27. Juli 2021 / 14:05 Uhr

Olympia-Blog für Brandenburg: Ergebnisse, News und Medaillen der Olympioniken in Tokio

Olympia-Blog für Brandenburg: Ergebnisse, News und Medaillen der Olympioniken in Tokio

Märkische Allgemeine Zeitung
RedaktionsNetzwerk Deutschland
27 Sportlerinnen und Sportler aus Brandenburg sind für die Olympischen Spiele in Tokio nominiert. Der SPORTBUZZER stellt sie alle vor.
27 Brandenburger Sportlerinnen und Sportler nehmen bei den Olympischen Spielen in Tokio teil. © imago, dpa
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In unserem Live-Blog finden Sie alle Ergebnisse, Wettkämpfe und Geschichten zu den Brandenburger Olympia-Startern bei den Olympischen Spielen 2021 in Tokio. 

Wie schlagen sich die Brandenburger Olympia-Starterinnen und -starter beim Sport-Event des Jahres? Im Olympia-Blog für Brandenburg finden Sie alle wichtigen Ergebnisse, Neuigkeiten und Geschichten zum Abschneiden der märkischen Olympioniken bei den Sommerspielen 2021 in Tokio.

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Sonntag, 8. August

Fazit: Die Olympischen Spiele in Tokio sind beendet. Mit dem Kanuten Ronald Rauhe (KC Potsdam im OSC) stellte Brandenburg zum fünften Mal seit 1996 den deutschen Fahnenträger beziehungsweise Fahnenträgerin bei einer Olympia-Abschlussveranstaltung. Insgesamt gewannen märkische Aktive in Tokio fünf Medaillen. Es ist das – gemessen an Podestplätzen – schlechteste Brandenburger Abschneiden bei Sommerspielen seit der deutschen Wiedervereinigung. Neben den K4-Kanuten Rauhe und Max Lemke aus Potsdam, die Gold holten, waren die Cottbuser Bahnradfahrerin Emma Hinze, Diskuswerferin Kristin Pudenz (SC Potsdam) und Kajakfahrer Jacob Schopf mit Silber sowie Sebastian Brendel (beide KC Potsdam im OSC), der zu Bronze im Canadier fuhr, erfolgreich. Dazu kamen drei vierte Plätze durch Hinze, Schopf und Speerwerfer Julian Weber (USC Mainz/trainiert in Potsdam) sowie das Ruder-Unglück von Daniela Schultze (RC Potsdam), bei dem aufgrund eines Fahrfehlers die scheinbar sichere Medaille noch verloren ging. In Rio vor fünf Jahren waren sieben Brandenburger Aktive an sechs Medaillengewinnen (viermal Gold, zweimal Silber, einmal Bronze) beteiligt.

In Bildern: Diese Aktiven aus Brandenburg gewannen bei den auf 2021 verschobenen Sommerspielen Edelmetall.

Gleich doppelt war Brandenburg am Goldgewinn des deutschen Kajak-Vierers beteiligt. Die Potsdamer Ronald Rauhe (2.v.l.) und Max Lemke (r.) gehörten ebenso zur Crew wie Max Rendschmidt aus Essen (l.) und Tom Liebscher. Rauhe beendete mit diesem Triumph seine herausragende Karriere. Zur Galerie
Gleich doppelt war Brandenburg am Goldgewinn des deutschen Kajak-Vierers beteiligt. Die Potsdamer Ronald Rauhe (2.v.l.) und Max Lemke (r.) gehörten ebenso zur Crew wie Max Rendschmidt aus Essen (l.) und Tom Liebscher. Rauhe beendete mit diesem Triumph seine herausragende Karriere. ©

Bahn-Radsport: Die dreifache Weltmeisterin Emma Hinze hat bei den Olympischen Spielen die Bronze-Medaille im Sprint verpasst. Die 23 Jahre alte Cottbuserin verlor das kleine Finale auf der Bahn in Izu in zwei Läufen gegen Lee Wai-Sze aus Hongkong. Olympiasiegerin wurde die Kanadierin Kelsey Mitchell durch ein 2:0 gegen die Ukrainerin Olena Starikowa, die Lea Sophie Friedrich (Dassow) im Viertelfinale ausgeschaltet hatte. Hinze und Friedrich hatten zum Auftakt Silber im Teamsprint gewonnen, dann aber jeweils im Keirin enttäuscht. Die Königsdisziplin Sprint war die letzte Medaillenchance.

Das sind Brandenburgs Olympia-Starter für Tokio 2021

27 Sportlerinnen und Sportler aus Brandenburg sind für die Olympischen Spiele in Tokio nominiert. Der SPORTBUZZER stellt sie alle vor. Zur Galerie
27 Sportlerinnen und Sportler aus Brandenburg sind für die Olympischen Spiele in Tokio nominiert. Der SPORTBUZZER stellt sie alle vor. ©

Bahn-Radsport: Bei den olympischen Bahnrad-Wettbewerben hat Maximilian Levy aus Cottbus eine Medaille im Keirin verpasst. Der 34-Jährige musste sich im Finale des Kampfsprints mit Platz sechs begnügen. Olympiasieger wurde der Brite Jason Kenny vor Mohd Awang aus Malaysia und dem Niederländer Harrie Lavreysen. Levy hat im sogenannten Kampfsprint die größten Erfolge seiner Karriere gefeiert. In London 2012 musste er sich in einem spannenden Finale dem Briten Chris Hoy nur knapp geschlagen geben und gewann Silber. 2009 holte er den WM-Titel, dazu kamen drei Siege bei der EM (2013, 2017, 2020). In Japan hatte der viermalige Olympia-Teilnehmer zuvor zwei fünfte Plätze im Teamsprint und Sprint eingefahren. Er beendet nun seine Karriere.

Samstag, 7. August

Leichtathletik: Nur knapp hat Julian Weber eine Medaille im Speerwurf verpasst. Der Athlet des USC Mainz, der seit vorigem Jahr in Potsdam trainiert, belegte mit Saisonbestleistung von 85,30 Metern den vierten Platz. Der Inder Neeraj Chopra (87,58) siegte vor dem Jakub Vadlejch aus Tschechien (86,67) und dessen Landsmann Vitezslav Vesely (85,44). 14 Zentimeter fehlten Weber also zu Bronze. Top-Favorit Johannes Vetter (Offenburg/82,52)) scheiterte nach Problemen mit dem Belag auf der Anlage als Neunter. „Natürlich ist es schade, dass es nicht ganz gereicht hat“, sagte Weber. „Aber ich bin happy. Wenn mir jemand vorher gesagt hätte, dass ich hier den vierten Platz belegen würde, hätte ich gesagt, du bist verrückt. Das ist komplett verrückt“, meinte der 26-Jährige nach seinem bisher größten sportlichen Erfolg. 2019 war er WM-Sechster, beim Olympia-Endkampf 2016 in Rio hatte er Platz neun belegt.

