28. Juli 2021 / 16:53 Uhr

Olympia-Aus für Wolfsburgs Arnold und Co.: "Die Enttäuschung ist riesengroß"

Olympia-Aus für Wolfsburgs Arnold und Co.: "Die Enttäuschung ist riesengroß"

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Das ist bitter: VfL-Profi Maximilian Arnold und Co. müssen nach dem 1:1 gegen die Elfenbeinküste früh die Heimreise antreten.
Das ist bitter: VfL-Profi Maximilian Arnold und Co. müssen nach dem 1:1 gegen die Elfenbeinküste früh die Heimreise antreten. © Imago Images/DPA
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Für Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg und Co. ist der Traum von einer Olympia-Medaille geplatzt. Ein 1:1 gegen die Elfenbeinküste reichte nicht fürs Weiterkommen. Nun stößt der Mittelfeldspieler bald wieder zum Fußball-Bundesligisten.

Der Traum von einer Olympia-Medaille ist geplatzt: Durch ein bitteres 1:1 im letzten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste ist die DFB-Elf um Kapitän und VfL-Profi Maximilian Arnold in der Vorrunde gescheitert. Als Gruppendritter musste die Mannschaft von Trainer Stefan Kuntz die Heimreise antreten. "Die Enttäuschung ist riesengroß", sagte der Mittelfeldspieler des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten nach der Partie.

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2:4 gegen Brasilien, 3:2 gegen Saudi-Arabien und nun das magere 1:1 gegen die Elfenbeinküste. Vier Punkte aus drei Spielen reichten dem DFB-Team nicht zum Weiterkommen. Zum Abschluss der Gruppenphase hatte es lange 0:0 gestanden, ehe ein Eigentor von Benjamin Henrichs (RB Leipzig) die Deutschen ins Hintertreffen brachte. Der Ausgleich durch Eduard Löwen (ausgeliehen von Hertha BSC an den ersten VfL-Gegner der neuen Saison, VfL Bochum) kam zu spät. Der zum Weiterkommen notwendige Siegtreffer wollte nicht mehr fallen. "Es ist schon sehr bitter. Gerade, wenn man sieht, was wir für Chancen wir in der ersten Halbzeit hatten. Wir hätten ein Tor machen müssen und bekommen dann selbst so ein Eier-Tor nach einem Einwurf", ärgerte sich Wolfsburgs Arnold.

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Für das VfL-Eigengewächs lief das Turnier ohnehin nicht so, wie er es sich vorgestellt hatte. Gegen Brasilien war der Abräumer mit Gelb-Rot vom Platz geflogen, musste anschließend gegen Saudi-Arabien zuschauen und blieb auch gegen die Elfenbeinküste unauffällig, wurde in der Halbzeit ausgewechselt. Und jetzt geht's für ihn und seine Mannschaft frühzeitig gen Heimat. "So richtig waren wir nie im Turnier drin. Wir fahren natürlich mit einem weinenden Auge nach Hause", so Wolfsburgs Nummer 27, der schon die Olympischen Spiele 2016 in Rio aufgrund einer Blinddarm-OP verpasst hatte. Ex-VfLer Max Kruse sprach von einem „tollen, aber viel zu kurzen Erlebnis“ in Tokio.

Aufbauende Worte gibt's unterdessen von VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer, der sich keine Sorgen macht, dass Arnold das Olympia-Aus negativ beeinflussen könnte. "Er ist mittlerweile ein erfahrener Spieler, der schon ganz andere Situationen in Wolfsburg überstehen musste, daher wird er das auch verkraften", ist sich der 37-Jährige sicher. "Es gehört zu einer Karriere dazu, dass man aus solchen Situationen gestärkt herausgeht." Gleichwohl weiß Schäfer aber auch, dass "wenn man bei so einem Turnier startet, man so weit wie möglich kommen, am liebsten sogar eine Medaille mitnehmen will. Daher ist das schon eine Enttäuschung."

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Mitgefühl zeigt auch auch VfL-Teamkollege und Linksverteidiger Paulo Otavio. "Es ist schade für ihn, aber gut für uns. Wir brauchen ihn in unserer Mannschaft. Er bringt so viel Qualität mit seinem linken Fuß rein." Wann genau Arnold wieder zur Mannschaft stoßen wird, ist noch nicht klar. Den letzten Test der Vorbereitung am Samstag (18 Uhr) gegen Atletico Madrid, wird er aber wohl verpassen. Denkbar ist, dass er Anfang nächster Woche wieder mit den Wolfsburgern trainiert.

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