15. August 2020 / 22:56 Uhr

Dembélé schießt Olympique Lyon zur Sensation: Ligue-1-Klub schlägt Man City und ist jetzt Bayern-Gegner

Dembélé schießt Olympique Lyon zur Sensation: Ligue-1-Klub schlägt Man City und ist jetzt Bayern-Gegner

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Olympique Lyon ist ins Halbfinale der Champions League eingezogen. 
Olympique Lyon ist ins Halbfinale der Champions League eingezogen.  © 2020 Pool
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Die Sensation ist perfekt: Olympique Lyon hat das Halbfinale der Champions League erreicht und ist nun Gegner des FC Bayern München in der Runde der besten vier Teams Europas. Per Doppelpack in den Schlussminuten führte Moussa Dembélé die Franzosen zum Sieg gegen den klaren Favoriten Manchester City. Die Mannschaft von Pep Guardiola verpasste erneut den Halbfinal-Einzug.

Der Traum lebt weiter: Olympique Lyon ist ins Halbfinale des Finalturniers der Champions League in Lissabon eingezogen. Der krasse Außenseiter aus Frankreich besiegte den Vizemeister der Premier League um Star-Trainer Pep Guardiola am Samstagabend verdient mit 3:1 (1:0) und ist damit der Gegner des FC Bayern München am kommenden Mittwoch in der Runde der besten vier Mannschaften Europas. Maxwel Cornet (24. Minute) und Moussa Dembélé (79., 87.) erzielten die Treffer für den französischen Ligapokal-Finalisten der abgelaufenen Saison. Man City um Nationalspieler Ilkay Gündogan erhöhte in der zweiten Halbzeit massiv den Druck, der zwischenzeitliche Ausgleich des früheren Bundesliga-Profis Kevin De Bruyne (69.) war aber zu wenig.

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Im Achtelfinale hatte OL bereits Juventus Turin und Superstar Cristiano Ronaldo aus dem Wettbewerb geworfen.

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Guardiolas Mannschaft begann in veränderter Grundordnung wie gewohnt mit viel Ballbesitz, gefährlicher in der Anfangsphase war dennoch Lyon. Der Außenseiter spielte mutiger, direkter, schneller. Der bei einer Ecke aufgerückte Abwehrspieler Marçal prüfte City-Torwart Ederson mit einem Distanzschuss (9.). Dem Führungstor ging ein langer, hoher Pass aus der eigenen Hälfte voraus. Karl Toko Ekambi behauptete den Ball gegen City-Verteidiger Eric García, Cornet kam zum Schuss und schloss überlegt mit links ab.

Der Sieg im Achtelfinale gegen Turin habe seinem Team enorm viel Selbstvertrauen gegeben, hatte Lyon-Trainer Rudi Garcia im Vorfeld gesagt: "Natürlich weckt das auch bei uns den Hunger, mehr zu erreichen." Und City bekam das zu spüren.

Die hochkarätige Manchester-Offensive um De Bruyne und Englands Nationalspieler Raheem Sterling kam in der ersten halben Stunde zu wenig nennenswerten Aktionen. Die Bayern hatten zu diesem Zeitpunkt am Freitag schon mit 4:1 geführt. Guardiola rief angestrengt immer wieder Anweisungen ins fast menschenleere Estádio José Alvalade. Kurz vor der Pause prüfte Rodri Lyon-Torwart Anthony Lopes (43.).

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Eine Auswahl der Titelträger in der Champions League: Stefan Effenberg mit dem FC Bayern im Jahr 2001 (l.), Ronaldinho mit dem FC Barcelona im Jahr 2006 und Mohamed Salah mit dem FC Liverpool im Jahr 2019.  Zur Galerie
Eine Auswahl der Titelträger in der Champions League: Stefan Effenberg mit dem FC Bayern im Jahr 2001 (l.), Ronaldinho mit dem FC Barcelona im Jahr 2006 und Mohamed Salah mit dem FC Liverpool im Jahr 2019.  ©

"Hier gibt es immer Druck", hatte Guardiola vor der Partie gesagt – der Titel in der Champions League hat für die Klubeigentümer aus Abu Dhabi schließlich höchste Priorität. "Das ist jedes Jahr dieselbe Frage." Das Achtelfinale gegen das große Real Madrid hatten die Citizens mit zwei Siegen souverän gemeistert.


Gegen Lyon variierte Guardiola gut zehn Minuten nach der Pause die Formation. Riyad Mahrez kam für Fernandinho (56.), De Bruyne, der Lopes zunächst mit einem Freistoß prüfte (60.), rückte zunehmend auf die Position des Spielmachers. Lyon kämpfte weiter aufopferungsvoll, kam aber zunächst kaum noch zu Entlastungsangriffen.

Die Citizens kreierten weiterhin nur wenige Gelegenheiten, die eine für De Bruyne reichte zum Ausgleich. Dembélé traf dann für Lyon überraschend und aus abseitsverdächtiger Position, das Tor hielt aber der Überprüfung durch den Videoassistenten stand. Sterling vergab wenige Minuten vor dem Ende eine 100-prozentige Chance auf das 2:2 (86.), ehe erneut Dembélé mit seinem zweiten Treffer alles klarmachte.