Diese Brandenburger holten Gold bei Olympia und Paralympics

Krönung im Kajak-Vierer: Das deutsche Quartett mit Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke (v.l.) fuhr zum Olympiasieg.  Zur Galerie
Krönung im Kajak-Vierer: Das deutsche Quartett mit Max Rendschmidt, Ronald Rauhe, Tom Liebscher und Max Lemke (v.l.) fuhr zum Olympiasieg.  ©

Bahn-Radsport: Der aus Eisenhüttenstadt stammende Roger Kluge und Theo Reinhardt (Berlin) haben bei den olympischen Bahnrad-Wettbewerben eine Medaille im Zweier-Mannschaftsfahren verpasst. Das Duo fuhr im sogenannten Madison über 50 Kilometer mit sechs Minuspunkten nach einer Überrundung auf den neunten Platz. Gold ging an Weltmeister Dänemark mit 43 Punkten vor Großbritannien und Frankreich, die auf jeweils 40 Zähler kamen. Ein Sturz von Kluge nach gut 40 Kilometern kostete die Deutschen eine bessere Platzierung. Der Routinier hatte das Hinterrad eines Briten touchiert und war zu Fall gekommen. Damit verpasste der 35-jährige Kluge 13 Jahre nach Silber im Punktefahren in Peking seine zweite olympische Medaille. Zusammen mit Reinhardt hatte er in den vergangenen Jahren noch im Madison dominiert. Das Duo gewann 2018 und 2019 den WM-Titel und fuhr 2020 in Berlin zu WM-Bronze.


Moderner Fünfkampf: Auf den Plätzen 19 und 20 haben Fabian Liebig und Patrick Dogue (beide OSC Potsdam) den Pentathlon in beendet. Bereits vor dem letzten Wettkampf hatten beide mit der Medaillenvergabe nichts zu tun, weil sie zu Beginn mit einer schlechten Fechtleistung gestartet waren. Im sogenannten Laser Run verbesserten sich beide Athleten noch minimal nach vorne. Gold gewann Joseph Choong aus Großbritannien mit dem olympischen Rekord von 1482 Punkten. Silber ging an den Ägypter Ahmed Elgendy (1477), Bronze an Jun Woongtae aus Südkorea (1470). Liebig hatte am Ende 1411 Zähler, Dogue kam auf 1409 Punkte.

Abschlussveranstaltung: Nach seiner Goldfahrt im Kajak-Vierer wird der Potsdamer Kanute Ronald Rauhe die deutsche Fahne bei der Olympia-Abschlussveranstaltung tragen. Dies sei "die Krönung meiner Karriere“, meinte der 39-Jährige, der seine Karriere nach den Spielen beendet. „Wir freuen uns mit ihm, sicher einen in jeder Hinsicht würdigen Fahnenträger präsentieren zu können", sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB). Zum siebten Mal kommt damit ein deutscher Fahnenträger oder eine deutsche Fahnenträgerin aus Brandenburg. Jeweils auch bei den Abschlussveranstaltungen hatten bereits Kanutin Birgit Fischer (1996), Ruderin Kathrin Boron (2004) sowie die Kanu-Asse Katrin Wagner-Augustin (2008) und Sebastian Brendel (2016) diese Ehre. Boxer Manfred Wolke (1972) und Hürdenläuferin Karin Balzer (1968) trugen die DDR-Fahne bei Eröffnungsfeiern.

Kanu-Rennsport: Es ist der goldene Abschluss einer herausragenden Karriere. Der Potsdamer Kanute Ronald Rauhe fuhr mit dem deutschen Kajak-Vierer über 500 Meter zum Olympiasieg. Der fast 40 Jahre alte Rauhe, Max Rendschmidt (Essen), Tom Liebscher (Dresden) und Max Lemke (KC Potsdam im OSC) setzten sich knapp vor Spanien durch. Bei seiner sechsten Teilnahme ist es für Rauhe der fünfte Medaillengewinn - nach Athen 2004 darf er zum zweiten Mal Gold bejubeln. Brandenburg kommt jetzt in Tokio auf einmal Gold, dreimal Silber und einmal Bronze.

Kanu-Rennsport: Canadierfahrer Sebastian Brendel aus Potsdam hat den Einzug ins olympische Finale und somit den Hattrick über die 1000 Meter Distanz verpasst. Der dreimalige Olympiasieger, der zuvor in Tokio im Zweier-Canadier mit Tim Hecker Bronze geholt hatte, kam am Samstag in seinem Halbfinal-Lauf mit dem Canadier-Einer über 1000 Meter nur auf Rang sieben. Im B-Finale belegte der 33 Jahre alte Brendel, der 2012 und 2016 auf dieser Strecke triumphiert hatte, den zweiten Platz. Der 25-jährige Conrad Scheibner aus Berlin hingegen zog ins A-Finale ein und wurde Sechster.

Freitag, 6. August

Leichtathletik: Wie bei Geherin Saskia Feige verlief auch ein weiteres Brandenburger Olympia-Debüt in der Leichtathletik nicht zufriedenstellend. Jean Paul Bredau (SC Potsdam) hat zusammen mit Marvin Schlegel (Chemnitz), Luke Campbell (Frankfurt) und Manuel Sanders (Dortmund) klar das Finale der 4x400-Meter-Staffel verpasst. In mäßigen 3:03,62 Minuten belegte das deutsche Quartett den achten und damit letzten Platz im ersten Vorlauf.

Bahn-Radsport: Die dreimalige Bahnrad-Weltmeisterin Emma Hinze (Cottbus) hat bei den Olympischen Spielen das Achtelfinale im Sprint problemlos erreicht. Hinze gewann am Freitag auf der Bahn in Izu ihre Läufe gegen die Südafrikanerin Charlene du Preez und die Chinesin Bao Shanju. Auch und Lea Sophie Friedrich aus Mecklenburg-Vorpommern kam weiter. Friedrich, die in der Qualifikation sogar Schnellste war und olympischen Rekord fuhr, setzte sich gegen Migle Marozaite aus Litauen und die Amerikanerin Madalyn Godby durch. Am Samstag wird der Wettbewerb fortgesetzt, tags darauf geht es um die Medaillen. Hinze und Friedrich hatten zum Auftakt Silber im Teamsprint gewonnen, dann aber jeweils im Keirin enttäuscht. Die Königsdisziplin Sprint ist ihre letzte Medaillenchance.

