05. Juli 2021 / 10:09 Uhr

Olympia-Aufgebot offiziell: Kuntz baut auf Amiri und Kruse – und setzt freiwillig auf Mini-Kader

Olympia-Aufgebot offiziell: Kuntz baut auf Amiri und Kruse – und setzt freiwillig auf Mini-Kader

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Stefan Kuntz hat seinen Olympia-Kader bekannt gegeben.
Stefan Kuntz hat seinen Olympia-Kader bekannt gegeben. © IMAGO/MB Media Solutions/Picture Point LE/HMB-Media (Montage)
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Der Kader der deutschen Nationalmannschaft bei den Olympischen Spielen in Tokio steht. Das gab der DFB am Montag bekannt. Der zuständige Trainer Stefan Kuntz setzt dabei unter anderem auf sieben aktuelle U21-Europameister. Ebenso zählen Nadiem Amiri und Max Kruse zum Aufgebot.

Drei erfahrene Spieler und sieben aktuelle U21-Europameister: Am Montag hat der DFB den deutschen Kader für das Fußball-Turnier der Olympischen Spiele in Tokio bekannt gegeben. Wie erwartet nominiert der zuständige U21-Bundestrainer Stefan Kuntz die Ex-Nationalspieler Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg) und Max Kruse (1. FC Union Berlin). Als dritter Spieler, der im U23-Kader vor dem 1. Januar 1997 geboren wurde, wird Nadiem Amiri von Bayer Leverkusen eingeplant, der genau wie Arnold vor vier Jahren unter Kuntz Europameister wurde.

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Mit Niklas Dorsch (KAA Gent),  Ismail Jakobs (1. FC Köln), Arne Maier (Hertha BSC), Amos Pieper (Arminia Bielefeld), David Raum (TSG Hoffenheim), Anton Stach (SpVgg Greuther Fürth) und Josha Vagnoman (Hamburger SV) gehören zudem sieben Akteure zum Tokio-Kader, die vor einem Monat in Ljubljana den EM-Titelgewinn wiederholen konnten. Das Team wird von den Spielern komplettiert, die bei der U21-EM vor zwei Jahren die Olympia-Qualifikation fixiert hatten. Das DFB-Team reist bereits am 13. Juli nach Tokio, in Wakayama City wird das deutsche Olympia-Team ein Trainingslager beziehen und am 17. Juli ein Testspiel gegen Honduras bestreiten.

Kuntz besetzt nur 19 von 22 Kader-Plätzen - Stindl sagt ab

Kuntz hätte für die Spiele in Japan insgesamt 22 Spieler nominieren können, beschränkte sich jedoch auf 19; spielberechtigt sind Akteure der Jahrgänge 1997 und jünger sowie drei ältere Akteure. Eine Abstellungspflicht für die Vereine gibt es nicht, die teilnehmenden Spieler werden einen Großteil der Saisonvorbereitung bei ihren Klubs verpassen. Gladbachs Lars Stindl sagte deshalb ab. "Ich habe mich im Austausch mit Max Eberl und dem Verein dazu entschieden, dass ich unter den gegebenen Umständen und mit Blick auf die Runde meine Vorbereitung komplett bei Borussia mache", sagte der 32-Jährige.

Der Kampf um die Medaillen beginnt für Deutschlands Olympia-Fußballer mit der Wiederauflage der Final-Paarung der Spiele von Rio 2016 (Brasilien siegte mit 5:4 n.E.). Fünf Jahre nach dem verlorenen Endspiel im Maracana-Stadion trifft Deutschland am 22. Juli (13.30 Uhr) gleich zum Auftakt der Vorrunde des olympischen Turniers in Tokio auf Brasilien. Saudi-Arabien (25.7., 13.30 Uhr) und die Elfenbeinküste (28.7., 10 Uhr) sind die weiteren Gruppengegner. Das Finale findet am 7. August in Yokohama statt.

Der deutsche Olympia-Kader im Überblick:

Tor: Svend Brodersen (Yokohama FC), Florian Müller (VfB Stuttgart), Luca Plogmann (Werder Bremen)

Abwehr: Benjamin Henrichs (RB Leipzig), Amos Pieper (Arminia Bielefeld), David Raum (TSG Hoffenheim), Jordan Torunarigha (Hertha BSC), Felix Uduokhai (FC Augsburg), Josha Vagnoman (Hamburger SV)


Mittelfeld/Angriff: Nadiem Amiri (Bayer Leverkusen), Maximilian Arnold (VfL Wolfsburg), Niklas Dorsch (KAA Gent), Ismail Jakobs (1. FC Köln), Max Kruse (Union Berlin), Eduard Löwen (VfL Bochum), Arne Maier (Hertha BSC), Marco Richter (FC Augsburg), Anton Stach (SpVgg Greuther Fürth), Cedric Teuchert (Union Berlin)