14. Januar 2018 / 11:05 Uhr

Ohne sie geht es nicht: Die guten Seelen beim LVZ-Sportbuzzer-Cup

Ohne sie geht es nicht: Die guten Seelen beim LVZ-Sportbuzzer-Cup

Marco Weichert
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Roland Schuricht (li.) und Andreas Schlaf vom Deutschen Roten Kreuz.
Roland Schuricht (li.) und Andreas Schlaf vom Deutschen Roten Kreuz. © Alexander Prautzsch
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Die Sanitäter Roland Schuricht und Andreas Schlaf vom Deutschen Roten Kreuz sind am Wochenende von früh bis spät im Einsatz.

Leipzig. Sie sind so etwas wie die guten Seelen beim 5. LVZ-Sportbuzzer-Cup in Abtnaundorf: Roland Schuricht (50) und Andreas Schlaf (57) vom Deutschen Roten Kreuz. Die zwei ehrenamtlichen Helfer sind von Turnierbeginn am Samstag bis zum Ende der Veranstaltung am Sonntag rund um die Uhr im Einsatz und kümmern sich dabei um die "Wehwehchen" der Nachwuchskicker.

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5. LVZ-Sportbuzzer-Cup - Turniere der D-Junioren am 14. Januar 2018. (20) Zur Galerie
5. LVZ-Sportbuzzer-Cup - Turniere der D-Junioren am 14. Januar 2018. (20) © Alexander Prautzsch

Der 50-jährige Schuricht ist seit 1989 beim DRK aktiv und hat im Laufe seiner Karriere schon so einige kuriose, schöne sowie auch weniger schöne Geschichten miterlebt. Eine Story erzählt Roland heute noch gern, auch wenn damit vor allem schmerzhafte Erinnerungen verbunden sind. Es ist die von seinem ersten größeren Einsatz beim Fußball. Am 17. Mai 1991 war er als Sanitäter beim Oberliga-Spiel des 1. FC Lok Leipzig gegen Dynamo Dresden im Bruno-Plache-Stadion am Spielfeldrand im Einsatz und nahm dabei unfreiwillig eine tragische Hauptrolle ein.

Es schüttete aus Kannen, der Platz war dementsprechend aufgeweicht. Ein Lok-Spieler verletzte sich, so dass Roland und sein Kollege mit Sanikoffer und Eisspray bewaffnet aufs Spielfeld eilen mussten. Leider wurde ihm der seifige Untergrund dabei zum Verhängnis, er rutschte aus und zog sich einen Meniskusriss vor den Augen der 5000 Zuschauer in Probstheida zu. "Danach hatte ich natürlich erst einmal die Schnauze voll", sagt Schuricht, der trotz der schmerzhaften Premiere fortan regelmäßig bei Sportereignissen im Einsatz war und immer noch ist. Der Job des Sanitäters ist für ihn im Laufe der Jahre zur Herzensangelegenheit geworden.

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Kollege Andreas Schlaf ist ebenfalls schon seit DDR-Zeiten mit dabei. Über 40 Jahre ist er nun bereits für das Deutsche Rote Kreuz im Einsatz, war vornehmlich bei Spielen des 1. FC Lok im damaligen Leipziger Zentralstadion eingeteilt. Früher zusätzlich noch als Krankenträger im Klinikum St. Georg im Dienst, ist Andreas seit 1991 regelmäßig in Abtnaundorf bei Turnieren mit dabei und somit eine Art Urgestein bei Veranstaltungen in der Egidius-Braun-Sportschule.

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Beide sind Sanitäter aus Leidenschaft. Mit viel Spaß und Freude bei der Arbeit begegnen sie auch an diesem Wochenende den Kickern, Eltern und Mitstreitern beim LVZ-Sportbuzzer-Cup. Bis auf kleinere Blessuren wie Schürfwunden oder blaue Flecken gab es in diesem Jahr glücklicherweise nichts weiter zu "verarzten", die Dankbarkeit der Jungen und Mädchen ist ihnen dabei immer noch die schönste Belohnung.

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