25. Januar 2022 / 15:26 Uhr

Corona-Beschlüsse: Frankfurt-Trainer Glasner pflichtet BVB-Boss Watzke bei - "Würde ich so unterschreiben"

Corona-Beschlüsse: Frankfurt-Trainer Glasner pflichtet BVB-Boss Watzke bei - "Würde ich so unterschreiben"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Frankfurt-Trainer Oliver Glasner hat die Corona-Beschlüsse kritisiert.
Frankfurt-Trainer Oliver Glasner hat die Corona-Beschlüsse kritisiert. © IMAGO/kolbert-press/Revierfoto (Montage)
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Nach der Kritik von Hans-Joachim Watzke an den neuesten Corona-Beschlüssen hat nun auch Frankfurt-Coach Oliver Glasner die "völlig absurden Regeln" kritisiert. Zudem erklärte er im "Sky"-Interview, dass er die Aussagen des BVB-Bosses "so unterschreiben würde".

Eintracht Frankfurts Trainer Oliver Glasner hat den Vorstoß von BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke gutgeheißen. Dabei betonte der SGE-Coach, er würde "alles, was Aki Watzke gesagt hat, so unterschreiben". Watzke hatte zuvor den Verzicht von Bund und Ländern auf eine weitere Öffnung der Fußball-Stadien für Zuschauer mit deutlichen Worten kritisiert und erwägt sogar juristische Schritte. "Wir werden uns die Beschlüsse des Landes NRW genau anschauen und prüfen, ob wir sie im Eilverfahren kontrollieren lassen", sagte er am Montag der Deutschen Presse-Agentur.

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Glasner beklagte sich zudem erneut über "völlig absurde Regeln" bei den Zuschauern im Profifußball. "Ich verstehe es schon lange nicht mehr. Beispiel: 13 700 waren in Magdeburg erlaubt. Theoretisch hätten 13 700 Eintracht Fans, die hier nicht ins Stadion dürfen, mit dem Zug nach Magdeburg fahren können, um dort das Stadion zu füllen. Das sagt alles", sagte der 47 Jahre alte Österreicher in einem Sky-Interview.

Glasner spielte damit auf das jüngste Drittliga-Spiel des 1. FC Magdeburg gegen den TSV Havelse an. Die Eintracht durfte zuletzt in der Bundesliga gegen Arminia Bielefeld (0:2) coronabedingt nur 1000 Fans zulassen. "Der Fußball muss aufgrund der öffentlichen Aufmerksamkeit und Strahlkraft als Buhmann herhalten, obwohl ich glaube, es ist nachgewiesen, dass im Stadion de facto keine Ansteckungen stattfinden", kritisierte Glasner.

Dabei sei der Fußball nie bevorzugt worden. "Es war die erste Branche, die überlegt hat, wie wir den Spielbetrieb aufrechterhalten können. Also wie wir unserem Geschäftsmodell nachgehen können. Erst später sind Gastronomie und Hotelerie nachgezogen, in den Schulen vermisse ich das bis heute", erklärte er. Der Profifußball habe eine Vorreiterrolle für viele Branchen. Mit Blick auf die Zustände in der Premier League und der NFL hatte Glasner zuletzt bereits die geringen Zuschauer-Zahlen in der Bundesliga beklagt. "Ich schaue immer wieder Premier League, habe mir auch die Wild-Card-Games im Football angesehen: 93.000 Zuschauer in Dallas, wo das Stadion geschlossen ist, keine Masken. Da frage ich mich, warum es dort geht und hier nicht", erklärte der verwunderte Glasner gegenüber der Bild.

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