03. August 2020 / 16:50 Uhr

Optik Rathenow besiegt auch Lok Stendal deutlich (mit Galerie)

Optik Rathenow besiegt auch Lok Stendal deutlich (mit Galerie)

Detlev Nießner
Märkische Allgemeine Zeitung
Direnc Güven verlebte einen über weite Strecken ruhigen Nachmittag.
Direnc Güven verlebte einen über weite Strecken ruhigen Nachmittag. © Christoph Laak
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Testspiel: Die Kahlisch-Truppe findet immer besser zusammen und siegt mit 5:0.

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„Ich denke, wir haben das in dieser für die Jungs sehr harten Woche sehr gut gemacht“, fasste Ingo Kahlisch am Samstag zusammen. Auch den vierten Test innerhalb von sieben Tagen gestaltete der FSV Optik Rathenow erfolgreich und ohne Gegentor. Diesmal wurde bei brütender Hitze Oberligist Lok Stendal mit 5:0 abgefertigt.

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Bei insgesamt zehn Vorbereitungsspielen wird nicht jeder Akteur jede Partie in Erinnerung behalten. Den Sieg über den alten Rivalen aus der Altmark wird einer aber wohl auch noch am Saisonende positiv bewerten: Jonathan Muiomo erzielte durch konsequentes Nachsetzen die frühe Führung und bereitete danach drei Treffer in Folge vor.

Optik Rathenow besiegt Lok Stendal mit 5:0

Die Rathenower (in Weiß) behielten von Anfang bis Ende die Kontrolle über die Partie und setzten sich souverän durch. Zur Galerie
Die Rathenower (in Weiß) behielten von Anfang bis Ende die Kontrolle über die Partie und setzten sich souverän durch. © Christoph Laak

In einer rasanten Anfangsphase, schon nach wenigen Sekunden rettete Lok-Keeper Bryan Giebichenstein gegen Muiomo, zeigte Gojko Karupovic ungeahnte Qualität als Kopfballungeheuer. Glodi Zingu flankte von links über das ganze Feld, Jonathan Muiomo von rechts ins Zentrum – schon war Stendals Abwehr ausgespielt. Und der sonst so treffsichere Michael Gorbunow? Der ließ die größte Chance des gesamten Spiels liegen, nachdem Giebichenstein gegen Danilo Martschinkowski hielt. Aus zehn Metern jagte „Micha“ den Ball hoch über das leere Tor.

Nach gut 20 Minuten beruhigte sich das Geschehen dann etwas. Zumindest im und am Stendaler Strafraum. Dafür wurde nun im Mittelfeld gefightet, teils ging es recht ordentlich zur Sache. Aber auch das gehört zur Vorbereitung. Kurz nachdem Max Salge für die Gäste einen Freistoß an den Pfosten schoss – allerdings war die Abseitsfahne oben – kam Gorbunow doch noch zu seinem Tor. Ein schulbuchmäßiger Kopfball sorgte für den verdienten 3:0-Pausenstand. Und wieder kam die Flanke vom quirligen Jonathan Muiomo.

191 Zuschauer verfolgen die Partie

Trotz der hohen Temperaturen waren 191 Zuschauer an den Vogelgesang gekommen. Wer von denen richtig zugesehen hat, durfte nach der Pause konstatieren, dass bei Optik trotz vierfachem Wechsel keinerlei Qualitätsabfall zu verzeichnen war. Wie in den Spielen zuvor zeigte sich, dass der Kader wesentlich ausgeglichener ist als in den Vorjahren. Schnell drückte sich das auch ergebnismäßig aus.

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Beim 4:0 setzte sich Jonny auf dem Flügel stark durch. Diesmal gab es keine Flanke, sondern einen scharfen, genau getimten Flachpass. Vassilios Polichronakis musste eigentlich nur noch den Fuß hinhalten. Nach etwas mehr als einer Stunde Spielzeit gab es dann zwei ordentliche Offensivaktionen vom 1. FC Lok. Sowohl gegen Max Salge, als auch gegen Martin Gödecke zeigte sich Direnc Güven aufmerksam.

Nächster Test am Dienstag gegen den BSC Süd 05

„Wir haben einen ordentlichen Kader“, hatte Ingo Kahlisch vor kurzem gesagt. Das scheint nicht nur sportlich, sondern auch vom Charakter her zu stimmen. Der Toptorjäger des Vorjahres, Caner Özcin, versuchte nach 75 Minuten nicht mit Gewalt selbst abzuschließen, sondern verzichtete auf einen möglichen Torerfolg und hatte das Auge für den besser postierten Lucas Will. So hieß es am Ende 5:0.

„Jetzt werden wir die Belastung ein wenig runterfahren und uns so langsam auf das erste Punktspiel vorbereiten.“ Um dafür die Startformation zu finden, gibt es aber noch drei weitere Begegnungen. Die erste davon beginnt am Dienstag um 18.30 Uhr. Da empfangen die Optik-Fußballer mit dem BSC Süd 05 einen weiteren Vertreter der Oberliga-Staffel Nord.