07. Januar 2020 / 12:41 Uhr

Transfers, Titel, Talente: Oliver Kahn erklärt seine Strategie beim FC Bayern

Transfers, Titel, Talente: Oliver Kahn erklärt seine Strategie beim FC Bayern

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Oliver Kahn bei seiner offiziellen Vorstellung als Vorstand des FC Bayern
Oliver Kahn bei seiner offiziellen Vorstellung als Vorstand des FC Bayern © imago images/Sven Simon
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Mit selbstbewussten Zielen und einer spürbaren Portion Respekt vor der neuen Aufgabe hat sich Oliver Kahn erstmals als Vorstand des FC Bayern in der Öffentlichkeit präsentiert. Dabei ging es auch um Transfers, Titel und Talente.

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Souverän, äußerlich gelassen, aber auch mit Emotionalität hat sich Oliver Kahn bei seinem ersten öffentlichen Auftritt als neuer Vorstand des FC Bayern präsentiert. In Abwesenheit des erkrankten Karl-Heinz Rummenigge wählte der einstige "Titan" seine Worte bei seiner Vorstellung in der Allianz Arena sorgfältig und bedacht. Kahn deutete aber mehrfach an, dass er seine Aufgabe mit einer klaren Philosophie und Strategie angehen wird. Flankiert von Präsident Herbert Hainer wiederholte Kahn bei verschiedenen Themenbereichen, was ihm in seiner Funktion besonders wichtig ist: Teamfähigkeit, Ehrgeiz und volle Identifikation mit dem Verein, für den er in seiner aktiven Zeit zwischen 1994 und 2008 im Tor stand.

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"Die DNA des FC Bayern steckt so tief in einem drin, dass man diesen Verein nie so ganz verlassen kann", meinte Kahn. Es sei eine "ganz besondere Herausforderung, die Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben." Für ihn beginne "mit dem heutigen Tag 100 Prozent FC Bayern München", eine "Herzensangelegenheit". Anschließend führte Kahn aus, was dies für ihn bedeute. Der 50-Jährige, der in den kommenden Monaten eingearbeitet werden und den Vorstandsvorsitz am 1. Januar 2022 von Rummenigge übernehmen soll, unterstrich aber auch, dass er sich zunächst einen Einblick in viele Bereiche des Klubs verschaffen wolle. Ein besonders zentraler Baustein ist für ihn bei der Zukunft des FC Bayern die Nachwuchsförderung.

Oliver Kahn setzt beim FC Bayern auf Talente

"Eines der wichtigsten Themen beim FC Bayern München ist natürlich der Nachwuchsbereich. Auch hier haben wir uns zum Ziel gesetzt, absolute Spitze zu werden", sagte Kahn. Es müsse wieder gelingen, "viele junge Spieler an die Profi-Mannschaft heranzuführen" und "Identifikationsfiguren" für die Fans zu schaffen. Das letzte Eigengewächs, das sich dauerhaft in der ersten Mannschaft der Bayern festspielte, war David Alaba. Der Österreicher debütierte im März 2010 in der Bundesliga. Zum Ende der Hinrunde machte zuletzt immerhin der erst 18-jährige Joshua Zirkzee auf sich aufmerksam.

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Zu Fragen nach Transfers oder der Besetzung des Trainerpostens, der mindestens bis zum Saisonende von Hansi Flick ausgefüllt wird, vermied Kahn hingegen konkrete Antworten. Dennoch gab es einige Erkenntnisse: Bei Spielerverpflichtungen werde er sich definitiv einbringen, sagte Kahn. Zugleich betonte er aber auch: "Der sportliche Bereich liegt bei Hasan Salihamidzic." Er wolle aber mit seiner Erfahrung und seinem Wissen unterstützen. Ohnehin betrachte er Entscheidungen bei Transfers "teamorientiert". Es gebe beim FC Bayern "sehr viel Wissen". Dieses gelte es "zusammenzubringen, um Entscheidungen in Kaderfragen zu treffen." Er werde seine Rolle generell mit Gelassenheit ausfüllen und "nicht durch den Meeting-Raum grätschen".

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Kahn wies derweil immer wieder darauf hin, dass sportliche Aspekte für den Verein zwar von zentraler Bedeutung seien, er aber "das große Ganze im Blick haben" müsse. Schließlich sei es das Ziel des Klubs "überall Spitze und die Nummer eins" sein zu wollen. Voraussetzung dafür: "Nur was sich weiterentwickelt und verändert, bleibt lebendig." Dabei sollen auch künftig reichlich Titel für den Klub herausspringen. Für die laufende Saison blickt Kahn dabei nicht nur auf die deutsche Meisterschaft - sondern auch auf die Champions League. Schließlich habe die Mannschaft eine "überragende" Gruppenphase hingelegt.

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