28. Juli 2021 / 16:21 Uhr

Weiterkommen in Gefahr: Deutsche Handballer verlieren gegen Frankreich knapp

Weiterkommen in Gefahr: Deutsche Handballer verlieren gegen Frankreich knapp

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Die deutsche Handball-Auswahl muss bei Olympia um das Weiterkommen zittern.
Die deutsche Handball-Auswahl muss bei Olympia um das Weiterkommen zittern. © Getty Montage)
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Knappe Niederlage für die deutschen Handballer: Im dritten Vorrundenspiel bei den Olympischen Spielen musste sich die DHB-Elf knapp mit 29:30 Frankreich geschlagen geben. Das Team von Trainer Alfred Gislason fand erst spät in die Partie. Nun wächst der Druck, das Weiterkommen ist in Gefahr.

Thriller ohne Happy End: Deutschlands Handballer haben das Kracherduell gegen Rekord-Weltmeister Frankreich mit 29:30 (13:16) verloren und damit die zweite Vorrunden-Niederlage im Olympia-Turnier kassiert. Die DHB-Auswahl weist als Tabellenvierter in der Gruppe A nun 2:4 Punkte auf und steht im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale in den ausstehenden Spielen gegen Norwegen und Brasilien enorm unter Druck. Bester Werfer für das Team von Bundestrainer Alfred Gislason war am Mittwoch Timo Kastening mit sieben Toren.

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Nach einem Krimi wie bei den knappen Niederlagen im Olympia-Halbfinale 2016 und dem kleinen Finale bei der WM 2019 sah es zunächst nicht aus. Wie schon beim Pflichtsieg gegen Argentinien fand die DHB-Auswahl nur schwerfällig in die Partie und kam erst spät auf Betriebstemperatur.

Die Abwehr fand keine Einstellung gegen das variable und schnelle Angriffsspiel der Franzosen und beim Abschluss wurde einmal mehr gesündigt. Schon nach gut zehn Minuten nahm Gislason beim Stand von 2:7 die erste Auszeit.

Erste Hälfte: "Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht"

Doch es wurde nicht besser. Immer wieder bissen sich die deutschen Spieler an der französischen Deckung die Zähne aus und schenkten zu viele leichte Bälle her. Und das sonstige Prunkstück - die Abwehr - war dieses Mal eher die Schwachstelle. Ob vom Kreis oder aus dem Rückraum - die "Equipe tricolore" kam immer wieder zu einfachen Toren und baute den Vorsprung beim 14:7 (24.) sogar auf sieben Treffer aus.

Gislason verfolgte an der Seitenlinie mit verschränkten Armen und grimmiger Miene den fehlerhaften Auftritt seiner Schützlinge, die dem Olympiasieger von 2008 und 2012 erst gegen Ende der ersten Halbzeit etwas besser Paroli bieten und den Rückstand auf drei Tore verkürzen konnten. "Gott sei Dank haben wir uns noch einmal herangekämpft, nachdem wir schon zweimal den Anschluss verloren hatten", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer in der Pause und kritisierte: "Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht."

Deutsche Aufholjagd wird nicht belohnt

Zwei schnelle Tore nach dem Wechsel schürten neue Hoffnungen. Endlich war das DHB-Team hellwach. Die Defensive um den kurz vor der Pause für Johannes Bitter zwischen die Pfosten gerückten Torwart Andreas Wolff stand nun stabiler und vorne wurden die Chancen besser verwertet. Lohn war die erste Führung im Spiel beim 19:18 nach 38 Minuten.


Jetzt war es ein Duell auf Augenhöhe, in dem die Gislason-Truppe auch einen erneuten Drei-Tore-Rückstand wegsteckte und vor allem durch ihren Kampfgeist überzeugte. Beim 27:27 (54.) war wieder alles offen, doch am Ende fehlte wie schon bei der knappen Auftakt-Niederlage gegen Europameister Spanien das letzte Quäntchen zum Glück.