31. Mai 2020 / 22:34 Uhr

Kahn lobt Protest von Thuram und Sancho nach Tod von George Floyd: "Spieler sollten mündig sein"

Kahn lobt Protest von Thuram und Sancho nach Tod von George Floyd: "Spieler sollten mündig sein"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach dem Protest von Marcus Thuram und Jadon Sancho wegen des gewaltsamen Todesfalls von George Floyd in den USA hat Oliver Kahn sich für mündige Spieler ausgesprochen.
Nach dem Protest von Marcus Thuram und Jadon Sancho wegen des gewaltsamen Todesfalls von George Floyd in den USA hat Oliver Kahn sich für mündige Spieler ausgesprochen. © Getty/Montage
Anzeige

Der Tod von George Floyd unter Polizeigewalt im US-Bundesstaat Minnesota schockiert die Welt - und hat am Wochenende auch die Bundesliga erreicht. Mehrere Spieler, darunter Gladbachs Marcus Thuram und BVB-Star Jadon Sancho, erinnerten mit Aktionen an Floyd. Bayern-Vorstand Oliver Kahn wünscht sich mehr gesellschaftliches Engagement von Spielern.

Anzeige
Anzeige

Oliver Kahn hat sich nach den Solidaritätsbekundungen und Protestaktionen von mehreren Bundesliga-Profis als Reaktion auf den gewaltsamen Tod von George Floyd für mündige Spieler ausgesprochen und gesellschaftliches Engagement gelobt. "Ich würde mir wünschen, dass die Spieler mehr solche Verantwortung übernehmen. Denn wir alle wissen, was für eine Wirkung sie haben", sagte der Vorstand des FC Bayern München bei Sky90.

Mehr vom SPORTBUZZER

Am Samstag hatte Schalke-Profi Weston McKennie mit einer Armbinde seine Solidarität mit dem am Montag in Minneapolis (USA) in Polizeigewalt zu Tode gekommenen Floyd gezeigt, am Sonntag protestierten auch der Gladbacher Marcus Thuram (mit einem Kniefall, der an die Proteste von Ex-NFL-Profi Colin Kaepernick gegen die Diskriminierung von Schwarzen in den USA erinnerte) sowie die BVB-Profis Jadon Sancho und Achraf Hakimi. Der gewaltsame Tod Floyds hatte vor allem in den USA massive Proteste ausgelöst, die bis heute andauern.

Kahn-Wunsch: Spieler sollen sich gesellschaftlich engagieren

Zwar sei das Trikotausziehen im Falle von Sancho "nicht erlaubt" gewesen, sagte Kahn: "Trotzdem denke ich, die Spieler sollten mündig sein und ihre Meinungen zu gesellschaftlichen Themen kundtun." Insbesondere in der Corona-Krise seien auch spielerseits "sehr, sehr wichtige Signale" gesetzt worden - als Beispiel führte der frühere Nationalkeeper auch die von den Nationalspielern Leon Goretzka und Joshua Kimmich gegründete Initiative "WeKickCorona" an, durch die mehrere Millionen Euro an Hilfsgeldern eingesammelt wurden.

Oliver Kahn: Die Karriere des "Titans" in Bildern

Der <b>SPORT</b>BUZZER blickt auf die bewegte Karriere von Torwart-Legende Oliver Kahn zurück. Zur Galerie
Der SPORTBUZZER blickt auf die bewegte Karriere von Torwart-Legende Oliver Kahn zurück. ©

Der FC Bayern hatte im März eine eigene Kampagne namens "Rot gegen Rassismus" an den Start gebracht, an der sich auch Kahn beteiligte. Man wolle "Haltung gegen Hass, Hetze und jede Art von Gewalt zeigen. Rassismus ist mit die schlimmste Form der Diskriminierung und hat in unserer Welt keinen Platz", erklärte Klubpräsident Herbert Hainer.