16. Juli 2021 / 18:22 Uhr

Olympioniken der Zukunft: Waldring-Kids aus Wittstock gewinnen Kita-Olympiade

Olympioniken der Zukunft: Waldring-Kids aus Wittstock gewinnen Kita-Olympiade

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
KSB-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Franke (l.) und Landrat Ralf Reinhardt (r.) schauten in Wittstock vorbei, um den Waldring-Kids zum Sieg bei der Kita-Olympiade zu gratulieren. Auch in Heiligengrabe und in Lögow war die Freude groß.
KSB-Vorstandsmitglied Hans-Jürgen Franke (l.) und Landrat Ralf Reinhardt (r.) schauten in Wittstock vorbei, um den Waldring-Kids zum Sieg bei der Kita-Olympiade zu gratulieren. Auch in Heiligengrabe und in Lögow war die Freude groß. © KSB
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Binnen vier Wochen besuchte der Kreissportbund Ostprignitz-Ruppin 21 Einrichtungen der Region vor Ort - 2022 will man zum altbewährten System zurückkehren.

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Die Olympischen Spiele in der japanischen Hauptstadt Tokio starten erst in der kommenden Woche mit einem Jahr Verzögerung, in Ostprignitz-Ruppin ist die beliebteste aller Olympiaden schon wieder Geschichte. Zum zwölften Mal hat der hiesige Kreissportbund (KSB) die Kita-Olympiade durchgeführt, um die Bewegung der Jüngsten zu fördern. Nach 2020, als die Veranstaltung wegen der Corona-Pandemie aus dem Terminkalender gestrichen wurde, zogen die KSB-Verantwortlichen durch – allen Anstrengungen zum Trotz.

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„Es war ziemlich anspruchsvoll, eine erneute Absage sollte und musste aber unbedingt vermieden werden“, verrät Hannes Holtmann, der beim Ruppiner Sportdachverband im Bereich Koordination Integration und Sport- und Spieleinsätze tätig ist. Die angebotene Alternative, die gleichbedeutend mit der ersten Aktivität durch einen externen Träger nach längerer Abstinenz war, wurde dankend und von den vielen Kindern mit strahlenden Augen angenommen. Statt die Vorrunden an fünf zentralen Orten mit mehreren Kitas durchzuführen, schaute das KSB-Team in allen 21 teilnehmenden Einrichtungen persönlich vorbei. Vor Ort mussten die Kids im Vorschulalter die vier Bewegungsaufgaben bestmöglich vorführen: Schlängellauf, Ballzielwurf, Seitliches Überspringen über ein am Boden liegendes Seil und Einbeiniger Sprung in einen Reifen.

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2018, Pyeongchang: Die Potsdamerin Lisa Buckwitz (l.) gewinnt als Anschieberin im Zweier-Bob der Frauen mit Pilotin Mariama Jamanka. ©

„Die Übungen haben wir den Teilnehmern bereits im März zugeschickt. Dass der Wettbewerb sehr ernst genommen wird, zeigte sich bei unseren Besuchen“, lobt Holtmann die Umsetzung. Überhaupt sei die Kita-Olympiade in diesem Jahr nicht nur wegen der vielen Fahrerei und dem Kennenlernen der Erzieherinnen und Erzieher für die Veranstalter einzigartig gewesen. Auch das Ergebnis war letztlich aussagekräftiger als in den Vorjahren: „Es war die ehrlichste Olympiade. Sonst schicken die Kitas immer ihre besten zehn Kids ins Rennen, in diesem Jahr haben wir keine Begrenzung vorgenommen.“ Alle Vorschulkinder bewiesen ihre sportlichen Fähigkeiten, aus den einzelnen Ergebnissen wurde schließlich der Durchschnitt ermittelt. So absolvierten in der Kita im Kyritzer Ortsteil Holzhausen nur sechs Kinder die vier Bewegungsübungen, während in der Neuruppiner Kita Wirbelwind 60 Einschüler ihr Können unter Beweis stellen durften.

„Wir sind über jedes Kind froh, welches wir dadurch zur Bewegung animieren konnten“, resümiert Hannes Holtmann. Obwohl 2021 deutlich weniger Einrichtungen zum Teilnehmerfeld gehörten, wurden über 400 Kids sportlich geprüft – und damit ähnlich viele wie in den Jahren zuvor. Die Art und Weise der Durchführung gewährte den KSB-Funktionären um Geschäftsführer Thomas Krieglstein zudem einen Einblick, wie der Sport und die Bewegung in den einzelnen Kitas in Ostprignitz-Ruppin gelebt wird. „Für uns hat sich der Mehraufwand, 21 Kitas binnen vier Wochen abzuklappern, gelohnt. Das haben der Ehrgeiz und der Spaß bestätigt“, erklärt Holtmann, der einem verdienten Sieger gratulieren konnte: Die Kita Waldring aus Wittstock sicherte sich den Wanderpokal und verwies das Haus der kleinen Strolche Heiligengrabe und die Kita Krümelkiste aus Lögow auf die Treppchenplätze.

„Wir sind sehr stolz auf unsere Kinder und es ist unser Ziel, eine Bewegungskita zu werden“, sagt Simone Lücke. Die Stellvertretende Leiterin der Waldring-Kita bestätigt, dass im normalen Tagesablauf viel Bewegung auf dem eigenen Gelände herrscht: „Ob im Turnraum oder auf dem Spielplatz, wir üben sehr viel und wollen unseren Titel im nächsten Jahr verteidigen.“ Dann wieder bei einer finalen Veranstaltung in der Sporthalle des Neuruppiner Oberstufenzentrums.