Leichtathletik: Bei ihrem Olympia-Debüt hat Geherin Saskia Feige (SC Potsdam) ihren Wettkampf nicht zu Ende gebracht. Die Geherin stieg auf der 20-Kilometer-Distanz etwa nach Dreiviertel der Strecke aus. Bei schwülen 31 Grad Celsius lag die 23-Jährige, die sich anfangs noch gut gehalten hatte, zu diesem Zeitpunkt bereits vier Minuten hinter der Spitze.

Kanu-Rennsport: Die Goldmission des deutschen Kajak-Vierers ist gut angelaufen. Mit der besten Zeit ist das Team am Donnerstag als Vorlaufsieger ins Halbfinale eingezogen. An Bord sitzen neben Max Rendschmidt (Essen) und Tom Liebscher (Dresden) auch die Potsdamer Ronald Rauhe und Max Lemke. Rauhe beendet nach den Tokio-Spielen seine Karriere. Halbfinale und Endlauf finden am Samstag statt.

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Kanu-Rennsport: Nur mit einer Extra-Runde hat Sebastian Brendel aus Potsdam im Canadier-Einer über 1000 Meter den Einzug ins olympische Halbfinale geschafft. Der dreimalige Kanu-Olympiasieger, der zuvor in Tokio im Zweier mit Tim Hecker Bronze holte, wurde in seinem Vorlauf von den Mitfavoriten Martin Fuksa aus Tschechien und Balazs Adolf aus Ungarn knapp geschlagen und landete nach 1000 Metern auf Rang drei. Im Viertelfinale gewann er dann und zog weiter. Brendels Berliner Kontrahent Conrad Scheibner kam als Zweiter seines Vorlaufs direkt ins Halbfinale. Dieses und der Endlauf finden am Samstag statt.

Donnerstag, 5. August

Das steht als Nächstes an: Am Freitag geht es wieder mit Vorläufen bei den Kanu-Rennsportlern weiter - nach Bronze im Canadier-Zweier greift Sebastian Brendel auch im Einer wieder an und Ronald Rauhe sowie Max Lemke (alle KC Potsdam im OSC) starten ihre Goldmission mit dem Kajak-Vierer. Im 20 Kilometer Gehen der Frauen tritt Saskia Feige (SC Potsdam) an und Jean Paul Bredau ist mit der deutsche 4x400-Meter-Staffel gefordert. Nur vier Jahre nach seinem Karrierestart als Leichtathlet ist Bredau nun bereits Olympionike und sprintet damit auf den historischen Spuren seines Trainers - mehr zu dieser Geschichte gibt es hier. Im Bahnrad-Oval startet Emma Hinze (Cottbus) bei ihrem dritten Wettkampf, dem Sprint. Was gelingt ihr nach Silber im Teamsprint und dem enttäuschenden Halbfinal-Aus im Keirin?

Moderner Fünfkampf: Die beiden Teilnehmer des OSC Potsdam sind schlecht in den olympischen Pentathlon von Tokio gestartet. Patrick Dogue belegte als Sechster der Rio-Spiele einen enttäuschenden 32. Rang in der Fecht-Platzierungsrunde - für Fabian Liebig lief es als 24. nur wenig besser. "Es ist schade. Die Medaillen sind sehr, sehr weit weg“, sagte Dogue. Insgesamt kämpfen in Tokio je 36 Frauen und Männer um Fünfkampf-Medaillen. Neben dem Fechten treten die Athleten auch im Schwimmen, Reiten und einem Kombinations-Wettkampf aus Laufen und Schießen gegeneinander an. In den ersten drei Disziplinen werden erzielte Leistungen in Punkte umgerechnet, um so die Startreihenfolge für den abschließenden sogenannten Laser Run zu ermitteln. Bei den Frauen geht die in Potsdam lebende Annika Schleu (Berlin) als Fecht-Beste in den zweiten Wettkampftag am Freitag. Die Männer setzen ihren Wettbewerb am Samstag fort.

Bahn-Radsport: Radprofi Roger Kluge hat bei den olympischen Bahn-Wettbewerben im Omnium den neunten Platz belegt. Der viermalige Olympia-Teilnehmer aus Brandenburg kam am Donnerstag nach den vier Disziplinen Scratch, Temporennen, Ausscheidungsfahren und Punktefahren auf 91 Punkte. Den Olympiasieg holte sich der Brite Matthew Walls mit 153 Zählern vor dem Neuseeländer Campbell Stewart (129 Punkte) und dem Italiener Elia Viviani (124). Kluges Hauptaugenmerk liegt bei den Sommerspielen auf dem Madison-Wettbewerb mit Theo Reinhardt (Berlin) am Samstag. Das Duo hatte in den vergangenen Jahren in dieser Disziplin bei der WM zweimal den Titel und einmal Bronze geholt. Allerdings verlief die Vorbereitung für Kluge nicht optimal. Der 35-Jährige musste nach einem Sturz bei der Tour de France mit einer Rückenverletzung aufgeben und rund eine Woche pausieren.

Bahn-Radsport: Der Cottbuser Routinier Maximilian Levy ist bei den olympischen Bahnrad-Wettbewerben im Sprint-Viertelfinale ausgeschieden und belegte damit Platz fünf. Der 34-Jährige verlor am Donnerstag in zwei Läufen gegen den Briten Jack Carlin. Zuvor war er schon Fünfter beim Teamsprint geworden und tritt nun noch im Keirin an.

Bahn-Radsport: Dreifach-Weltmeisterin Emma Hinze hat bei den olympischen Bahnrad-Wettbewerben im Keirin nur Platz sieben belegt. Die 23-Jährige aus Cottbus gewann nach ihrem Aus im Halbfinale am Donnerstag immerhin das kleine Finale, blieb aber dennoch hinter den Erwartungen zurück. Nach Silber im Teamsprint und Rang sieben beim Kampfsprint startet Hinze nun noch im Sprint.

Leichtathletik: Bei der olympischen Hitzeschlacht in Sapporo hat Geher Christopher Linke (SC Potsdam) eine starke Leistung über 20 Kilometer gezeigt. Wie bereits 2016 in Rio belegte er den fünften Platz. Linke erreichte das Ziel nach 1:21:50 Stunden. Gold ging an Massimo Stano aus Italien (1:21:05) vor den Japanern Ikeda Koki (1:21:14) und Yamanishi Toshikazu (1:21:28). Der 32-jährige Deutsche hatte sich im Rennverlauf immer weiter nach vorne gearbeitet und bewies bei der WM 2019 in Doha, als er Vierter geworden war, dass er mit extremen Wetterbedingungen gut zurecht kommt. In Sapporo herrschten 31 Grad Celsius bei 63 Prozent Luftfeuchtigkeit. Linkes Potsdamer Vereinskollege Nils Brembach (1:26:45) kam auf den 28. Platz. Als dritter Deutscher landete Leo Köpp aus Berlin (1:24:46) auf Rang 22.

