25. September 2020 / 18:53 Uhr

Oliver Bierhoff räumt Fehler in Außendarstellung der DFB-Elf ein: "Messlatte extrem hoch"

Oliver Bierhoff räumt Fehler in Außendarstellung der DFB-Elf ein: "Messlatte extrem hoch"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
DFB-Direktor Oliver Bierhoff räumt Fehler ein.
DFB-Direktor Oliver Bierhoff räumt Fehler ein. © imago images/Martin Hoffmann
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Der Flug der der deutschen Nationalmannschaft von Stuttgart nach Basel sorgte Anfang des Monats für Kritik bei den Fans. DFB-Direktor Oliver Bierhoff räumt nun Fehler in der Außendarstellung des DFB-Teams ein.

Oliver Bierhoff hat Fehler in der Außendarstellung der Nationalmannschaft eingeräumt, die jungen Spieler aber gegen Kritik verteidigt. "Das kommt sicherlich noch hinzu und aus jedem Fehler lernen wir dazu. Wir wissen aber auch, dass gerade bei der Nationalmannschaft die Messlatte extrem hoch gelegt wird. Das ist gerade den jungen Spielern gegenüber aus meiner Sicht hier und da ein bisschen ungerecht", sagte der DFB-Direktor in einem Interview von ran.de.

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Zuletzt war der DFB für die Anreise zum Länderspiel in der Schweiz per kurzem Charterflug von Stuttgart nach Basel in die Kritik geraten. "Und wir müssen auch akzeptieren, dass die Maßstäbe bei uns nochmals andere sind als bei einer Vereinsmannschaft. Umso mehr heißt es für uns, aufzupassen und Entscheidungen genau abzuwägen", mahnte der 52-Jährige. Zuvor hatte bereits DFB-Präsident Fritz Keller die Reise kritisiert: "Für alle Reiseziele, die ich in drei oder vier Stunden erreichen kann, nehme ich die Bahn", sagte Keller in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. "Deswegen habe ich mich geärgert, dass die Nationalmannschaft für die Strecke von Stuttgart nach Basel ins Flugzeug gestiegen ist."

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Den Vorwurf, in der heutigen Generation fehle es an Charakterköpfen, wollte Bierhoff nicht stehen lassen. "Wir haben diese Diskussion zu den angeblich fehlenden Typen ja immer wieder – ich finde aber, dass wir bereits einige solcher jungen Typen bzw. Persönlichkeiten haben – wie einen Joshua Kimmich, Leon Goretzka, Julian Brandt, Leroy Sane oder Serge Gnabry. Sie bringen das anders rüber, als das noch vor zehn, 20 Jahren der Fall war. Es herrscht eine andere Leadership- und Führungskultur", sagte Bierhoff.