20. September 2022 / 22:55 Uhr

Zwei Monate vor der WM: Oliver Bierhoff erklärt, was dem DFB-Team noch zur Weltspitze fehlt

Zwei Monate vor der WM: Oliver Bierhoff erklärt, was dem DFB-Team noch zur Weltspitze fehlt

Heiko Ostendorp und Tobias Manzke
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Engagiert: DFB-Direktor Oliver Bierhoff.
Engagiert: DFB-Direktor Oliver Bierhoff. © IMAGO/Jan Huebner
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Die deutsche Nationalmannschaft will sich in beiden Nations-League-Spielen gegen Ungarn und in England das nötige Selbstvertrauen für die Wüsten-WM in Katar holen. DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat vor dem Start in zwei Monaten noch einige Schwachpunkte in der Mannschaft ausgemacht. 

Es wird ernst für das DFB-Team: Die Nations-League-Partien der deutschen Nationalmannschaft am Freitag (20.45 Uhr, ZDF) in Leipzig gegen Ungarn und drei Tage später in London gegen England sind für DFB-Direktor Oliver Bierhoff ein "Gradmesser". Der erste Platz in der Gruppe und die damit verbundene Qualifikation für das Final-Four-Turnier im Sommer 2023 wären aus seiner Sicht "ein Statement" kurz vor dem Katar-Turnier.

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Unter Bundestrainer Hansi Flick ist die Nationalmannschaft nach 13 Begegnungen noch ungeschlagen, nach vier Unentschieden gab es im letzten Nations-League-Spiel gegen Europameister Italien einen deutlichen 5:2-Sieg. In den Spielen gegen Ungarn und England soll sich das Team weiter Selbstvertrauen für die Wüsten-WM in Katar holen. "Ich glaube, wenn eine deutsche Nationalmannschaft in ein Turnier geht, muss sie daran glauben, es zu gewinnen", sagte Bierhoff am Dienstag. "Wir haben die Qualität bei unseren Spielern, die regelmäßig Champions League spielen bei absoluten Top-Vereinen."

Allerdings haben die vier Remis in Serie vor dem Sieg über Italien auch gezeigt, was dem deutschen Team noch fehlt. "Für mich persönlich ist es, wenn ich das Gesamte betrachte, dass wir noch abgeklärter sein müssen in Spielen, die wir dominieren. Den Gegner dürfen wir nicht mehr rankommen lassen", sagte Bierhoff. Im Hinspiel gegen England (1:1) zum Beispiel kassierte die DFB-Elf trotz klarer Überlegenheit noch kurz vor Schluss den Ausgleich.

"In diesen Momenten merkt man ein bisschen Anfälligkeit. Diese Selbstverständlichkeit und Dominanz, wenn wir da noch dran arbeiten, dann ist das für so ein Turnier sehr wichtig", erklärte Bierhoff. Insgesamt sieht der 54-Jährige die Mannschaft nach einem Jahr unter Hansi Flick auf "einem guten Weg", der mit der Rückkehr an die Weltspitze enden soll. "Was wir uns wünschen, ist klar, am 18. Dezember im Finale zu stehen."

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