Kanu-Rennsport: Da ist die vierte Medaille für Brandenburg - gewonnen hat sie Kanute Jacob Schopf (KC Potsdam im OSC). Zusammen mit dem 17 Jahre älteren Max Hoff aus Essen fuhr der 22-Jährige im Kajak-Zweier zu Silber. Das deutsche Weltmeister-Duo von 2019 musste am Donnerstag über die 1000 Meter nur den Australiern Jean van der Westhuyzen und Thomas Green den Vortritt lassen. 0,304 Sekunden fehlten dem deutschen Team auf dem Sea Forest Waterway zum Olympiasieg. Dritte wurden die Tschechen Josef Dostal und Radek Slouf.

Mittwoch, 4. August

Das steht als Nächstes an: Am Donnerstag sind viele Brandenburger bei den Spielen im Einsatz. Kanute Jacob Schopf (KC Potsdam im OSC) hofft auf Edelmetall im Kajak-Zweier über 1000 Meter, ebenso die Cottbuser Banhradfahrerin Emma Hinze beim Keirin. Im Rad-Oval starten außerdem Maximilian Levy (Cottbus/Sprint) und Roger Kluge (Eisenhüttenstadt/Omnium). Beim Modernen Fünfkampf der Männer beginnen Patrick Dogue und Fabian Liebig (beide OSC Potsdam) mit der Platzierungsrunde im Fechten. In der Leichtathletik steht die Entscheidung über 20 Kilometer Gehen an - Christopher Linke und Nils Brembach vom SC Potsdam kämpfen dabei gegen die Uhr, ihre Konkurrenz und das Klima - mehr dazu gibt es hier zu lesen.

Bahn-Radsport: Der Vierer der Männer hat bei den Olympischen Spielen den sechsten Platz belegt und muss damit weiter auf seine erste olympische Medaille seit 21 Jahren warten. Einen Tag, nachdem das deutsche Team einen nationalen Rekord aufgestellt hatte, musste es sich am Mittwoch in bei seinem Platzierungslauf gegen Kanada geschlagen geben. Neben Domenic Weinstein wurde als weiterer Brandenburger auch Roger Kluge eingesetzt. Er rückte im Vergleich zu den vorherigen Runden für Theo Reinhardt (Berlin) ins Vierer-Team. Es war ein Einfahren für Kluge, der am Donnerstag im Omnium, einem Mehrkampf, startet und am Samstag mit Reinhardt im Madison, dem Zweier-Mannschaftsfahren.

Bahn-Radsport: Routinier Maximilian Levy hat sich bei den olympischen Bahnrad-Wettbewerben ins Achtelfinale des Sprint-Wettbewerbs vorgekämpft. Der 34 Jahre alte Cottbuser steigerte sich nach einer mäßigen Qualifikation von Lauf zu Lauf und besiegte am Mittwoch in der zweiten Runde den Polen Patryk Rajkowski. Die Sprint-Rennen werden am Donnerstag fortgesetzt.

Bahn-Radsport: Dreifach-Weltmeisterin Emma Hinze hat über den Hoffnungslauf bei den olympischen Bahnrad-Wettbewerben doch noch das Viertelfinale im Keirin erreicht. Die 23-Jährige aus Cottbus schaffte am Mittwoch in Izu als Zweite in ihrem Rennen hinter der Niederländerin Shanne Braspennincx das Weiterkommen, nachdem sie in der ersten Runde des sogenannten Kampfsprints überraschend gepatzt hatte. Teamkollegin Lea Sophie Friedrich aus Meckelnburg-Vorpommern hatte sich dagegen schon in ihrem Auftaktrennen souverän vor der Russin Daria Schmelewa durchgesetzt. Die Entscheidung im Keirin-Wettbewerb fällt am Donnerstag ab 9.06 Uhr deutscher Zeit. Zum Auftakt der Bahnrad-Wettbewerbe hatten die WM-Titelträgerinnen Hinze und Friedrich Silber im Teamsprint gewonnen.

Leichtathletik: Speerwerfer Julian Weber hat wie 2016 das Olympia-Finale erreicht. Der Neunte der Rio-Spiele, der für den USC Mainz startet und in Potsdam trainiert, schaffte am Mittwoch in der Qualifikation mit 84,41 Metern die sechstbeste Weite. Nach bereits schwachen Saisonleistungen blieb derweil Bernhard Seifert (SC Potsdam) chancenlos - als Letzter kam er nur auf 68,30 Meter. Goldfavorit Johannes Vetter (Offenburg) mühte sich mit erst im letzten Versuch erzielten 85,64 Metern in den Endkampf, der am Samstag um 13 Uhr deutscher Zeit stattfindet.

Kanu-Rennsport: Einen Tag nach der knapp verpassten Medaille im Einer hat sich Kajakfahrer Jacob Schopf (KC Potsdam im OSC) direkt für das Halbfinale im Zweier über 1000 Meter qualifiziert. Zusammen mit seinem Weltmeisterpartner Max Hoff (Essen) belegte er im Vorlauf am Mittwoch Platz zwei hinter Australien - das reichte um den Gang ins Viertelfinale zu verhindern. Halbfinale und Finale finden in der Nacht zu Donnerstag deutscher Zeit stat.

Dienstag, 3. August

Das steht als Nächstes an: Drei Medaillen hat Brandenburg bei den Sommerspielen in Tokio schon gewonnen. Nachdem er am Dienstag knapp Vierter im Kajak-Einer geworden war, möchte Kanute Jacob Schopf nun am Mittwoch beim Vorlauf des K2 über 1000 Meter den Grundstein für Edelmetall legen. Im Bahnrad-Oval treten die Teamsprint-Zweite Emma Hinze beim Keirin an und Routinier Maximilian Levy beim Sprint, Domenic Weinstein kämpft in der Mannschaftsverfolgung um Platz fünf. Und die Brandenburger Speerwerfer Bernhard Seifert sowie Julian Weber die Finalqualifikation schaffen - mehr zu den beiden, die eine besondere Geste verbindet, gibt es hier zu lesen.

