25. Juli 2021 / 10:58 Uhr

Wetterbehörde warnt: Taifun nimmt Kurs auf Olympia-Stadt Tokio – Ruder-Rennen verlegt

Wetterbehörde warnt: Taifun nimmt Kurs auf Olympia-Stadt Tokio – Ruder-Rennen verlegt

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ein Taifun bewegt sich auf die Olympia-Stadt Tokio zu.
Ein Taifun bewegt sich auf die Olympia-Stadt Tokio zu. © dpa/Symbolbild (Montage)
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Japans Wetterbehörde warnt vor einem Taifun, der Kurs auf Olympia-Stadt Tokio nimmt. Das Organisationskomitee der Spiele bereitet sich vor und beschwichtigt. Die Ruder-Wettkämpfe pausieren.

Für die Olympia-Starter in Japan könnte es zu Wochenbeginn ungemütlich werden. Der Taifun "Nepartak" bewegte sich am Sonntag über dem Pazifik mit Windgeschwindigkeiten nahe seines Zentrums von gut 100 Kilometern in der Stunde weiter Richtung der japanischen Hauptinsel Honshu. Wie die nationale Wetterbehörde bekanntgab, dürfte sich der Wirbelsturm - der achte der Saison - gegen Dienstag dem Osten und Nordosten des Inselreiches nähern und droht, im Gebiet um die Olympia-Stadt Tokio auf Land zu treffen. Die Behörde warnte vor heftigen Regenfällen, stürmischen Winden und hohem Wellengang.

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Das Organisationskomitee der Spiele stellt sich nach eigenen Angaben auf den Taifun ein. So sind bereits die ursprünglich für Montag geplanten Ruder-Rennen verlegt worden. Es sei nichts Ungewöhnliches, dass es aufgrund von Wetterbedingungen zu Änderungen im Ablaufplan komme, das habe es auch bei früheren Olympischen Spielen gegeben, sagte ein Sprecher. Der Vorteil bei Taifunen sei, dass anders als bei Erdbeben der Verlauf eines Wirbelsturms eingeschätzt werden könne.

Ausläufer des Taifuns könnten die Kanto-Koshin-Region, wo auch Tokio liegt, schon zu Wochenbeginn mit starkem Regen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 126 Kilometern in der Stunde überziehen. Dies könnte auch zu Behinderungen des Verkehrs führen.

Für die Ruder-Wettkämpfe bedeutet die Wetterlage eine zweitägige Zwangspause. Weder am Montag noch am Dienstag wird es zu Rennen auf dem Sea Forest Waterway, teilten die Organisatoren am Sonntag mit. Betroffen ist davon unter anderem das Finale der Doppelvierer mit Frieda Hämmerling (Kiel), Franziska Kampmann (Waltrop), Carlotta Nwajide (Hannover) und Daniela Schultze (Potsdam), die nun erst am Mittwoch die Chance bekommen, Olympiasiegerinnen zu werden.

Auch andere Medaillen-Kandidaten des Deutschen Ruder-Verbands sind betroffen. Die Leichtgewichts-Doppelzweier Jonathan Rommelmann (Krefeld) und Jason Osborne (Mainz) fahren ihr Halbfinale einen Tag verspätet. Sie sind statt am Dienstag nun am Mittwoch wieder dran. Für Oliver Zeidler verschiebt sich das Halbfinale im Einer in der Folge von Mittwoch auf Donnerstag. Infolge der Verschiebungen am Montag war der Vorlauf des Deutschland-Achters am Wochenende von Sonntag auf Samstag vorgezogen worden.