08. September 2020 / 17:18 Uhr

Oldenburger SV: Tolle Fair-Play-Aktion von Kevin Wölk

Oldenburger SV: Tolle Fair-Play-Aktion von Kevin Wölk

Volker A. Giering
Lübecker Nachrichten
Kevin Wölk sorgte mit einer beeindruckenden Fair-Play-Geste im Testspiel gegen den Eichholzer SV für Aufsehen
Kevin Wölk sorgte mit einer beeindruckenden Fair-Play-Geste im Testspiel gegen den Eichholzer SV für Aufsehen © Agentur 54°
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Im Testspiel zwischen dem Eichholzer SV und dem Oldenburger SV passte der OSV-Spieler einen gepfiffenen Handelfmeter zum ESV-Keeper zurück

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Kevin Wölk, Kapitän von Oberligist Oldenburger SV, ist als Aggressive Leader bekannt: Unverzichtbar für die eigene Mannschaft, vom Gegner gefürchtet und manchmal unbeliebt. Er läuft unermüdlich, geht keinem Zweikampf aus dem Weg, bewegt sich am Rande der Legalität und manchmal auch darüber hinaus.

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Der 35-jährige Ex-Drittliga-Profi kann aber auch anders, wie er jüngst im Testspiel der Ostholsteiner gegen den Eichholzer SV (5:1) mit einer beachtenswerten Fair-Play-Aktion bewiesen hat. Beim Stand von 3:0 entschied Schiedsrichter Marek Borkowski auf Strafstoß für die Gastgeber. Nachdem Torjäger Daniel Junge sich den Ball vorgelegt hatte, sprang dieser dem Eichholzer Maurice Bröker an die Hand. „Den Elfmeter kann man, muss man nicht geben. Die Regel ist immer sehr schwierig, was die Auslegung betrifft. Kevin hätte das nicht machen müssen“, sagte OSV-Coach Florian „Ebbe“ Albrecht.

OSV-Spieler Kevin Wölk mit toller Fair-Play-Geste im Testspiel

Der Routinier trat zwar vom Elfmeterpunkt an, spielte den Ball dann aber flach zum ESV-Torwart Marco Hentschel zurück. „Das war ein unberechtigter Elfmeter“, erzählt Wölk dem LN-Sportbuzzer, „von Eichholz gab es lautstarke Proteste. Ich fand mein Handeln angemessen. Da bin ich ehrlich und schlage unabhängig vom Ergebnis kein Kapital daraus. Selbst in einem Pflichtspiel würde ich so handeln, wenn ich das in dem Moment so sehe.“

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Maximilian Hamann kommt vor Ajoub Erraji an den Ball. ©

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Dass Wölk nicht richtig auf das Tor schießen wird, war vorher mit seinen Mitspielern abgestimmt. Auch die Lübecker Gäste konnten sehen, dass er ohne Anlauf angetreten war, und haben sich anschließend bei ihm für diese tolle Aktion bedankt. „Nachdem zuvor ein Handspiel eines Oldenburger Spieler vom Schiedsrichter nicht geahndet wurde, war das von Kevin Wölk eine faire Geste im Sinne des Fair-Plays. Generell war das ein fairer Test“, fand der Eichholzer Defensivspieler Martin Rehberg.