Bahn-Radsport: Die deutschen Teamsprinter haben bei den olympischen Bahnrad-Wettbewerben die Medaillenläufe klar verpasst. Timo Bichler (Kaiserslautern), Stefan Bötticher (Chemnitz) und Maximilian Levy aus Cottbus verloren am Dienstag mit einer Zeit von 42,733 Sekunden auf dem Holzoval in Izu ihr Rennen gegen Großbritannien (41,829) und belegten am Ende Platz fünf. Olympiasieger wurden die Niederlande, Silber ging an Großbritannien und Frankreich gewann Bronze. Der viermalige Olympia-Teilnehmer Levy hatte 2008 und 2012 mit den Teamsprintern Bronze geholt. Vor fünf Jahren in Rio war das deutsche Trio dagegen leer ausgegangen. Den einzige Olympiasieg fuhren 2004 in Athen Rene Wolff, Stefan Nimke und Jens Fiedler ein.

Bahn-Radsport: Der Vierer der Männer muss trotz eines deutschen Rekordes weiter auf seine erste olympische Medaille seit 21 Jahren warten. Theo Reinhardt (Berlin), Felix Groß (Leipzig), Leon Rohde (Hamburg) und der Brandenburger Domenic Weinstein vom Frankfurter RC 90 wurden am Dienstag in Izu in ihrem Lauf gegen Kanada mit einer Zeit von 3:48,861 Minuten gestoppt. Damit lagen sie gut eineinhalb Sekunden unter der alten deutschen Bestmarke, was aber nicht für den Einzug in die Medaillenläufe reichte. Im Duell um Platz fünf fahren Weinstein & Co. am Mittwoch erneut gegen Kanada.

Kanu-Rennsport: Olympia-Debütant Jacob Schopf (KC Potsdam im OSC) ist knapp an einer Medaille im Kajak-Einer vorbeigefahren. Der 22-Jährige wurde am Dienstag in Tokio Vierter. Gold ging an den Ungarn Balint Kopasz. Dessen Landsmann Adam Varga wurde Zweiter. Bronze holte sich Fernando Pimenta aus Portugal. Das Finale der besten Acht auf dem Sea Forest Waterway begann mit einem Fehlstart. Beim zweiten Versuch erwischte Schopf in seinem ersten Olympiafinale einen schlechten Start. Nach der Hälfte des Rennes lag der Potsdamer auf Rang sieben, kam immer weiter heran, doch es reichte nicht ganz. 0,076 Sekunden fehlten am Ende zu Bronze. Mehr zu den beiden Kanu-Finals mit Brandenburger Beteilung am Dienstag gibt es hier.

Kanu-Rennsport: Da ist die dritte Medaille für Brandenburg in Tokio. Sebastian Brendel vom KC Potsdam und der Berliner Tim Hecker haben im Canadier-Zweier über 1000 Meter Bronze gewonnen. Auf dem Sea Forest Waterway musste sich das deutsche Duo am Dienstag nur den Kubanern Sergey Torres Madrigal/Fernando Dayan Jorge Enriquez und den Chinesen Liu Hao und Zhen Pengfei geschlagen geben. Für den Finallauf hatten sich Brendel und Hecker noch als Schnellste mit olympischer Bestzeit qualifizieren können. Bei hitzigen Temperaturen um 30 Grad Celsius und Schiebewind reichte es dann aber nicht, auch wenn das deutsche Team im Schlussspurt noch einmal herankam. 2016 in Rio hatte Brendel den Zweier mit Jan Vandrey gewonnen. In Tokio startet der 33-Jährige noch im C1 über 1000 Meter und hat da die Chance, zum dritten Mal in Serie zu triumphieren.

Montag, 2. August

Handball: Für Handball-Nationalspieler Tobias Reichmann aus Rangsdorf sind die Olympischen Spiele in Tokio vorzeitig beendet. Der Rechtsaußen vom Bundesligisten MT Melsungen wird am Dienstag ohne einen Einsatz die Heimreise antreten, teilte der Deutsche Handballbund mit. Grund dafür sind die olympischen Regeln, wonach der Ersatzmann im Olympia-Kader mit Beginn der K.o.-Runde nicht mehr nominiert werden kann. „Mir war klar, was auf mich zukommt. Natürlich bin ich traurig und enttäuscht, dass die Olympischen Spiele für mich so verlaufen sind – nah dran, aber doch nicht richtig dabei“, sagte Reichmann am Montag.

Leichtathletik: Sensationell hat Kristin Pudenz vom SC Potsdam am Montag Silber gewonnen. „Ich kanns immer noch nicht richtig fassen. Mal guck'n, wie lange das dauert, bis ich dann denke: Ja, du hast gerade die Silbermedaille“, sagte Pudenz, die sich vorsichtig nur einen Platz unter den ersten Acht vorgenommen hatte. „Es ist einfach unglaublich.“

Bahnradsport: Schon jetzt ist sicher: Es gibt die erste Medaille für Brandenburg! Die Cottbuserin Emma Hinze steht mit ihrer Partnerin Lea Friedrich im Finale des Team-Sprints und trifft dort um 11.06 Uhr auf China, das in der Qualifikation Weltrekord gefahren war.

Kanu: Jacob Schopf hat souverän das Halbfinale im Kajak-Einer erreicht. Der Potsdamer qualifizierte sich als Sieger seines Vorlaufs direkt und startet in der Nacht zum Dienstag (3 Uhr), für das Finale (5.20 Uhr) muss der 22-Jährige unter die ersten vier kommen. Sebastian Brendel und Tim Hecker haben sich im Canadier-Zweier ebenfalls souverän für das Halbfinale qualifiziert, auch sie gewannen ihren Vorlauf und umgingen damit das Viertelfinale. In der Nacht zum Dienstag (2.52 Uhr) steht das Semifinale an, um das Finale (4.53 Uhr) zu erreichen, müssen sie unter die ersten vier kommen.

Sonntag, 1. August

Das steht als Nächstes an: Vielleicht war es die Ruhe vor dem Sturm. Am Sonntag waren keine märkischen Starter bei den Sommerspielen aktiv. In der zweiten Wettkampfwoche geht es nun geballt weiter - und das Sportland Brandenburg hofft auf die ersten Medaillengewinne. Bei den Rennsport-Kanuten beginnen Sebastian Brendel und Jacob Schopf (beide KC Potsdam im OSC) ihre Vorläufe. Im SPORTBUZZER-Interview sprach Brendel über Antrieb, Druck und seinen "penetranten" neuen Trainer - hier zu lesen. Und für Youngster Schopf ist eines ganz wichtig: viel Spaß - auch dazu gibt es hier einen Artikel. Im Radsport-Oval startet derweil für die Cottbuserin Emma Hinze ihre dreifache Edelmetall-Mission. Druck möchte sie nicht an sich heranlassen, muss aber einen "Schock" verdauen, wie es hier zu erfahren gibt. Domenic Weinstein (Frankfurter RC 90) ist am Montag als weiterer Brandenburger Bahnradfahrer im Einsatz - in der Qualifikation der Mannschaftsverfolgung. Und Diskus-Ass Kristin Pudenz (SC Potsdam) geht als Viertbeste der Qualifikation ins Finale.

