23. März 2020 / 15:35 Uhr

DOSB-Chef Hörmann kritisiert IOC wegen Olympia-Hängepartie deutlich – und fordert Absage

DOSB-Chef Hörmann kritisiert IOC wegen Olympia-Hängepartie deutlich – und fordert Absage

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Olympische Spiele 2020 IOC und Japans Premier sprechen erstmals von Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in Tokyo 2020. Archivfoto: Dr. Thomas BACH,IOC Praesident ,Einzelbild,angeschnittenes Einzelmotiv,Portraet,Portrait,Portr t vor Olympischen Ringen. ,IOC Pressekonferenz am 04.08.2016, Olympische Sommerspiele 2016, vom 05.08. - 21.08.2016 in Rio de Janeiro/ Brasilien.  *** Olympic Games 2020 IOC and Japanese Prime Minister speak for the first time about the postponement of the Olympic Summer Games in Tokyo 2020 Archive Photo Dr Thomas BACH,IOC President ,single picture,cut single motif,portrait,portrait,portrait t before Olympic Wrestling ,IOC Press Conference on 04 08 2016, Olympic Summer Games 2016, from 05 08 21 08 2016 in Rio de Janeiro Brazil
Olympische Spiele 2020 IOC und Japans Premier sprechen erstmals von Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in Tokyo 2020. Archivfoto: Dr. Thomas BACH,IOC Praesident ,Einzelbild,angeschnittenes Einzelmotiv,Portraet,Portrait,Portr t vor Olympischen Ringen. ,IOC Pressekonferenz am 04.08.2016, Olympische Sommerspiele 2016, vom 05.08. - 21.08.2016 in Rio de Janeiro/ Brasilien. *** Olympic Games 2020 IOC and Japanese Prime Minister speak for the first time about the postponement of the Olympic Summer Games in Tokyo 2020 Archive Photo Dr Thomas BACH,IOC President ,single picture,cut single motif,portrait,portrait,portrait t before Olympic Wrestling ,IOC Press Conference on 04 08 2016, Olympic Summer Games 2016, from 05 08 21 08 2016 in Rio de Janeiro Brazil © imago images/Sven Simon
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Der DOSB-Präsident Alfons Hörmann schließt sich den Forderungen nach einer Verlegung der Olympischen Spiele an - und übt Kritik am Krisenmanagement des IOC und seines Vorgängers Thomas Bach.

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DOSB-Präsident Alfons Hörmann hatte eine eindeutigere Position vom IOC in der Debatte um eine Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio erwartet. Die Prüfung der Verlegung durch das Internationale Olympische Komitee sei ein "richtiger und in Anbetracht der aktuellen gesundheitlichen Weltlage längst fälliger Schritt" gewesen, sagte er am Montag der dpa. "Allerdings hätten wir uns jetzt eine klare Aussage dahingehend gewünscht, dass die Spiele definitiv nicht zum geplanten Termin stattfinden können und nun über denkbare Alternativen beraten wird."

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Denn die Athleten befänden sich in einer extrem schwierigen Situation, hätten kaum Trainingsmöglichkeiten und große Unklarheit bei der Olympia-Qualifikation. "Auch gegenüber der Öffentlichkeit wäre es ein enorm wertvolles Signal gewesen, den bisherigen Termin aufgrund der aktuellen Lage in der Welt abzusagen", erklärte Hörmann.

Hörmann: In Krisenzeiten zählt "klare Kommunikation und entschiedenes Handeln"

"Doch diese wird gerade in Krisenzeiten nur über eine klare Kommunikation und entschiedenes Handeln für alle nachvollziehbar", betonte Hörmann. "Die öffentliche Wahrnehmung des IOC und des gesamten Sports wird nun ganz entscheidend davon geprägt, wie in den nächsten vier Wochen die weiteren Schritte offen kommuniziert und konsequent umgesetzt werden."

Das IOC hatte eine Vier-Wochen-Frist bis zu einer endgültigen Entscheidung über einen Termin der bisher noch vom 24. Juli bis 9. August vorgesehenen Tokio-Spiele verkündet. In dieser Zeit sollen Szenarien einer Olympia-Austragung beraten werden. Ein Festhalten am geplanten Zeitpunkt wurde nicht ausdrücklich ausgeschlossen; eine Absage komme laut IOC nicht in Frage.

Da nach den Prognosen der Experten wegen der Coronavirus-Pandemie auch ein Termin im Herbst keine sichere Alternative darstellen würde, "präferieren wir eine Verlegung mindestens ins nächste Jahr", sagte Hörmann. Bei der Suche nach einer Lösung erwartet der DOSB die Beteiligung der Spitzensportorganisationen der Länder. "Das IOC ist gut beraten, für solch zentrale Fragestellungen die Fachverbände und die Nationalen Olympischen Komitees in die Entscheidungsfindung einzubeziehen", sagte Hörmann.