30. September 2021 / 23:45 Uhr

Nach Fan-Ausschreitungen: Französische Presse reagiert entsetzt auf Krawalle in Marseille

Nach Fan-Ausschreitungen: Französische Presse reagiert entsetzt auf Krawalle in Marseille

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Beim Europa-League-Spiel zwischen Olympique Marseille und Galatasaray Istanbul kam es zu Ausschreitungen auf den Tribünen.
Beim Europa-League-Spiel zwischen Olympique Marseille und Galatasaray Istanbul kam es zu Ausschreitungen auf den Tribünen. © IMAGO/PanoramiC
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Beim Europa-League-Spiel zwischen Olympique Marseille und Galatasaray Istanbul ist es auf den Tribünen zu heftigen Ausschreitungen gekommen. Die Fans beider Teams warfen Feuerwerkskörper. Nun drohen Konsequenzen von Seiten der UEFA.

Schon wieder ist es in einem französischen Stadion zu schweren Ausschreitungen gekommen. Das Gruppenspiel in der Europa League zwischen Olympique Marseille und Galatasaray Istanbul (0:0) musste am Donnerstagabend zwischenzeitlich unterbrochen werden. Zunächst waren Feuerwerkskörper aus den Reihen der rund 2500 Gäste-Fans in Richtung Spielfeld geworfen worden. Anschließend warfen Anhänger beider Klubs Bengalos und Böller und den jeweils gegnerischen Fan-Block.

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Sicherheitskräfte und Polizisten versuchten, die Lage in den Griff zu bekommen. Galatasaray-Trainer Fatih Terim ging zu den Anhängern des türkischen Traditionsklubs, Olympique-Kapitän Dimitri Payet zu den Fans von Marseille. Schiedsrichter Paweł Raczkowski stoppte die Partie in der 38. Minute für mehrere Minuten. Auch nach Wiederanpfiff waren immer wieder Explosionen von Feuerwerkskörpern zu hören.

"Schon wieder Zwischenfälle in einem französischen Stadion", schrieb RMC Sport. Es sei hitziger auf den Tribünen als auf dem Rasen zugegangen, kommentierte der Sender zu einem Foto bei Twitter, das Polizisten in Montur mit Helm von hinten zeigte. "Neue traurige Folge", schrieb L'Equipe, nachdem es zuletzt in der französischen Ligue 1 bereits mehrfach zu Ausschreitungen gekommen war. Ein Tor fiel in Marseille nicht mehr. Beide Vereine dürften nun mit einem schweren Nachspiel durch die UEFA zu rechnen haben.