Samstag, 31. Juli

Leichtathletik: Im bisher größten Wettkampf seiner Karriere hat Clemens Prüfer nicht das eigene Potenzial abgerufen. Beim Olympia-Finale in Tokio belegte der Diskuswerfer des SC Potsdam Platz elf von zwölf. 61,75 Meter zum Auftakt reichten nicht, um unter die Top 8 zu kommen und damit drei weitere Versuche zu erhalten. Der zweite Wurf des 23-Jährigen landete bereits bei 60,73 Metern, der dritte war ungültig – und damit war für ihn Schluss. Für den jungen Prüfer bedeutete die Endkampf-Qualifikation aber schon ein Erfolg. Daniel Jasinski (Wattenscheid), Dritter der Rio-Spiele von 2016, wurde dieses Mal nur Zehnter mit 62,44 Metern. Den Olympiasieg holte Weltmeister Daniel Stahl (68,90) vor seinem schwedischen Landsmann Simon Pettersson (67,39) und Lukas Weißhaidinger aus Österreich (67,07).

Leichtathletik: Bei ihrem olympischen Debüt hat Diskuswerferin Kristin Pudenz (SC Potsdam) souverän das Finale der besten Zwölf erreicht. Am Samstag kam sie in der Qualifikation auf 63,73 Meter - die viertbeste Weite. Damit haben es beide Brandenburger Diskus-Asse in den Endkampf geschafft: Clemens Prüfer ist am Samstag ab 13 Uhr deutscher Zeit im Kreis der Weltelite dran - das Finale mit Pudenz findet am Montag um 13 Uhr statt.

Triathlon: Startläuferin Laura Lindemann aus Potsdam hat mit der deutschen Mixed-Staffel einen guten sechsten Platz belegt. Bei der Olympia-Premiere des Staffelwettbewerbs kam die deutsche Staffel mit 59 Sekunden Rückstand auf Olympiasieger Großbritannien ins Ziel, nach den eher durchwachsenen Leistungen in den Einzelrennen ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis für das Quartett. Lindemann knüpfte an ihre starke Leistung aus dem Einzel an und übergab als Zweite an ihren Potsdamer Bundesliga-Kollegen Jonas Schomburg. Anabel Knoll und Justus Nieschlag komplettierten das Team.

Freitag, 30. Juli

Das steht als Nächstes an: Bevor Diskuswerfer Clemens Prüfer (SC Potsdam) ab 13 Uhr im Finale ran darf, will seine Vereins- und Disziplinkollegin Kristin Pudenz in der Qualifikation auch das Ticket für den Endkampf buchen.

Moderner Fünfkampf: Nun sind auch die beiden Modernen Fünfkämpfer des OSC Potsdam zu den Olympischen Spielen in Tokio aufgebrochen. Zuvor hatten Patrick Dogue und Fabian Liebig noch ein knifflige Aufgabe zu lösen: "Koffer-Tetris". Denn sie müssen viel Material mit auf die Reise nehmen - bis zu 40 Kilogramm wiegt das alles zusammen. Den Text dazu gibt es hier zu lesen. Außerdem gewähren die beiden Olympioniken in einer Bildergalerie Einblicke in ihre Koffer.

Leichtathletik: Diskuswerfer Clemens Prüfer vom SC Potsdam hat sich in der Qualifikation knapp für das Finale qualifiziert. „Ich habe versucht, im Kopf aggressiv in den Ring reinzugehen, im Endeffekt habe ich mich dann doch zurückgehalten“, sagte der 23-Jährige nach seinem besten Wurf über 63,18 Meter, der Platz 11 bedeutete, zwölf Athleten qualifizierten sich. „Da war locker ein Meter mehr drin." Auch Rio-Bronzemedaillen-Gewinner Daniel Jasinski schaffte als Zehnter die Qualifikation. David Wrobel aus Magdeburg verpasste mit 60,38 Metern dagegen den Wettkampf am Samstag (13.15 Uhr/MESZ) genauso wie der frühere Weltmeister Piotr Malachowski aus Polen.

Segeln: Die erhoffte Qualifikation für das Medaillenrennen im Laser Radial hat Svenja Weger verpasst. Nach Abschluss der zehn Wettfahrten belegte die aus Brandenburg stammende Kielerin (Potsdamer Yacht Club) Platz 16 in der Gesamtwertung. Nur die zehn Besten dürfen im Endkampf ran. Bei den letzten beiden Fahrten kam sie als Zwölfte und 29. ins Ziel. Nach den ersten beiden Rennen hatte Weger noch überraschend geführt.

Donnerstag, 29. Juli

Das steht als Nächstes an: Am Freitag geht es auch bei den Leichtathleten los. Gleich zum Auftakt ist ein Sportler des SC Potsdam dabei: Diskuswerfer Clemens Prüfer will nach einer Leistungsexplosion in diesem Jahr nun erneut dreimal Vollgas geben. Den Text dazu gibt es hier. In der erstmalig ausgetragenen 4x400-Mixed-Staffel könnte auch SCP-Sprinter Jean Paul Bredau starten - bislang hat der Verband seine Aufstellung jedoch nicht verraten. Und im vorletzten Gruppenspiel kämpft der aus Rangsdorf stammende Tobias Reichmann mit der deutschen Handball-Mannschaft gegen Norwegen um den zweiten Sieg im Turnier.

Schießen: Trapschütze Andreas Löw hat das olympische Finale verpasst. Der 39 Jahre alte Sportsoldat von der SGi Frankfurt/Oder, der in Rio 2016 Sechster im Doppeltrap geworden war, kam am Donnerstag in Tokio nach zweitägiger Qualifikation auf Rang 14. Der Weltcup-Zweite aus dem Vorjahr leistete sich nach nur zwei Fehlern am Vortag erneut zwei Fehlschüsse. Das reichte mit insgesamt 121 Scheiben im hochkarätigen Feld nicht für das Finale der besten Sechs.

