12. Juni 2019 / 17:33 Uhr

Oliver Kahn erklärt sein Engagement beim FC Bayern - und warnt den HSV

Oliver Kahn erklärt sein Engagement beim FC Bayern - und warnt den HSV

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Oliver Kahn hat sich über sein bevorstehendes Engagement beim FC Bayern München geäußert und den HSV gewarnt.
Oliver Kahn hat sich über sein bevorstehendes Engagement beim FC Bayern München geäußert und den HSV gewarnt. © imago images / DeFodi
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Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn hat sich zu seinen Beweggründen für die kurz bevorstehende Rückkehr zum FC Bayern sowie dem Stand der Verhandlungen geäußert. Zudem spricht er über den Niedergang des HSV.

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Oliver Kahn sieht seine persönliche Verbundenheit mit dem FC Bayern München als ein zentrales Motiv für den geplanten Einstieg in den Vorstand. „Man darf nicht vergessen, der FC Bayern ist ein ganz, ganz großer Teil meines Lebens gewesen. Über den FC Bayern bin ich dann auch in die Nationalmannschaft gekommen. Ich denke mal, da spürt man auch eine gewisse Verpflichtung und später auch eine gewisse Dankbarkeit, dass man Teil eines solchen Vereins sein darf“, sagte der ehemalige Nationaltorhüter am Mittwoch bei der „Spielmacherkonferenz“ in Hamburg.

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Es sei immer auch eine Frage des Zeitpunkts, und wenn alles zusammenpasse, „dann ist es doch auch ganz logisch, dass ich mich mit einem solchen Thema auseinandersetze“, meinte Kahn, der von 1994 bis 2008 in München spielte. Der Ex-Profi, der am Samstag seinen 50. Geburtstag feiert, soll zum 1. Januar 2020 eine Probezeit beim deutschen Rekordmeister antreten und mittelfristig Karl-Heinz Rummenigge ablösen, dessen Vertrag als Vorstandsvorsitzender Ende 2021 ausläuft. In den Gesprächen seien sehr weit, meinte Kahn.

Die deutsche Nationalmannschaft sieht er auf einem guten Weg. „Insgesamt glaube ich, dass wir sehr, sehr viele vielversprechende Spieler bei uns haben“, sagte er. „Wir haben viele Talente, die viel Hoffnung machen.“ Die jüngsten Gegner seien jedoch nicht der richtige Maßstab gewesen. „Ob diese Truppe tatsächlich titelreif, titelfähig ist, so was sieht man letztendlich immer nur beim Turnier.“

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Die Verantwortlichen um Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff wüssten um die Zielsetzung. „Es geht darum, den deutschen Fußball wieder dorthin zurückzubringen, nämlich an die absolute Weltspitze.“ Das sei ein langer Gang. „Das ist nicht so einfach: 2014 Weltmeister. So eine Mannschaft produziert man nicht andauernd. Das sind immer Höhen und Tiefen und Wellentäler, durch die jede Nation irgendwann mal geht.“

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In der Heimatstadt des Hamburger SV äußerte sich Kahn zudem zum Niedergang des norddeutschen Traditionsklubs und riet dem sechsmaligen Deutschen Meister sich auf Gegenwart und Zukunft zu konzentrieren und nicht an die erfolgreiche Vergangenheit zu klammern. Man mache häufig den Fehler, „die große Tradition, die der Verein hat“ zu sehen. „Das ist aber ewig vorbei. Die Realität heute ist eine ganz andere“, sagte Kahn: „Wichtig ist, die Zeichen der Zeit nicht zu verkennen.“

Der HSV war 2018 aus der Bundesliga abgestiegen und hat in diesem Jahr die Rückkehr ins Oberhaus verpasst. Die letzten Erfolge liegen mehr als 32 Jahre zurück. 1987 holten die Hamburger den DFB-Pokal, 1983 waren sie letztmals deutscher Meister und gewannen der Europapokal der Landesmeister.

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