19. September 2020 / 18:28 Uhr

Oldenburger SV gewinnt Ostholstein-Derby bei Eutin 08

Oldenburger SV gewinnt Ostholstein-Derby bei Eutin 08

Finn Hofmann
Lübecker Nachrichten
Lucas Irmler schoss die Oldenburger in Führung.
Lucas Irmler schoss die Oldenburger in Führung. © 54° / Garve
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Der Oldenburger SV gewann das Ostholstein-Derby zum Oberliga-Auftakt am Samstagnachmittag verdient mit 2:1. Für den Ex-Eutiner Moritz Achtenberg war das Derby schon nach sechs Minuten beendet.

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Vor 293 Zuschauern am Eutiner Waldeck erwischten die Gäste aus Oldenburg den besseren Start und letztlich auch den deutlich besseren Tag als die Eutiner Widersacher. Es war auch das Wiedersehen mit den alten Mitspielern dreier Ex-Eutiner, die in der vergangenen Saison allesamt noch für die Rosenstädter am Ball waren, nun jedoch im OSV-Trikot kicken: Während Robin Kelting, der über Preußen Reinfeld nach Oldenburg kam, zunächst auf der Bank Platz nahm, verteidigte Lion Glosch rechts und Moritz Achtenberg neben Marcel Schröder innen.

Doch schon nach sechs Minuten war das Spiel für Neu-Oldenburger Moritz Achtenberg vorbei. Der Innenverteidiger verletzte sich schon beim Aufwärmen, wollte es jedoch unbedingt versuchen. „Beim Torschuss flog mir irgendwas im Hüftbeuger raus. Ich wurde dann von Dr. Kaps mit Spritzen behandelt und hatte ein gutes Gefühl“, erzählt Achtenberg. Nach dem ersten langen Ball jedoch die Ernüchterung. „Ich habe direkt gemerkt, dass es nicht geht. Das ist ärgerlich, weil ich echt heiß war und richtig Bock auf das Derby hatte.“ Für ihm kam Robin Kelting in die Partie. „Das tat dem Spielfluss bei uns keinerlei Abbruch, es ging nahtlos weiter“, freute sich OSV-Coach Florian Albrecht.

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Nach ereignisarmen ersten 20 Minuten gelang Oldenburg die Führung durch Lucas Irmler, nachdem Eutins Spielmacher Leon Dippert den Ball in der Vorwärtsbewegung verlor (22.). In der Folge vergab Fatlind Zymberi die Riesenchance zum Ausgleich. Kevin Hermann brachte den Ball von links hinein – Zymberi scheiterte jedoch aus kürzester Distanz an OSV-Keeper Felix Prokoph. Stattdessen legte Oldenburg kurz vor der Pause nach. Auch beim zweiten Treffer der Gäste war der OSV wacher, überraschte Eutins Hintermannschaft mit einem schnell ausgeführten Einwurf, der beim bereitstehenden Torschützen Daniel Junge landete (43.). „Schade, dass wir den Auftakt so verschlafen haben. Oldenburg war wacher und präsenter. Das Ergebnis zur Pause war folgerichtig“, bemerkte 08-Coach Dennis Jaacks.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Eutin erneut eine große Chance, nachdem eine Hübner-Flanke abgefälscht nur an der Latte landete (46.). Erst kurz vor Schluss gelang Eutin endlich der Anschluss nach einem von Lahi getretenen Eckball, als Mittelstürmer Tim Röben-Müller zum 1:2 verkürzte (88.). In der Folge versuchte 08 nochmal alles, operierte mit langen Bällen in die Gefahrenzone. Die Albrecht-Elf brachte die drei Punkte letztlich jedoch verdient ins Ziel. „Der Sieg ist verdient, weil wir in den Zweikämpfen wesentlich griffiger waren. Aber mit unserem Aufbauspiel bin ich zum Teil nicht zufrieden. Zudem haben wir unsere Chancen nicht gut ausgespielt, hätten auch drei oder vier Tore machen können.“ Ein Sonderlob verdienten sich indes Pascale Janner, der Leon Dippert weitestgehend aus dem Spiel nahm, sowie Lion Glosch, der Kevin Hübner in Schach hielt. „Das waren jeweils klare Punktsiege für uns“, betonte „Ebbe“ Albrecht.

Dennis Jaacks beklagte das fehlende Spielglück seiner Mannen. „Das kann und muss man sich aber auch erarbeiten. Da haben wir nicht genug für getan. Und dann hat der Fußballgott es eben nicht gewollt. Ein Unentschieden wäre heute aber auch das höchste der Gefühle gewesen. Die Erkenntnis des Tages aber ist, dass wir mit Oldenburg mithalten können. Dafür müssen aber auch elf Eutiner bei einhundert Prozent sein. Das war heute bei drei, vier Spielern nicht der Fall.“

Schon am Mittwoch geht es für beide Teams weiter. Eutin 08 muss beim VfB Lübeck II ran. Der OSV empfängt Preußen Reineld (jeweils 19 Uhr).

Eutin: Wulf – Lahi, Fatlum Zymberi, Lepin, Hermann (78. Tagawa) – Bojarinow (73. Rosert), Dippert, Meins – Fatlind Zymberi (46. Rose), Müller, Hübner.

Oldenburg: Prokoph – Glosch, Achtenberg (6. Kelting, 69. Haye)), Schröder, Irmler – Janner, Wölk – Brauer (Görtz), Klüver, Kaps – Junge.