05. Oktober 2020 / 19:27 Uhr

Opa - Der Holstein-Blog: Neuzugang Mees verstärkt Gedränge auf den Außenbahnen

Opa - Der Holstein-Blog: Neuzugang Mees verstärkt Gedränge auf den Außenbahnen

Andreas Geidel
Andreas Geidel mit News zum Deadline-Day.
Andreas Geidel mit News zum Deadline-Day. © Andrè Haase
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Das Transferfenster im deutschen Profifußball ist seit Montag, 18 Uhr für „Einkäufe“ von unter Vertrag stehenden Profis geschlossen. Zweitligist Holstein Kiel hat am Deadline-Day noch einmal zugeschlagen und den Flügelspieler Joshua Mees (24) ablösefrei von Bundesligist Union Berlin für vier Jahre verpflichtet. Auf der Gegenseite wurde Offensiv-Allrounder Daniel Hanslik (23) bis Saisonende an den Drittligisten 1. FC Kaiserslautern ausgeliehen.

Keine Frage, der Unterhaltungswert der letzten Stunden des letzten Transfertages boten einen durchaus akzeptablen Unterhaltungswert. Für die so formidabel ins Spieljahr gestarteten Kieler Störche steht damit fest, was sich in der Vorwoche abgezeichnet hatte: die lange umworbenen Sturm-Asse Jae-Sung Lee (28) und Janni Serra (22), deren Verträge im kommenden Sommer auslaufen, bleiben vorerst. Wahrscheinlich bis zum Saisonende, zumindest aber noch drei Monate. Denn dann beginnt die nächste Transferperiode …

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Kaum vorstellbar, dass Holstein-Sportchef Uwe Stöver einen der beiden Angreifer noch in der „Verlängerung“ abgibt. In den Niederlanden und Portugal endet der Sommerschlussverkauf erst am Dienstagabend (6. Oktober), in der Schweiz gar erst am 12. Oktober und in Russland am 17. Oktober. In diesem Fall könnte die KSV Holstein sich lediglich auf der Liste der vertragslosen Profis nach Ersatz umsehen. Doch die dort verzeichneten Namen passen fast ausnahmslos weder vom Alter noch von der zu erwartenden Gehaltsvorstellung ins Profil der Nordlichter.

Joshua Mees
Joshua Mees ©

Mit 24 Feldspielern und drei Torhütern besitzt der Kader der Störche eine vernünftige Größenordnung. Auch die Positionierung der Spieler wirkt ausgewogen. Bis auf den Linksverteidiger-Part sind alle Planstellen doppelt mit gelerntem Personal besetzt. Diese Lücke könnte im Winter der Däne Mikkel Kirkeskov (29) schließen, dessen Arbeitspapier beim polnischen Erstligisten Piast Gliwice am 31. Dezember dieses Jahres ausläuft.

Auffällig: Im Gegensatz zur vergangenen Saison, als sich mit Salih Özcan, Emmanuel Iyoha, Salim Khelifi und Darko Todorovic gleich vier Leihkräfte an der Förde tummelten, schnürt in dieser Serie mit Niklas Hauptmann (1. FC Köln) nur ein Leihspieler für Holstein die Stiefel. Ein Indiz für eine neue Personalpolitik?

Echtes Gedränge herrscht im aktuellen Aufgebot der Kieler allerdings auf den offensiven Außenbahnen. Hinter Fin Bartels (33/Vertrag bis 2022), Fabian Reese (22/2023), dem erstligaerfahrenen Neuzugang Mees, der bereits bei seinem Ausbildungsverein Hoffenheim Seite an Seite mit seinen neuen alten Kollegen Jannik Dehm und Simon Lorenz kickte, sowie Finn Porath (23/2023) lauern noch die bislang eher enttäuschenden Sommereinkäufe des Vorjahres, Makana Baku (22/2022) und David Atanga (23/2023). Eigengewächs Noah Awuku (20/2021) ist ob der Folgen seines Achillessehnenrisses noch länger zum Zuschauen verurteilt.

Holstein Kiel Kader Saison 2020/21

Ioannis Gelios Zur Galerie
Ioannis Gelios ©

Ob sich für Baku und/oder Atanga auf den allerletzten Drücker noch eine neue Chance in den Niederlanden, Portugal oder der Schweiz eröffnet? „Rudi“ Baku gehörte beim jüngsten 2:1-Erfolg der Störche gegen Fortuna Düsseldorf jedenfalls nicht zum Spieltagskader der Kieler.


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