10. Oktober 2020 / 18:07 Uhr

Oldenburger SV erteilt dem TSV Pansdorf eine Lehrstunde

Oldenburger SV erteilt dem TSV Pansdorf eine Lehrstunde

Bend Strebel
Lübecker Nachrichten
Daniel Junge und seine Oldenburger überzeugten in Pansdorf auf ganzer Linie.
Daniel Junge und seine Oldenburger überzeugten in Pansdorf auf ganzer Linie. © 54°/Garve
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Im Ostholsteiner Nachbarschaftsduell hatte sich die Spannung schon zur Pause weitestgehend gelegt. Denn nach dem 0:1, das Oldenburgs Freddy Kaps nach Vorlage von Moritz Haye mit dem Kopf erzielte (20.), spielten die Gäste wie entfesselt auf, dominierten den Liganeuling bis zum Pausenpfiff scheinbar nach Belieben.

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Nachdem Kaps seinen zweiten Treffer an diesem Nachmittag besteuerte (22.), wirbelte Goalgetter Daniel Junge zuerst die Pansdorfer Hintermannschaft im Alleingang durcheinander und schlenzte den Ball dann sehenswert ins rechte obere Eck des TSV-Tores (36.). Nur eine Minute darauf setzte Mats Klüver noch das 0:4 drauf (37.).

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Ohne die Intensität aus dem ersten Durchgang komplett wieder hochzufahren spielte die Albrecht-Elf die Partie dann souverän runter. Kaps (57.) und Junge (65.) besorgten schließlich das halbe Dutzend, schnürten Dreier- und Doppelpack. „Der Matchplan ist voll aufgegangen“, freute sich OSV-Co-Trainer Björn Koch nach der Partie. „Wie im Vorfeld erwartet, war es ein kampfbetontes Spiel, das wir voll und ganz angenommen haben. Dennoch waren wir etwas überrascht, wie wenig Gegenwehr letztlich von Pansdorf in und nach unser Drangphase kam. Die Tore fielen dann Schlag auf Schlag“, erläuterte Koch.

Oldenburgs Cheftrainer Florian "Ebbe" Albrecht befand: "Wir haben gut in die Partie hineingefunden und den Ball gut laufen lassen. Zur Pause war der Deckel im Grunde schon drauf. Das war heute von allen Jungs eine rundum gelungene Leistung."

„Wir bedanken uns beim OSV für diese Lehrstunde“, resümierte TSV-Trainer Helge Thomsen nach der Partie nicht ohne Galgenhumor. „Gerade im ersten Durchgang waren wir viel zu weit weg vom Gegner und sind überhaupt nicht in die Zweikämpfe gekommen. Das ist natürlich bitter, wir hatten uns etwas ganz anderes vorgenommen.“ Der Pansdorfer Coach hob nach dem Spiel eine freundschaftliche Geste der Oldenburger hervor, welche dem TSV anlässlich ihres hundertjährigen Bestehens vor dem Anpfiff einen Präsentkorb überreichten. „Das haben wir so auch noch nicht erlebt“, bekannte Thomsen.

TSV: Raube – Wossidlo, Manthe (46. Grimm), Gerlach, Böbs - Mess, F. Greger (46. Gerlach) – Denker (63. Schult), Miljic, Krüger - Kunert.
OSV: Prokoph – Glosch, F. P. Severin (68. Brunner), Schröder, Wölk – Janner, Klüver – Brauer, Haye, – Kaps (76. Kränzke), Junge.