08. Februar 2022 / 11:02 Uhr

Deutsche Biathleten im Olympia-Einzel ohne Medaille - Benedikt Doll landet auf Platz sechs

Deutsche Biathleten im Olympia-Einzel ohne Medaille - Benedikt Doll landet auf Platz sechs

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Benedikt Doll (l.) und die deutschen Biathleten verpassten die Medaillenränge. Quentin Fillon Maillet holte Gold.
Benedikt Doll (l.) und die deutschen Biathleten verpassten die Medaillenränge. Quentin Fillon Maillet holte Gold. © dpa/Getty (Montage)
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Die deutschen Biathleten sind im olympischen Einzelrennen ohne Medaille geblieben. Benedikt Doll belegte Rang sechs, Roman Rees wurde Siebter. Gold ging an den Franzosen Quentin Fillon Maillet.

Die deutschen Biathlon-Herren haben im Einzel nicht an den Gold-Coup von Olympiasiegerin Denise Herrmann anknüpfen können. Benedikt Doll war am Dienstag in Zhangjiakou auf Rang sechs bester der vier deutschen Starter und vergab die Chancen auf Edelmetall mit zwei Fehlschüssen. Der letzte im stehenden Anschlag brachte ihn um die mögliche Silbermedaille.

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Den Olympiasieg im 20-Kilometer-Rennen, bei dem jeder Schießfehler eine Strafminute zur Folge hat, holte sich trotz zwei Fehlern der schnelle Franzose Quentin Fillon Maillet vor dem tadellos schießenden Anton Smolski aus Belarus, der 14,8 Sekunden zurücklag. Norwegens Star Johannes Thingnes Bö rettete nach zwei verfehlten Scheiben noch Bronze mit 31,1 Sekunden Rückstand. Er hatte vor vier Jahren Gold in der Königsdisziplin geholt.

Doll hatte 1:07,1 Minuten Rückstand, auf Rang sieben kam Roman Rees mit 1:21,6 Minuten mehr als der Sieger bei nur einem Schießfehler. "Ich weiß nicht so ganz, ob ich heulen soll oder mich freuen soll. Von der Platzierung kann man sich recht wenig kaufen", sagte Doll in der ARD und kreidete sich vor allem seinen Fehler beim ersten Liegendschießen an, zeigte sich aber zuversichtlich für die weiteren Rennen. Rees war rund herum zufrieden mit seinem Auftritt und ärgerte sich nicht, dass ohne Fehler sogar Edelmetall möglich gewesen wäre. "Dem trauere ich aber nicht nach", betonte Rees.

Johannes Kühn als 51. und Erik Lesser als 67. waren nach frühen Patzern ohne Chance. Kühn verabschiedete sich schon beim ersten Schießen aus dem Medaillenrennen und setzte nach dem ersten Versuch gleich noch zwei weitere daneben. Dabei waren die Bedingungen wie schon im Frauen-Einzel besser, weil der Wind nicht so stark wehte. Am Ende hatte der in diesem Winter schon beim Sprint im Weltcup erfolgreiche 30-Jährige sechs Strafminuten gesammelt. Lesser verfehlte nach gutem Start stehend drei Scheiben.

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Johannes Thingnes Bö, der Norwegen noch das Gold in der Mixed-Staffel gerettet hatte, erlaubte sich liegend gleich einen Fehler und jagte den noch vor ihm gestarteten Russen Maxim Zwetkow, der lange fehlerlos schoss, aber nicht so schnell in der Loipe war. Dort zog der Biathlon-Superstar aus Norwegen schon vor dem zweiten Schießen vorbei und versuchte, seinen Vorsprung immer weiter auszubauen.

Auch beim letzten Schießen unterlief Bö ein Fehler, doch weil Zwetkow den 20. Schuss danebensetzte, vergab der Russe die Chance auf den möglichen Olympiasieg. 3,8 Sekunden fehlten Zwetkow am Ende zu Bronze. Noch viel schneller unterwegs war Fillon Maillet. Der 29-Jährige stürmte nahezu unbemerkt an die Spitze, obwohl er am Schießstand zweimal patzte. In der Mixed-Staffel am Samstag hatte er sich Bö im Schlussspurt noch geschlagen geben müssen. Smolski belohnte sich für sein fehlerloses Schießen mit der Silbermedaille - die hätte auch Doll gerne gehabt.

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