28. Januar 2020 / 17:48 Uhr

Opas Bergfest: Holstein Kiels Schweigen ist Silber

Opas Bergfest: Holstein Kiels Schweigen ist Silber

Andreas Geidel
Opas Bergfest heute mal am Freitag.
Opas "Bergfest" heute mal am Freitag. © Andrè Haase
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Gerücht um Lion Lauberbach regt Fußball-Fantasie an – Tauschgeschäft mit Fiete Arp nur Utopie?

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Diese Spieler haben Holstein Kiel in der Vergangenheit geprägt:

Nach Ende der Spielzeit 2015 verließ Eiður Sigurbjörnsson Schweden und wechselte zum deutschen Klub Holstein Kiel, bei dem er einen bis zum Sommer 2017 gültigen Kontrakt unterzeichnete. In der Rückrunde der Spielzeit 2015/16 kam er in der 3. Liga zu zwölf Spieleinsätzen und lief auch für die Reservemannschaft auf. Auch in der folgenden Spielzeit kam er nicht über den Status eines Ergänzungsspielers hinaus und bestritt nur sieben Ligaspiele. Nach Ablauf seines Vertrages kehrte der Isländer in sein Heimatland zurück und schloss sich Valur Reykjavík an. Zur Galerie
Nach Ende der Spielzeit 2015 verließ Eiður Sigurbjörnsson Schweden und wechselte zum deutschen Klub Holstein Kiel, bei dem er einen bis zum Sommer 2017 gültigen Kontrakt unterzeichnete. In der Rückrunde der Spielzeit 2015/16 kam er in der 3. Liga zu zwölf Spieleinsätzen und lief auch für die Reservemannschaft auf. Auch in der folgenden Spielzeit kam er nicht über den Status eines Ergänzungsspielers hinaus und bestritt nur sieben Ligaspiele. Nach Ablauf seines Vertrages kehrte der Isländer in sein Heimatland zurück und schloss sich Valur Reykjavík an. ©

Januar – dieser Monat steht im Profifußball für Transferzeit. In Deutschland schließt das Wechselfenster in der Bundesliga, der Zweiten und Dritten Liga am kommenden Freitag um 18 Uhr. Im Gegensatz zum Sommer dürfen Klubs wie Holstein Kiel danach auch keine vertragslosen Spieler mehr verpflichten. In anderen europäischen Top-Ligen läuft die Frist später am Abend des 31. Januar ab, in Österreich (6. Februar) und der Schweiz (17. Februar) beispielsweise sogar erst in den kommenden Wochen. Und in Überseestaaten wie den USA (12. Februar bis 5. Mai) gelten ohnehin ganz andere Modalitäten – Ex-KSV-Kult-Keeper Kenneth Kronholm (Chicago Fire) lässt grüßen.

Die ersten vier Wochen des Jahres befeuern die Gerüchteküche, garantieren Spannung für die Öffentlichkeit und erfordern kluges Taktieren der Vereine, die im Zusammenhang mit offenkundig wechselwilligen Profis genannt werden. Nicht selten lancieren Spielerberater Namen ihrer Klienten zwecks Steigerung des Interesses in die Diskussionen der entsprechenden Foren, der Wahrheitsgehalt entspricht dabei wahrlich nicht immer den realen Gegebenheiten.

So wird der Ex-Bremer und -St. Paulianer Lennart Thy mit dem Kieler Zweitliga-Konkurrenten Greuther Fürth in Verbindung gebracht. Als möglicher Sommer-Neuzugang der Kleeblätter wird der zurzeit für den PEC Zwolle auf Torejagd gehende 27-Jährige gehandelt. Dass in diesem Zusammenhang auch die Kieler Störche genannt werden, darf – Stand heute – getrost unter der Rubrik „Ente“ abgehakt werden. Mit „null Prozent“ beziffert Holstein-Sportchef Uwe Stöver den Wahrheitsgehalt dieses Gerüchtes.

Ob dies auch für Lion Lauberbach gilt? An einer Verpflichtung des 21-jährigen Sturm-Talentes der Störche soll angeblich der FC Bayern großes Interesse besitzen. Quais als „Lehrling“ an die Säbener Straße wechseln. Als potenzieller Nachfolger für Kwasi Wriedt (25), dem Angebote aus der Bundesliga von Werder Bremen, den Niederlanden und der Zweiten englischen Liga vorliegen sollen, für die Drittliga-Mannschaft des deutschen Rekordmeisters auf Torejagd gehen und im Trainingsalltag mit Robert Lewandowski zu einem Top-Angreifer reifen. Wie Super-Joker Joshua Zirkzee (18) zu einem auch wirtschaftlich hochinteressanten Juwel geschliffen werden. Eine keineswegs utopisch anmutende Kausalkette.

Von einer Ausleihe mit Kaufoption schon im Winter ist die Rede. Oder von einem Sommertransfer mit einer kolportierten Ablöse von 1,5 bis zwei Millionen Euro. FC Bayern-II-Trainer Sebastian Hoeneß soll bereits mit Lauberbach Kontakt aufgenommen haben.

Natürlich muss auch Holstein Kiel nicht zu jedem Personalgerücht Stellung beziehen. Im Fall des im vergangenen Sommer für knapp 200.000 Euro aus Zwickau an die Förde gewechselten Lauberbach indes ist das Schweigen der Störche nur Silber.

Zwei Beispiele für mögliche Wortbeiträge von offizieller KSV-Seite: „Lauberbach besitzt bei uns einen Vertrag bis 2022. Deshalb beschäftigen wir uns derzeit mit diesem Thema nicht“ - „Allein das Gerücht zeigt, dass wir mit unserer Sichtung von Talenten und deren Entwicklung hier bei Holstein nicht so viel falsch machen. Aber einen offiziellen Kontakt zum FC Bayern gab es bislang nicht. Mehr gibt es zu diesem Thema nicht zu sagen.“

Diese oder ähnlich formulierte Sätze blieben aus. Ein Ist-Zustand, der die Fantasie anregt. Schließlich ist ein gewisser Jann-Fiete Arp seit seinem Wechsel vom Hamburger SV zum FC Bayern auch wegen seines Verletzungspechs bislang gewaltig hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Drei Millionen Euro haben sich die Münchner die Dienste des 20-Jährigen im vergangenen Sommer kosten lassen. Ausgestattet wurde Arp mit einem Vertrag bis 2024.

Ob dieser Deal für beide Seiten noch Sinn macht? Braucht Arp als gebürtiger Bad Segeberger möglicherweise das raue Nord-Klima, um sein wahres Können auf den Rasen zu bringen? Vielleicht sogar im vergleichsweise heimeligen Nest der für attraktiven Angriffsfußball stehenden Störche? Mit einer angemessenen Gehaltsbeteiligung der Münchner als Basis für ein Tauschgeschäft mit Lauberbach?

Es bleibt dabei: Die Gedanken sind frei! Für Fußball-Interessierte nicht nur, aber speziell im Januar. Und eines steht ohnehin so fest wie das Amen in der Kirche: Die nächste Transferperiode kommt bestimmt. Damit diese auch aus Kieler Sicht wieder richtig spannend wird, bedarf es allerdings einer Grundlage: das vierte Holstein-Jahr in Liga zwei!