22. Juni 2020 / 18:11 Uhr

Opa - Der Holstein-Blog: Holstein Kiels Ass Jae-Sung Lee in die Premier League?

Opa - Der Holstein-Blog: Holstein Kiels Ass Jae-Sung Lee in die Premier League?

Andreas Geidel
Holstein-Experte Andreas Opa Geidel berichtet vom Holstein-Training am Mittwochmorgen.
Holstein-Experte Andreas "Opa" Geidel berichtet vom Holstein-Training am Mittwochmorgen. © Andrè Haase
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Störche-Sportchef Uwe Stöver arbeitet in enger Abstimmung mit Cheftrainer Ole Werner und Teammanager Jan Uphues an organisatorischen und personellen Themen für die neue Saison. Bislang 55 Gegentreffer bereiten Sorgen.

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Die angesichts der vergebenen Chancen des Gegners vom Endergebnis noch zu niedrig ausgefallene 1:4-Packung beim VfL Osnabrück glich aus Sicht des Fußball-Zweitligisten Holstein Kiel einem gehörigen Nackenschlag. Sicher, der verletzungsbedingte Ausfall nahezu des kompletten Stammpersonals in Mittelfeld und Angriff (Jonas Meffert, Alexander Mühling, Salih Özcan, Jae-Sung Lee, Janni Serra und Fabian Reese) darf als Entschuldigung für den schwarzen Sonntag in Niedersachsen herhalten. Auch der frühe Platzverweis für den in dieser Szene wenig geschickten Rechtsverteidiger Phil Neumann (26. Minute) war dem Treiben der 1b-Störche-Formation wenig zuträglich. Und doch hinterließ dieser missratene Auftritt an der Bremer Brücke dicke Fragezeichen.

Mit elf Elfmetern gegen sich sind die Störche Zweitliga-Schlusslicht in dieser Statistik

Lag's an der mangelnden Spielpraxis des in Osnabrück aktiven Personals oder ist das Gros der Akteure aus der zweiten Reihe eben doch nur bedingt tauglich für Liga zwei? Sind die nunmehr 55 Gegentreffer (mehr haben nur Dresden/56, Nürnberg/57 und Wiesbaden/62) bei 52 selbst erzielten Toren ein nachhaltiges Indiz für die mangelnde Balance zwischen offensiver Kreativität und defensiver Anfälligkeit? Mit elf Elfmetern gegen sich sind die Störche gar Zweitliga-Schlusslicht in dieser Statistik.

Immerhin, der Klassenerhalt ist eingetütet, der vierten Saison in Folge im Bundesliga-Unterhaus steht nichts mehr im Wege – Saisonziel erreicht! Doch Sportchef Uwe Stöver steht trotz der Planungssicherheit in Sachen Liga-Zugehörigkeit und des aktuell sicher scheinenden Verbleibs von Leistungsträgern wie Mühling, Meffert, Hauke Wahl, „Jojo“ van den Bergh, Jannik Dehm, Stefan Thesker, Fabian Reese oder Ioannis Gelios vor einem Berg an Arbeit.

Jae-Sung Lee nach England oder Spanien?

Denn trotz gültiger Verträge bis 2021 dürften die Offensiv-Asse Serra und Lee kaum zu halten sein. Dem südkoreanischen Nationalspieler sollen nach Informationen des Sportbuzzer jeweils zwei Anfragen aus der spanischen Primera Division und der englischen Premier League vorliegen. Die Rückkehr des ausgeliehenen Mittelfeld-Antreibers Özcan zu seinem Stammverein 1. FC Köln ist – wenn auch offiziell noch nicht bestätigt – beschlossene Sache. Ob der gemeinsam mit Lee an der Spitze der internen Torjägerliste rangierende Emmanuel Iyoha (neun Treffer) nach einer Spielzeit auf Leihbasis auch in der kommenden Serie das Störche-Trikot trägt, steht ebenfalls in den Sternen. Bei der Beantwortung dieser Frage dürfte auch viel davon abhängen, ob Iyohas Stammklub Fortuna Düsseldorf den Bundesliga-Klassenerhalt schafft.

Holstein Kiel: Die Saison 2019/20 in Bildern

1. Spieltag: Holstein Kiel spielt zu Hause gegen den SV Sandhausen 1:1-Unentschieden. Torschützen: 0:1 Behrens (4.), 1:1 Iyoha (54.). Zur Galerie
1. Spieltag: Holstein Kiel spielt zu Hause gegen den SV Sandhausen 1:1-Unentschieden. Torschützen: 0:1 Behrens (4.), 1:1 Iyoha (54.). ©

Sind Daniel-Kofi Kyereh und Manuel Schäffler Kandidaten für die Störche?

Sollten Serra und Lee die Vereinsfarben wechseln, besitzt die KSV Holstein die Möglichkeit, trotz der Corona-Krise ansehnliche Ablösesummen zu generieren. Diese in neues Leitpersonal zu reinvestieren, scheint mit Blick in die sportliche Zukunft oberste Störche-Pflicht. Immer wieder an der Kieler Gerüchtebörse gehandelt werden die Namen Manuel Schäffler und Daniel-Kofi Kyereh, die Offensivkräfte des mutmaßlichen Zweitliga-Absteigers SV Wehen Wiesbaden. Während der 24-jährige Kyereh (sechs Tore/sechs Assist) im Sommer ablösefrei gehen kann und bereits mit dem FC St. Pauli in Verbindung gebracht wird, gilt der Vertrag des 31-jährigen Ex-Storches und Top-Torjägers Schäffler (19 Tore/drei Assists) beim SVWW nach Informationen des Sportbuzzer auch für die Dritte Liga.

Zumindest die in der vergangenen Woche an der Förde aufgekommene Unruhe, ausgelöst durch das Fehlen von Cheftrainer Ole Werner in den letzten drei Saisonspielen wegen eines Krankheitsfalles in der Familie, könnte schon bald unter dem Stichwort „temporäre Auszeit“ beendet sein. Das zumindest lässt das Zitat von Uwe Stöver vermuten: „Zur Situation und Ausfallzeit von Ole Werner haben wir in den vergangenen Tagen klar und ausreichend informiert. Alle organisatorischen und personellen Themen, auch im Hinblick auf die neue Saison, laufen im Hintergrund in enger Abstimmung zwischen Ole Werner, unserem Teammanager Jan Uphues und mir wie gewohnt weiter.“

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