14. Juli 2020 / 12:42 Uhr

"Unheimlich zäh": Athleten bangen um Olympia – DOSB-Boss Hörmann schließt endgültige Absage nicht aus

"Unheimlich zäh": Athleten bangen um Olympia – DOSB-Boss Hörmann schließt endgültige Absage nicht aus

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Schicksal der Olympischen Spiele, die in den Sommer 2021 verlegt wurden, steht in den Sternen.
Das Schicksal der Olympischen Spiele, die in den Sommer 2021 verlegt wurden, steht in den Sternen. © Getty Images (Montage)
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Finden die Tokio-Spiele 2021 im gleichen Format statt, ohne Zuschauer und überhaupt? Von der IOC-Session am Freitag erhoffen sich vor allem die Athleten Antworten auf viele Fragen. Auch DOSB-Boss Alfons Hörmann schließt eine erneute Absage von Olympia nicht aus.

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Für die Athleten ist es ein quälendes Bangen um und ermüdendes Warten auf die Olympischen Spiele 2021 in Tokio. "Es ist unheimlich zäh, es fällt schwer, so weit in die Zukunft zu planen, wenn man täglich mit neuen Nachrichten konfrontiert wird, die Olympia immer unwahrscheinlicher erscheinen lassen", sagte Max Hartung, Vorsitzender des Vereins Athleten Deutschland, der Deutschen Presse-Agentur. "Das fällt ganz vielen superschwer."

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Absage von Tokio-Spielen? DOSB-Boss Hörmann: "Die Sorge ist zweifelsohne vorhanden"

Nach dem nervenzehrenden Hin und Her bis zur Verlegung der Tokio-Spiele wegen der Coronavirus-Pandemie auf Sommer nächsten Jahres werden Athleten nun mit monatelanger Ungewissheit leben müssen, ob die Spiele der XXXII. Olympiade zu retten sind. "Die Sorge ist zweifelsohne vorhanden, aber wir planen professionell in allen Bereichen die Spiele für das Jahr 2021", sagte Alfons Hörmann, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes. Das beinhalte auch, sich verantwortungsvoll mit alternativen Szenarien zu beschäftigen.

"Es ist noch Zeit, aber die läuft, und es wird knapp", sagte der bereits für Tokio qualifizierte Säbelfechter Hartung. Während man sich in Deutschland wieder freier bewegen könne, steige die Zahl der Infizierten weltweit weiter - so auch in den USA, der Sportmacht. Und ein Ende sei nicht in Sicht. Um sich die Hoffnung auf die Olympia-Eröffnung am 23. Juli 2021 zu erhalten, reduziert er seine Erwartungen: "So wie ich mir die Spiele gewünscht habe, mit einem vollen Stadion, mit Freunden und Familie sowie wilden Partys nach unseren Wettkämpfen, das halte ich doch für völlig unrealistisch."

Das IOC und Japan als Gastgeberland haben die Olympischen Spiele in Tokio wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Der SPORTBUZZER hat dazu internationale Pressestimmen gesammelt. Zur Galerie
Das IOC und Japan als Gastgeberland haben die Olympischen Spiele in Tokio wegen der Coronavirus-Pandemie verschoben. Der SPORTBUZZER hat dazu internationale Pressestimmen gesammelt. ©

Zuschauer, Hygieneregeln: Athleten unsicher, wie Tokio-Spiele aussehen könnten

Wie solche reduzierten Tokio-Spiele aussehen könnten, diskutiert der Ex-Europameister im Training mit anderen Athleten, "weil wir ein Bild davon haben wollen, auf das wir hintrainieren". Die Olympischen Spiele seien ein Fest der Begegnung mit rund 11.000 Athleten. "Da wird die schwierigste Frage zu lösen sein, wie kann man die Menschen, die da zusammenkommen, voneinander trennen, damit man es noch als Olympische Spiele bezeichnen kann", meinte Hartung.

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Am Freitag tagt das IOC werden dann Pläne vorgestellt?

Auf der ersten virtuellen Session des Internationalen Olympischen Komitees am Freitag soll der leicht modifizierte Wettkampfkalender vorgelegt werden. Wird IOC-Präsident Thomas Bach aber auch mehr Einblick ins Krisenmanagement und in alternative Planungen geben? Vor allem die Athleten fordern, mehr über elementare Überlegungen zu den Tokio-Spielen informiert und auch zurate gezogen zu werden. Er verstehe, so Hartung, dass man noch keine Deadline für eine Absage setzen könne. "Aber man kann doch sagen: Komm, wir entwickeln mit den Athleten ein Konzept ABC und besprechen offen, was passiert bei einer Absage, bei einer Version ohne Zuschauer und wenn nur bestimmte Wettkämpfe durchgeführt werden können", betonte der 30-Jährige.