Hinrundenspiel im November, das die Schwarz-Gelben nach 0:1-Rückstand im Rudolf-Harbig-Stadion noch mit 2:1 gewannen. „Wir schmeißen uns voll rein“, versprach er, zumal Dynamo schon zweimal in dieser Saison in München verloren hat. Zuerst hieß es 0:3 gegen Bayerns Reserve, dann 0:1 gegen Türkgücü. Beim dritten Auftritt im Stadion an der Grünwalder Straße wollen es die Sachsen nun besser machen.

„Ein guter Schritt für die Gesellschaft“

Zuvor aber schaut Markus Kauczinski am Sonnabend (14 Uhr) auch gespannt nach Rostock. Nicht nur, weil der FC Hansa in zwei Wochen Dynamos übernächster Gegner ist, sondern auch, weil im Ostseestadion beim Ostduell gegen den Halleschen FC rund 780 Zuschauer zugelassen sind. „Wir freuen uns, dass es ein Versuch ist, zur Normalität zurückzukehren und Mittel und Wege zu finden, wieder so einen Schritt zu gehen. Deswegen habe ich ein Auge darauf, wie das funktionieren wird“, so der Fußballlehrer.

Er erhofft sich eine Signalwirkung: „Am Ende ist wichtig, dass eine Gesundheitsgefährdung ausgeschlossen wird. Wenn das so ist, wäre das nicht nur für den Fußball, sondern für die ganze Gesellschaft ein guter Schritt.“ Doch Kauczinski weiß auch, wie fragil das ganze Konstrukt ist, und wünscht sich deshalb vor allem, dass die Saison aufgrund der aktuellen Entwicklung bei den Corona-Fallzahlen nicht doch noch abgebrochen werden muss: „Das letzte Jahr hat uns eins gelehrt: Dass alles passieren kann, dass man nie sicher ist. Aber ich habe die Hoffnung, dass alles gut wird, dass wir das vernünftig zu Ende bringen können. Ein Sieg gegen 1860 München würde Dynamo dabei auch dem gewünschten Endziel wieder einen großen Schritt näher bringen.