20. August 2020 / 08:50 Uhr

Opa - Der Holstein-Blog - Janni Serra: „Bin zu 100 Prozent bei Holstein Kiel“

Opa - Der Holstein-Blog - Janni Serra: „Bin zu 100 Prozent bei Holstein Kiel“

Andreas Geidel
Janni Serra stand dem KN-Sportbuzzer im Interview Rede und Antwort.
Janni Serra stand dem KN-Sportbuzzer im Interview Rede und Antwort. © Paesler, Uwe
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"Die Gerüchte nerven nicht. Es ist mittlerweile normal im Geschäft, dass in jedes Gerücht etwas hineininterpretiert und alles von vielen Seiten kommentiert wird".

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Jetzt kommt der Transfermarkt im Profifußball langsam in Bewegung. Zweitliga-Torjäger Manuel Schäffler (32) wechselt aus Wiesbaden nach Nürnberg. Simon Terodde (32), mit insgesamt 220 Treffern Vorzeige-Knipser im Bundesliga-Unterhaus, soll dem HSV auf die erhofften Sprünge helfen. Geschätztes Grundgehalt 500.000 Euro, dazu sollen üppige Tor- sowie Siegprämien kommen und gut eine Million Euro Abfindung seines Ex-Klubs 1. FC Köln für die vorzeitige Auflösung seines bis 2021 datierten Vertrages mit einem Grundgehalt von geschätzten rund 2,5 Millionen Euro.

Und bei Holstein Kiel? Da hoffen alle auf den Verbleib der Offensiv-Asse Jae-Sung Lee und Janni Serra. „Es gibt zu diesem Thema weiterhin keinen neuen Stand“, negiert Störche-Sportchef Uwe Stöver das jüngste Gerücht, der RSC Anderlecht habe bei Holstein ein konkretes Angebot für Lee (28) hinterlegt.

Der 22-jährige Serra (sieben Tore/drei Assists in der vergangenen Saison) hat derweil beim 2:1 der KSV im Test gegen den FC St. Pauli am vergangenen Sonnabend sein Wettkampf-Comeback nach fast sechsmonatiger Zwangspause aufgrund einer Oberschenkel-OP Anfang März gegeben. Wie wichtig der U21-Nationalspieler für die Störche ist, belegen auch folgende Zahlen: In den 19 Spielen mit Serra bejubelten die Kieler sieben Siege, in den letzten elf Partien der abgelaufenen Spielzeit ohne ihn nur zwei.

KN-Sportbuzzer: Janni, Du hast aufgrund Deiner Oberschenkel-OP in München die letzten elf Spiele der vergangenen Saison verpasst. Wie schwer war es für Dich, diese Zeit zu überbrücken?

Janni Serra: Die Zeit war nicht sehr schwer zu überbrücken. Natürlich hat einem das Training mit der Mannschaft gefehlt, aber Verletzungen gehören im Fußball dazu. Ich habe viel mit Timm Sörensen (Fitness- und Rehatrainer der KSV/die Red.) gearbeitet und gesprochen. Auch in der Reha kann das Training Spaß machen. Zu weiteren Maßnahmen war ich in München, um auch mal etwas anderes zu sehen und mal raus aus dem Alltag zu kommen.

Diese Spieler haben Holstein Kiel in der Vergangenheit geprägt:

Dmitrijus Guscinas spielte zwar auch in Paderborn, Osnabrück, Koblenz und an der Seite von Mario Gomez bei VfB Stuttgart II, aber den nachhaltigsten Eindruck hat der Stürmer bei Holstein Kiel hinterlassen. Während seiner zwei Aufenthalte in Kiel (1999-2003 und 2007-2010) erzielte Guscinas 85 Tore in 210 Spielen. Zur Galerie
Dmitrijus Guscinas spielte zwar auch in Paderborn, Osnabrück, Koblenz und an der Seite von Mario Gomez bei VfB Stuttgart II, aber den nachhaltigsten Eindruck hat der Stürmer bei Holstein Kiel hinterlassen. Während seiner zwei Aufenthalte in Kiel (1999-2003 und 2007-2010) erzielte Guscinas 85 Tore in 210 Spielen. ©

Gegen St. Pauli gab's das Wettkampf-Comeback für Dich. Wie groß war die Freude darüber? Und bist Du auch nach dieser Belastung beschwerdefrei?

Ich habe mich gefreut, wieder auf dem Platz zu stehen und zu spielen. Das Spiel lief für mich ganz ok. Ich bin eher der Typ, der sich darüber ärgert, wenn etwas nicht so gut läuft, anstatt sich zu freuen, dass man nach langer Zeit wieder spielen kann. Wenn ich spiele, dann will ich auch eine gute Leistung zeigen. Der Oberschenkel macht keine Probleme mehr, schon seit längerer Zeit nicht mehr. Ich bin aber noch etwas vorsichtiger und bereite mich anders auf Trainingseinheiten vor, um eventuellen Problemen vorzubeugen.

Die Pandemie hat Dir für Deinen Traum von Olympia eine zweite Chance offengehalten. Hattest Du in der Zwangspause Kontakt zu U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz?

Ja, mit Stefan Kuntz gab und gibt es immer wieder Kontakt. Durch die lange Zeit, die man sich schon kennt, war er einer der Ersten, dem ich damals von der OP erzählt habe. Er bringt sich immer wieder auf den neuesten Stand bei „seinen“ Spielern und bietet seine Hilfe an.

Dein Vertrag bei den Störchen endet am 30. Juni 2021. Immer wieder aber fällt in dieser Transferperiode Dein Name an der Gerüchtebörse. Wie sehr nervt das, lenken diese Spekulationen ab? Bist Du – Stand heute – zu 100 Prozent auf Holstein fokussiert?

Die Gerüchte nerven nicht. Es ist mittlerweile normal im Geschäft, dass in jedes Gerücht etwas hineininterpretiert und alles von vielen Seiten kommentiert wird. Ich bin zu 100 Prozent bei Holstein Kiel. Es macht mich glücklich, wieder spielen zu können. Mein Ziel ist es, so hoch wie möglich zu spielen. Ich suche gerne neue Herausforderungen. Wann und ob das tatsächlich passiert, kann keiner sagen. Ich arbeite hart, um weiterzukommen und immer besser zu werden.

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