23. Juli 2021 / 17:29 Uhr

Okoronkwo stinksauer: "Wer keinen Bock hat, kann in die Kabine verschwinden"

Okoronkwo stinksauer: "Wer keinen Bock hat, kann in die Kabine verschwinden"

Marcus Alert
Märkische Allgemeine Zeitung
Solomon Okoronkwo wirkte bereits beim Testspiel des Brandenburger SC Süd 05 am Donnerstag mit und verwandelte den Elfmeter zum 3:0-Endstand gegen Berlinligist FC Brandenburg 03.
Hatte Mitteilungsbedarf: Ex-Hertha-Spieler Salomon Okoronkwo (r.). © Marcus Alert
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Ex-Profi und Neuzugang Solomon Okoronkwo ärgert sich über den Auftritt des BSC Süd 05 bei der 0:3-Niederlage gegen den Werderaner FC.

Der Fußball-Oberligist BSC Süd 05 musste am Mittwoch im Testspiel gegen den Brandenburgligisten Werderaner FC Viktoria eine deutliche 0:3-Niederlage quittieren. Das Ergebnis stand schon zur Pause fest, wobei die Gäste in Hälfte zwei noch mit einem Elfmeter an Torhüter Daniel Wessel scheiterten. Gut drei Wochen vor Saisonstart gibt es ganz offensichtlich noch einige Baustellen bei den Brandenburgern.

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Zur Unterstützung seiner Arbeit hat sich mittlerweile Trainer Mario Block einen Co-Trainer an seine Seite geholt. Diesen Posten hat der aus Nürnberg stammende Raphael Seitel übernommen. Der 31-Jährige durchlief in den vergangenen Jahren im Süden Deutschlands und in Berlin mehrere Trainerstationen. Der bisherige Co-Trainer Conny Wieland kümmert sich künftig verstärkt um das Torwarttraining.

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„Wer keinen Bock hat, kann in die Kabine verschwinden“, motzte Ex-Bundesligaspieler Solomon Okoronkwo in der Halbzeitpause lautstark. Während die Spieler aus Werder immer wieder aggressiv auf jeden Ball gingen, ließen die Brandenburger weitgehend Widerstand vermissen. Immer wieder wurde es nur spielerisch versucht, wobei erkennbar war, dass die Mannschaft eben noch nicht eingespielt ist.

Hinzu kam, dass Trainer Mario Block wieder drei Testspieler auf den Rasen schickte. Und die waren für ihre Nebenleute ein völlig unbekannter Faktor. „So war dann vor allem in der Defensive die Unsicherheit immer wieder spürbar“, schätzte Mannschaftsleiter Dieter Seewald nach dem Abpfiff ein. Die wurde noch größer, als Schiedsrichter Daniel Köppen den Gästen in der 28. Minute einen Elfmeter zusprach. Werder nutzte das Durcheinander und legte in der 30. und 36. Minute gleich noch zum 3:0 nach. Alle drei Treffer erzielte übrigens der Ex-Brandenburger Patrick Richter. In Hälfte zwei passierte dann nicht mehr viel, wobei der Werderaner FC noch einen Pfostentreffer sowie den bereits erwähnten Elfmeter auf der Habenseite anführen konnte.

Auf der aktuellen Spielerliste des Brandenburger SC Süd 05 stehen derzeit 19 Namen, wobei für Jonas Bruck und Eric Seise noch die Freigaben ausstehen. Kurz vor der Verpflichtung stehen Roberto Stefan und Alzeen Nasr. Geplant sind noch zwei weitere Neuzugänge, so dass der Kader mindestens 23 Spieler umfassen wird. Das ist nötig, da die Liga mit 19 Mannschaften startet und somit 36 Punktspiele anstehen.

So langsam muss sich eine Stammelf herausschälen. Das Gerüst steht. Die Mittelachse Max Grundmann, Saheed Mustapha und Solomon Okoronkwo dürfte gesetzt sein. Bei der Besetzung der Nummer eins deutet derzeit vieles auf Daniel Wessel hin. Gute Karten haben auch Javier Paris, Andreas Jerkovic oder Ruben Pilumyan. Einziger Spieler, der verletzungsbedingt definitiv nicht zum Saisonstart fit sein wird, ist Leif Oppenborn.


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Am Sonntag testet der BSC Süd 05 erneut. Um 13 Uhr empfängt die Truppe von Mario Block den VfL Halle. Die Gäste spielen in der Süd-Staffel der Oberliga und haben in der vergangenen – abgebrochenen – Saison nur ganz knapp aufgrund des schlechteren Torverhältnisses den Aufstieg in die Regionalliga verpasst. Weiter geht es dann am Donnerstag beim FC Schöneberg und am 31. Juli reist der BSC Süd 05 nach Altlüdersdorf. Zum Saisonauftakt warten dann beide Rostocker Mannschaften auf den BSC Süd 05 und im Mittwochspiel der FC Lok Stendal.