Segeln: Beim Laser-Radial-Wettbewerb hat sich Svenja Weger in der Gesamtwertung um vier Plätze auf den 13. Rang nach vorne geschoben. Die Kielerin, die aus Brandenburg stammt und für den Potsdamer Yacht Club Berlin-Wannsee startet, belegte am Donnerstag bei den Wettfahrten die Plätze acht und zwölf. Um in das Medaillenrennen der zehn Besten am Sonntag einzuziehen, braucht die 27-Jährige am Freitag noch mal zwei starke Leistungen in den abschließenden Fahrten neun und zehn.

Mittwoch, 28. Juli

Rudern: Nach dem Final-Albtraum im Frauen-Doppelvierer leidet die Potsdamer Ruderikone Kathrin Boron mit Daniela Schultze. Die untröstliche Tokio-Teilnehmerin zeigte sich fassungslos nach ihrem Fahrfehler. Den Beitrag dazu gibt es hier.

Schwimmen: Herbe Enttäuschung für Christian Diener: Der Olympia-Siebte von 2016 ist nun bei den Sommerspielen in Tokio bereits im Vorlauf gescheitert. Der Schwimmer des Potsdamer SV im OSC belegte am Mittwoch über 200 Meter Rücken nur den 19. Platz. Nach couragiertem, schnellem Angang brach der 28-Jährige am Ende völlig ein und blieb in 1:58,27 Minute exakt zwei Sekunden über seiner Bestzeit aus dem Rio-Endlauf von 2016. 0,42 Sekunden fehlten dem Brandenburger, dessen Saisonbestmarke bei 1:56,99 liegt, für den Einzug ins Halbfinale.

Schießen: Der einzige Brandenburger Sportschütze bei den Olympischen Spielen in Tokio kann auf den Finaleinzug hoffen. Andreas Löw von der SGi Frankfurt/Oder belegte am Mittwoch nach der Präzisionsrunde Platz sieben der Qualifikation im Trap. In der Nacht zu Donnerstag folgt die Schnellfeuerrunde. Die sechs besten Aktiven qualifizieren sich für den Endkampf, der am Donnerstag um 8 Uhr deutscher Zeit stattfindet. Nach der ersten Qualifikationsrunde war das Feld dicht beisammen. Fünf Aktive hatten 74 Punkte, neun weitere - darunter Löw - lagen nur mit einem Zähler dahinter.

Rudern: Auf dramatische Weise hat Brandenburg seinen ersten Medaillengewinn bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio verpasst. Tragische Figur: Daniela Schultze vom RC Potsdam. Mit dem deutschen Doppelvierer auf Platz zwei liegend unterlief der Bugfrau etwa 250 Meter vor dem Ziel ein fataler Fehler, als sie mit ihrem rechten Skull bei welligen Bedingungen im Wasser hängen blieb - sie fing einen Krebs, wie es im Fachjargon heißt. Das Boot bremste dadurch massiv ab, die Konkurrenz zog vorbei. Trotz aller Bemühungen kamen Schultze, Franziska Kampmann (Waltrop), Carlotta Nwajide (Hannover) und Frieda Hämmerling (Kiel) am Ende nur auf den fünften Rang - 1,33 Sekunden fehlten zum Podium. Es gewann China in neuer Weltbestzeit vor Polen und Australien.

Rudern: Nach den bisherigen Enttäuschungen in Tokio hat Hans Gruhne (RC Potsdam) einen durchaus versöhnlichen Abschluss erlebt. Der Goldmedaillengewinner von 2016 kam im B-Finale mit dem deutschen Doppelvierer immerhin auf Platz zwei. Das Gespann mit mit Max Appel (Magdeburg), Gruhne, Karl Schulze (Berlin) und Tim Ole Naske (Hamburg) musste sich nur China geschlagen geben und sicherte sich so den achten Gesamtplatz der Regatta. Gold holten sich die Niederlande vor Großbritannien und Australien.

Dienstag, 27. Juli

Das steht als Nächstes an: Am Mittwoch kann auf den ersten Brandenburger Medaillengewinn in Tokio gehofft werden. Ruderin Daniela Schultze (RC Potsdam) geht mit dem deutschen Doppelvierer aussichtsreich ins A-Finalrennen. Ihr Vereinskollege Hans Gruhne, Olympiasieger von 2016, muss sich im Männer-Doppelvierer zuvor mit der Teilnahme am B-Endlauf begnügen. Außerdem greift nun auch Schwimmer Christian Diener (Potsdamer SV im OSC) ins diesjährige Olympiageschehen ein. Er startet auf den 200 Meter Rücken. Der Siebte der Rio-Spiele muss sich in Tokio an einen ungewöhnlichen Wettkampfablauf anpassen - der Grund dafür ist das US-Fernsehen. Für den Sportschützen Andreas Löw aus Frankfurt (Oder) steht die erste Stufe der Trap-Qualifikation auf dem Programm - die Präzisionsrunde. Handballer Tobias Reichmann (Rangsdorf) trifft mit Deutschland in der Vorrunde auf Frankreich, während der Ludwigsfelder Fußballer Arne Maier im letzten Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste um das Weiterkommen kämpft.

Segeln: Die Segler Erik Heil und Thomas Plößel aus Kiel und Hamburg sind in der 49er-Bootsklasse mit Rang drei in ihre zweite Olympia-Teilnahme gestartet. Die Rio-Bronzemedaillengewinner ersegelten im einzigen Durchgang in ihrer Klasse das beste deutsche Tagesergebnis. Heil hat auch eine Brandenburger Vergangenheit: Er war einst Fußballer bei Empor Glienicke.

Segeln: Vor dem ersten Ruhetag in der Laser-Radial-Regatta ist die aus Brandenburg stammende Svenja Weger (Potsdamer Yacht Club) weiter in der Gesamtwertung abgerutscht. Nach dem sensationellen ersten Platz an Tag eins und Position acht am Montag liegt die Wahl-Kielerin nun auf Position 17. Bei unberechenbaren Winden am Dienstag belegte sie in der fünften Wettfahrt der Regatta den 14. Platz, in der anschließenden Runde reichte es nur zu Rang 29. Noch vier Wettfahrten stehen Donnerstag beziehungsweise Freitag aus. Die zehn Besten qualifizieren sich dann für das Medaillenrennen am Sonntag.

Triathlon: Laura Lindemann lieferte ein starkes und taktisch reifes Rennen ab, am Ende landete die Potsdamerin beim Rennen am frühen Dienstagmorgen auf dem 8. Platz. Es gewann Flora Duffy von den Bermudas. Nach 1,5 Kilometer Schwimmen und 40 Kilometer Radfahren lag Lindemann noch in einer vierköpfigen Spitzengruppe, musste auf der 10-Kilometer-Laufstrecke dem hohen Tempo Tribut zollen.

