21. Juli 2021 / 15:08 Uhr

Olympia startet mit Wolfsburger Toren und einem irren Ergebnis!

Olympia startet mit Wolfsburger Toren und einem irren Ergebnis!

Jasmina Schweimler
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Shanice van de Sanden bejubelt ihr Tor gegen Sambia, insgesamt standen drei Wolfsburgerinnen in der Startelf der Niederlande.
Shanice van de Sanden bejubelt ihr Tor gegen Sambia, insgesamt standen drei Wolfsburgerinnen in der Startelf der Niederlande. © Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Für Wolfsburg hat Olympia schon begonnen. Zwei Tage vor der offiziellen Eröffnung startete das Frauenfußball-Turnier mit Siegen für die VfL-Spielerinnen - und zwei von ihnen trugen sich gleich in die Torschützinnenliste ein.

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Die niederländische Frauenfußball-Nationalmannschaft startet mit einem Tor-Festival und einem irren Ergebnis in die Olympischen Spiele 2020! 10:3 zeigte die Anzeigetafel im Miyagi Stadium in Rifu nach 90 Minuten gegen Sambia an. Trainerin Sarina Wiegman setzte dabei auf geballte Wolfsburg-Power: Mit Shanice van de Sanden, Dominique Janssen und Jill Roord standen gleich drei VfL-Akteurinnen in der Startelf, Abwehr-Talent Lynn Wilms wurde eingewechselt. Nachrückerin Joelle Smits stand nicht im Kader.

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Van de Sanden, die eine schwierige erste Saison in der Autostadt hatte, traf zum zwischenzeitlichen 6:1, Neuzugang Roord legte mit dem 8:1 nach. Überraschend war das Ergebnis in der Höhe nicht, die sambische Nationalmannschaft erhält im eigenen Land wenig bis gar keine Förderungen. Das Team konnte nur aufgrund von Spenden und Geschenken an den Olympischen Spielen teilnehmen. Ein Zustand, der Fans weltweit empört. Die Frauenfußball-Community möchte sich nun zusammentun und weitere Spenden sammeln. Für die Niederländerinnen geht es am Samstag um 13 Uhr gegen Brasilien mit einem Kracher weiter.

Einen Auftakt nach Maß feierte auch die schwedische Nationalmannschaft, die durch ein verdientes 3:0 gegen die zuvor hoch gehandelten Favoritinnen aus den USA ein deutliches Ausrufezeichen in Tokio setzte. VfL-Stürmerin Rebecka Blomqvist stand zwar nicht im Kader, konnte aber einen dominanten, abgeklärten und stark disziplinierten Auftritt ihrer Skandinavierinnen (mit den Ex-VfLerinnen Fridolina Rolfö und Madelen Janogy) bejubeln. Die Amerikanerinnen hingegen wirkten harmlos, unkreativ und mussten sich somit nach wettbewerbsübergreifend 44 Spielen ohne Niederlage erstmals wieder geschlagen geben. USA-Ikone Megan Rapinoe brachte es nach Abpfiff auf den Punkt: "Uns wurde in den Arsch getreten, nicht wahr?" Ihr Team sei "nervös gewesen. Wir haben auf dem Platz nur dummes Zeug gemacht." Als nächstes trifft Schweden am Samstag (10.30 Uhr) auf Australien.

Am Donnerstag startet dann auch das Turnier der Männer. Maximilian Arnold vom VfL Wolfsburg wird die deutsche Mannschaft als Kapitän aufs Feld führen, Gegner in Yokohama ist Brasilien. Los geht's um 13.30 Uhr, ARD und Eurosport übertragen live.