26. März 2020 / 18:26 Uhr

"Geht ja um das Gemeinwohl": Andreas Toba mit Verständnis für Schließung des OSP

"Geht ja um das Gemeinwohl": Andreas Toba mit Verständnis für Schließung des OSP

Simon Lange
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Andreas Toba (rechts, mit Recke Vincent Büchner) äußert sich verständnisvoll, was die Schließung des Olympiastützpunkts betrifft.
Andreas Toba (rechts, mit Recke Vincent Büchner) äußert sich verständnisvoll, was die Schließung des Olympiastützpunkts betrifft. © Florian Petrow
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Als Folge der Corona-Pandemie ist der Olympiastützpunkt vorerst bis zum 19. April geschlossen worden. Betroffen ist auch Turner Andreas Toba. Der bringt Verständnis für diese Entscheidung auf: "Als Sportler ist das natürlich nicht so cool, aber es geht ja nicht um mich, sondern um das Gemeinwohl."

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Er forderte vehement eine Verlegung der Olympischen Spiele – jetzt muss Hannovers Turnstar Andreas Toba damit leben, dass der Olympiastützpunkt dicht ist und er nicht mehr wie gewohnt trainieren kann. „Ich kann den Schritt nachvollziehen und stehe 100 Prozent dahinter“, äußerte Toba Verständnis. „Klar, als Sportler ist das natürlich nicht so cool, aber es geht ja nicht um mich, sondern um das Gemeinwohl.“

Ein wenig Training in der Wohnung

Die Zwangspause ist vielleicht gar nicht so verkehrt. Turner haben immer Wehwehchen, Toba kann jetzt entspannt seinen Körper etwas schonen – und in seiner Wohnung trotzdem noch ein wenig trainieren. Dehn- und Stabilisationsübungen. Oder Handstand zum Beispiel.

Neben Toba sind etliche weitere Olympiakaderathleten von der Schließung des Stützpunktes bis vorerst 19. April betroffen. Die Judoka um Igor Wandtke und Giovanna Scoccimarro, die Schwimmer, die Wasserballer, die Leichtathleten um Hochspringerin Imke Onnen und 400-Meter-Läuferin Luna Bulmahn sowie die Ruderer und Kanuten, die Fitnessraum und Ergometer nutzen konnten.

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Scoccimarro befindet sich ohnehin noch in freiwilliger Quarantäne, nachdem sie in einem Flugzeug mit einem Corona-Verdachtsfall saß. Wandtke ist zurzeit in der Heimat Lübeck.

Fitnessprogramm für die Ruderer

Von den Ruderern sind nun Marie-Catherine Arnold und Frauke Hundeling zum Heimtraining gezwungen. Beide haben aber daheim einen Ruder-Ergometer stehen. Trainer Torsten Zimmer hat ihnen ein individuelles Fitnessprogramm mit nach Hause gegeben. Hannover-Kollegin Carlotta Nwajide ist dagegen vorsorglich in Quarantäne. Eine Kollegin aus ihrer Berliner Trainingsgruppe hat sich infiziert.

Onnen wohnt derzeit bei ihrem Freund Falk Wendrich in Soest und versucht, den isolierten Tagen „auch sportlich eine Struktur“ zu geben. Die 25-Jährige macht morgens in einer Videositzung eine Stunde Yoga, mehrmals am Tag Kraftübungen im Wohnzimmer, „Bauch und Rücken sind dabei besonders wichtig“

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