Montag, 26. Juli

Das steht als nächstes an: Die Potsdamer Triathletin Laura Lindemann kämpft ab Montagabend (23.30 Uhr) um die Medaillen. Die 25-Jährige zählt zum großen Kreis der Medaillenkandidatinnen.

Kanu: Das deutsche Ersatzboot für den ramponierten Viererkajak ist in der Olympia-Stadt Tokio pünktlich eingetroffen. Das bestätigte Präsident Thomas Konietzko vom Deutschen Kanu-Verband (DKV) am Montag per Facebook. Das für die Rennen auf dem Sea Forest Waterway vorgesehene Paradeboot war beim Verladen in Luxemburg von einem Gabelstapler gerammt worden. Der deutsche K4 mit den beiden Potsdamern Ronald Rauhe und Max Lemke gilt über die 500-Meter-Distanz als Topfavorit.

Handball: Nach der äußerst knappen Niederlage zum Auftakt gegen Spanien (27:28) siegten die deutschen Handball-Männer um den Rangsdorfer Tobias Reichmann, der torlos blieb, bei ihrem zweiten Auftritt in der Gruppe A gegen Argentinien 33:25.

Schwimmen: Die Magdeburgerin Isabel Gose, die ihre schwimmerische Ausbildung an der Sportschule Potsdam erhielt, belegte im Finale über 400 Meter Freistil den sechsten Platz. Im Vorlauf über 200 Meter Freistil schwamm sie anschließend auf einen achtbaren dritten Rang und qualifizierte sich für das Halbfinale.

Segeln: Am zweiten Tag der olympischen Regatta im Laser Radial rutschte Svenja Weger (Potsdamer Yacht Club) vom ersten auf den achten Rang der Gesamtwertung ab. Die Kielerin belegte in den Rennen drei und vier die Plätze 21 und 29. Am Dienstag stehen die Rennen fünf und sechs an.

Sonntag, 25. Juli

Segeln: Mit zwei Top-Ergebnissen ist Svenja Weger (Potsdamer Yacht Club) in die olympischen Regatten in Japan im Laser Radial gestartet. Nach Rang fünf und einem Wettfahrtsieg setzte sich die 27-Jährige, die in Kiel studiert, am Sonntag zum Auftakt der Rennen in der Sagami-Bucht überraschend an die Spitze. Acht weitere Fahrten stehen bis Freitag noch an.

Schwimmen: Die 4x100-Meter-Freistil-Staffel mit dem Potsdamer Eric Friese hat das Finale als Vorlaufletzte verpasst. Die ehemalige Potsdamer Sportschülerin Isabel Gose, die jetzt in Magdeburg trainiert, zog mit neuem deutschen Rekord ins 400-Meter-Freistil-Finale ein (Montag, 4.20 Uhr).

Das sind Brandenburgs Olympia-Starter für Tokio 2021

27 Sportlerinnen und Sportler aus Brandenburg sind für die Olympischen Spiele in Tokio nominiert. Der SPORTBUZZER stellt sie alle vor. Zur Galerie
27 Sportlerinnen und Sportler aus Brandenburg sind für die Olympischen Spiele in Tokio nominiert. Der SPORTBUZZER stellt sie alle vor. ©

Rudern: Der Traum von der Titelverteidigung ist für Ruderer Hans Gruhne (RC Potsdam) bereits im Hoffnungslauf geplatzt. Als Fünfter verpasste der deutsche Doppelvierer die ersten beiden Plätze deutlich, die für das Finale gereicht hätten. Am Mittwoch, 28. Juli (1.20 Uhr) nehmen Gruhne und Co. am B-Finale teil. Die Ruder-Wettbewerbe legen wegen angekündigter Winde eine zweitägige Pause ein. Deshalb wurde das Finale des Frauen-Doppelvierers mit Daniela Schultze (RC Potsdam) auf Mittwoch (3.50 Uhr) verlegt.

Fußball: Das deutsche Team um den Ludwigsfelder Arne Maier (Hertha BSC) gewann sein erstes Spiel beim olympischen Fußballturnier - 3:2 hieß es nach 90 Minuten in Gruppe D gegen Saudi-Arabien. Maier stand in der Startelf und wurde nach 71 Minuten ausgewechselt.

Samstag, 24. Juli

Handball: Gegen Auftaktgegner Spanien verlor das DHB-Team mit dem Rangsdorfer (Teltow-Fläming) Tobias Reichmann in der Gruppe A 27:28, der 33-Jährige blieb torlos.

Freitag, 23. Juli

Rudern: Während Ruderin Daniela Schultze mit dem Doppelvierer einen Start nach Maß in die Olympischen Spiele hinlegte, erhielten die Medaillenhoffnungen von Olympiasieger Hans Gruhne (beide RC Potsdam) einen herben Dämpfer. Schultze siegte in der Nacht zum Freitag im Vorlauf gemeinsam mit Franziska Kampmann, Carlotta Nwajide und Frieda Hämmerling mit 1,14 Sekunden Vorsprung vor den Niederlanden, die sich damit beide direkt für das Finale in der Nacht zum Dienstag (3.10 Uhr) qualifizierte.

Rio-Olympiasieger Gruhne erwischte mit seinen Teamkollegen Tim Ole Naske, Karl Schulze, und Max Appel einen schlechten Start und verlor schon zu Beginn des Rennens den Anschluss an die Spitze. Über den Hoffnungslauf in der Nacht zum Sonntag (3.40 Uhr) kann sich das Quartett noch für das Finale qualifizieren. Womöglich ein gutes Omen: Vor dem Olympiasieg in Rio mussten Gruhne und Co. ebenfalls den Weg über den Hoffnungslauf gehen.

Donnerstag, 22. Juli

Fußball: Wie so oft fanden die ersten Wettbewerbe schon vor der Eröffnungsfeier statt. Das deutsche Team um den Ludwigsfelder Arne Maier (Hertha BSC) trat in der Gruppe D zum Auftakt gegen Brasilien an. Maier spielte durch, doch die 2:4-Niederlage konnte auch er nicht verhindern.

Mittwoch, 21. Juli

Kanu: Schon vor dem Start der Olympischen Spiele in Tokio gab es schlechte Nachrichten vom Kajak-Vierer der Männer um die beiden Potsdamer Ronald Rauhe und Max Lemke (KC Potsdam). Das Boot wurde auf dem Weg nach Japan beim Verladen so schwer beschädigt, dass der K4 ein neues Boot besorgen musste.

Hier lesen Sie künftig alles über die Olympischen Spiele in Tokio aus Brandenburger Sicht.