24. März 2020 / 15:17 Uhr

Erklärung, Zeitplan, Name: IOC bezieht Stellung zur Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio

Erklärung, Zeitplan, Name: IOC bezieht Stellung zur Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Im Olympiastadion von Tokio finden vorerst keine Wettbewerbe statt. IOC-Präsident Thomas Bach erklärte am Dienstag, wie es stattdessen weitergeht.
Im Olympiastadion von Tokio finden vorerst keine Wettbewerbe statt. IOC-Präsident Thomas Bach erklärte am Dienstag, wie es stattdessen weitergeht. © Getty
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Nach großem öffentlichen Druck sind die Olympischen Spiele in Tokio verschoben worden. Das IOC um Präsident Thomas Bach veröffentlicht eine Klärung zu den weiteren Plänen und Details.

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Das Internationale Olympische Komitee hat in einer offiziellen Erklärung Stellung zu der Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in Tokio bezogen. Zuvor hatten sich der japanische Ministerpräsident Abe Shinzo und IOC-Boss Thomas Bach in einer Telefonkonferenz darauf geeinigt, die Veranstaltung aufgrund der Corona-Pamdemie nicht wie geplant vom 24. Juli bis zum 9. August durchzuführen, sondern zu verlegen.

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Man habe sich darauf verständigt, dass die "Olympischen Spiele von Tokio in diesen schwierigen Zeiten ein Leuchtfeuer der Hoffnung" sein könnten, hieß es in einem gemeinsamen Statement des IOC und des japanischen Organistaions-Komitees. Das Olympische Feuer könne für die Welt "das Licht am Ende des Tunnels sein". Daher werde die Flamme auch in Japan bleiben. Zudem habe man sich darauf geeinigt, dass man trotz der Verlegung des weltweit großten Sportevents in das kommende Jahr an dem Namen "Olympische Spiele 2020 in Tokio" festhalten werde. Gleiches gelte für die Paralympischen Spiele.

IOC lässt konkreten Olympia-Termin offen

Wann genau die Verantaltungen nun abgehalten werden, blieb hingegen offen. In der veröffentlichten Erklärung hieß es lediglich, dass dies "nicht später als im Sommer 2021" erfolgen werde. In einer Telefonferenz am Dienstag sagte Bach: "Den Zeitrahmen haben wir noch nicht diskutiert. Das werden die Koordinierungskommission und das Organisationskomitee machen." Zudem erklärte der IOC-Präsident: "Es geht um den Schutz des menschlichen Lebens. Finanzen hatten jetzt keine Priorität." Durch die Verlegung könnten auf das IOC und Gastgeber Japan zusätzliche Kosten in Milliardenhöhe zukommen.

Er hoffe, dass Olympia im nächsten Jahr "ein Fest der Menschlichkeit und eines Überstehen der Pandemie sein" könne, sagte der 66-jährige Bach. Die Terminierung der Spiele dürfte sich allerdings als herausfordernd erweisen. Schließlich wurde auch die für diesen Sommer angesetzte Fußball-Europameisterschaft bereits auf das kommende Jahr verlegt. Zudem müssen zahlreichen Veranstaltungskalender der einzelnen olympischen Disziplinen angepasst werden. Und dies allesvor dem Hintergrund, dass der Zeitpunkt der Aufnahme eines regulären Sportbetriebs derzeit nicht absehbar ist.

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Das IOC hatt bereits am vergangenen Sonntag auf diese und zahlreiche andere Probleme verwiesen. Bach & Co. sahen sich daher weiterhin nicht entschlossen, eine Verschiebung der Sommerspiele einzuleiten und setzten weiter auf den Faktor Zeit. So hieß es, dass eine Entscheidung bis zu vier weitere Wochen auf sich warten lasse könnte. Der zunehmende öffentliche Druck und die weiterhin weltweit kritische Situation mit Blick auf die Corona-Krise beschleunigten nun aber offenbar die Entschlussfindung. Zumal zahlreiche Athelten ihre Teilnahme an dem Event in diesem Sommer ausgeschlossen hatten.

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