17. Oktober 2019 / 17:19 Uhr

Ohne Sattel spitze: Erja Röhrdanz reitet zur höchsten Wertung

Ohne Sattel spitze: Erja Röhrdanz reitet zur höchsten Wertung

Christian Meyer
Peiner Allgemeine Zeitung
Glückwunsch! Erja Röhrdanz (RFV Wipshausen) gewann mit ihrem Pferd „French Affair“ die Disziplin Reiterwettbewerb ohne Sattel überlegen.
Glückwunsch! Erja Röhrdanz (RFV Wipshausen) gewann mit ihrem Pferd „French Affair“ die Disziplin Reiterwettbewerb ohne Sattel überlegen. © Foto: Verein
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Einen echten Heimsieg, einen halben Heimsieg, viele Besucher und gleich 180 Starts: Mit der zweiten Auflage seines Turniers war der Reit- und Fahrverein Wipshausen sehr zufrieden. In der höchsten Prüfung landete Giulia Himstedt (Sportreiter Peiner Land) einen Doppel-Triumph. Über die höchste Wertung durfte sich Wipshausens Erja Röhrdanz freuen.

Einen echten Heimsieg, einen halben Heimsieg, viele Besucher und gleich 180 Starts: Mit der zweiten Auflage seines Reit-Turniers war der Reit- und Fahrverein Wipshausen sehr zufrieden. „Gegenüber dem Vorjahr haben wir uns bei der Teilnehmerzahl noch einmal gesteigert“, stellte Vorstandsmitglied Anne Dopatka erfreut fest. Und Klubchefin Heike Diederichs schwärmte: „Die Stimmung war großartig, das Helferteam herausragend, die Leckereien an Grill- und Kuchenstand ebenso.“

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Rund 120 Reiter und 80 Pferde mischten beim Breitensport-Turnier in Wipshausen mit. Den Sieg in der höchsten Prüfung schnappte sich Favoritin Giulia Himstedt vom Verein Sportreiter Peiner Land, sie siegte mit ihrem elfjährigen Hannoveraner „Hangover“ im Dressur-Wettbewerb der Klasse L mit der Wertnote 7,0. „Das war ein schöner Saisonabschluss“, sagte die 26-Jährige, die ihr Pferd im Stall in Wipshausen stehen hat. Turnier-Helferin und Turnier-Siegerin – sie war beim halben Heimspiel beides zugleich.

Zudem schaffte sie das Kunststück, mit dem Pferd ihrer besten Freundin Anjana Lange auch noch Platz zwei zu holen. „Das war die größere Überraschung, denn das Pferd ist eigentlich ein Springpferd“, verriet Giulia Himstedt. Geritten war sie die zwölfjährige Oldenburger-Stute „Lady Lola“ zwar schon mehrfach, doch den Prüfungs-Ablauf für diesen L-Dressur-Wettbewerb extra trainiert hatte die Paarung nicht. Aus einem besonderen Grund: „Lady Lola" hat mitunter ihren eigenen Kopf. „Genie und Wahnsinn liegen dicht beisammen. Wenn sie schon vorher weiß, was sie erwartet, wird es schwierig, dann ist man schnell nur noch Beifahrer“, flachste Giulia Himstedt.

Als eine der erfolgreichsten Peiner Dressur-Reiterinnen startet Giulia Himstedt vornehmlich bei höherklassigen Turnieren, doch beim „Fest für den Breitensport“ in Wipshausen war sie gerne dabei. Denn: „Die Veranstalter sind mit ganz viel Herzblut dabei“, lobte sie.

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Das schätzen auch andere. Reiter aus dem Peiner Umland aber auch aus weiter entfernten Landkreisen waren im Starterfeld zu finden. Am erfolgreichsten präsentierten sich die Starter vom Pony- und Reitclub Volkmarode, die gleich fünf Siege holten. Die höchste Wertung des Tages vergaben die Richter allerdings für die 15-jährige Erja Röhrdanz vom gastgebenden Verein. In der Disziplin „Reiterwettbewerb ohne Sattel“ war sie mit der Wertnote 8,3 unschlagbar. „Erja war zuvor schon die E-Dressur geritten. Und da es dort nicht so gut lief, war die Freude über den Sieg umso größer“, betonte Vorstandsmitglied Anne Dopatka. Und von L-Dressur-Siegerin Giulia Himstedt gab es auch noch Lob: „Erja hat sich super schön auf ihr Pferd eingestellt.“

Am spektakulärsten für die Zuschauer war das Glücksspringen. Denn um in einer vorgegebenen Zeit möglichst viele Hindernisse zu überwinden, waren enge Wendungen und Schnelligkeit gefragt. Super im Rennen lag Lokalmatador Justus Krüger, der mit seinem Pferd „Quintus“ über die ersten Hindernisse nur so rauschte. Doch er hatte Pech. Sein Sattel rutschte und er purzelte vom Pferd. „Ich bin mir sicher, ansonsten hätte er haushoch gewonnen“, sagte Vorstandsmitglied Anne Dopatka über das 14-jährige Talent. So durfte Nadine Lehmann (Volkmarode) auf Fuegolino jubeln.

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Grund zur Freude hatte jedoch auch Wipshausens Klubchefin Heike Diedrichs, die den großen Einsatz ihrer Vereinsmitglieder lobte. Für beste Bedingungen auf den Plätzen habe Arne Krüger mit seinen Mitarbeiterinnen gesorgt. „Das Team stimmt einfach, alle hängen sich ins Zeug.“ Auch deshalb blickt der Verein optimistisch aufs Turnier im kommenden Jahr. „Dann ist es unser Ziel, die 200er-Marke bei den Starts zu knacken“, sagt Anne Dopatka.

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