24. Mai 2020 / 13:39 Uhr

Onur Köse soll den Umbruch beim 1. FC Wunstorf als Trainer gestalten

Onur Köse soll den Umbruch beim 1. FC Wunstorf als Trainer gestalten

David Lidón
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Wunstorfs neuer Trainer Onur Köse ist an der Seitenlinie engagiert.
Wunstorfs neuer Trainer Onur Köse ist an der Seitenlinie engagiert. © Chris Hanke
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Die Zeiten, in denen beim Thema 1. FC Wunstorf relativ schnell das hohe Durchschnittsalter der Mannschaft zur Sprache kam, sollen der Vergangenheit angehören. Der Verein hat mit Onur Köse den neuen Trainer für die nächste Saison bekannt gegeben, und für die neue Philosophie haben sich die Auestädter scheinbar den richtigen Mann ausgesucht.

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Der 39-jährige Köse hat sich in den Nachwuchsteams des TSV Havelse einen Namen gemacht. Bis Sommer 2019 betreute er die U18 der Garbsener, danach musste er aus beruflichen Gründen eine Pause an der Seitenlinie einlegen. Unter Christian Benbennek ist Köse auch Co-Trainer der Havelser Regionalligamänner gewesen.

"Wunstorf gehört zu einem der besten Teams der Liga"

In Wunstorf wird der A-Lizenz-Inhaber erstmalig als Chefcoach einer Herrenmannschaft in der Verantwortung stehen. „Ich freue mich riesig auf die neue Aufgabe beim 1.FC. Der Verein zählt aufgrund der jüngeren Vergangenheit sicherlich zu einem der besten Teams der Liga“, sagt Köse. „Besonders die Aufgabe mit jungen, aber auch mit gestandenen Spielern arbeiten zu dürfen, reizt mich.“

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Der Landesligist verpflichtete einen Mann mit Stallgeruch, von 2002 bis 2003 schnürte der neue Coach die Schuhe für die Barnestädter in der Oberliga. Der Kontakt zum Klub sei nie wirklich abgebrochen.

10 bis 15 neue Spieler

Den Umbruch in Wunstorf geht Köse mit Überzeugung an. „Es werden wohl zehn bis 15 neue Spieler dazukommen“, sagt der zweifache Vater. Es gibt schon mehrere Zusagen, darunter Kicker mit Regionalliga- und Oberligaerfahrung. Namen sind aber noch nicht spruchreif, da besagte Spieler noch bei anderen Vereinen unter Vertrag stehen. „Ich profitiere da von meinem Netzwerk, das ich in den letzten zehn Jahren aufgebaut habe“, sagt der Übungsleiter.

Es wird eine sehr junge Mannschaft beim 1. FC werden. „Der Altersschnitt wird radikal nach unten geschraubt“, sagt Köse. Drei bis vier Akteure, die zwischen 25 und 30 Jahre alt sind, werden den Faktor Erfahrung beisteuern. Die Wunstorfer hatten bereits vor vielen Wochen vermeldet, dass die Routiniers Robin Ullmann, Daniel McGuinness und Deniz Aycicek den Verein verlassen werden. Tim Scheffler schließt sich dieser Gruppe nun an.

Ein Überblick: Das ist der Status quo bei Deutschlands Landesverbänden. Stand: 21. Mai 2020.

<b>Schleswig-Holstein:</b> Ob sie sich bei ihrem Weg auf Glatteis bewegen, wird sich zeigen. Klar ist: Das Präsidium des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) hat beschlossen, dass die Saison 2019/2020 nicht über den 30. Juni hinaus verlängert werden soll. Stattdessen wird sie ohne weiteren Spielbetrieb auslaufen. Mit anderen Worten: Sie ist abgebrochen worden. Die Entscheidung gibt unseren Vereinen die bestmögliche Planungssicherheit, wird SHFV-Präsident Uwe Döring auf der Homepage des Verbandes zitiert.

 Am 9. Mai entschied das Präsidium schließlich, die Saison mithilfe der Quotientenregel zu werten. Es gibt zwei Auf-, aber keine Absteiger. Sollte eine Mannschaft auf den Aufstieg verzichten, erfolgt keine Weitergabe des Aufstiegsrechts. Die ausstehenden Kreispokalspiele sollen als regionale Qualifikationsrunden vor Beginn der nächsten Saison gespielt werden. Bei den Frauen und Junioren steigen hingegen jeweils nur die Staffelsieger auf, Absteiger gibt es ebenfalls nicht.  Zur Galerie
Schleswig-Holstein: Ob sie sich bei ihrem Weg auf Glatteis bewegen, wird sich zeigen. Klar ist: Das Präsidium des Schleswig-Holsteinischen Fußballverbandes (SHFV) hat beschlossen, dass die Saison 2019/2020 nicht über den 30. Juni hinaus verlängert werden soll. Stattdessen wird sie ohne weiteren Spielbetrieb auslaufen. Mit anderen Worten: Sie ist abgebrochen worden. "Die Entscheidung gibt unseren Vereinen die bestmögliche Planungssicherheit", wird SHFV-Präsident Uwe Döring auf der Homepage des Verbandes zitiert. Am 9. Mai entschied das Präsidium schließlich, die Saison mithilfe der Quotientenregel zu werten. Es gibt zwei Auf-, aber keine Absteiger. Sollte eine Mannschaft auf den Aufstieg verzichten, erfolgt keine Weitergabe des Aufstiegsrechts. Die ausstehenden Kreispokalspiele sollen als regionale Qualifikationsrunden vor Beginn der nächsten Saison gespielt werden. Bei den Frauen und Junioren steigen hingegen jeweils nur die Staffelsieger auf, Absteiger gibt es ebenfalls nicht.  ©

„Der 1.FC bedankt sich ganz herzlich bei den ausscheidenden Spielern, die den Weg nicht einschlagen und den Verein zum Saisonende verlassen werden, für ihre zum Teil langjährigen Dienste“, sagt Pressesprecher Andreas Schmitz. Vom Nachfolger von Toni Pagano und dem Fokus auf die Jugend hält er viel: „„Durch die Neuausrichtung des Vereins steht der 1.FC Wunstorf weiterhin auf gesunden Füßen.“

"Der Klassenerhalt hat zunächst Priorität"

Köse wird einiges auf links krempeln beim Landesligisten. „Den Trainingsablauf und das Drumherum möchte ich neu aufstellen“, sagt er. Mittelfristig will der Trainer den Verein wieder in die Region führen, wo er laut ihm auch hingehört. „Im ersten Jahr hat aber der Klassenerhalt Priorität, das hat mir der Klub bestätigt“, sagt der 39-Jährige.

Sollte es am 27. Juni zum Saisonabbruch kommen, plant Köse, Anfang bis Mitte Juli mit einer sechswöchigen Vorbereitungsphase zu beginnen. Natürlich nur, wenn es die Corona-Maßnahmen zulassen. Das auf den Nachwuchs vertrauende Projekt wird in Wunstorf perfekt vorbereitet sein, wann auch immer es im Vollbetrieb anrollen kann.