23. Oktober 2020 / 11:55 Uhr

Optik Rathenow muss das nötige Feuer entzünden

Optik Rathenow muss das nötige Feuer entzünden

Christoph Laak
Märkische Allgemeine Zeitung
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Glodi Zingu wird gegen Jena wegen Knieproblemen nicht zur Verfügung stehen. © Christoph Laak
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Regionalliga Nordost: Das Team von Trainer Ingo Kahlisch empfängt am Sonntag den FC Carl Zeiss Jena.

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Ingo Kahlisch will das Feuer in seiner Mannschaft wecken. „Im Training ist zwar richtig Feuer drin, aber meine Jungs sind teilweise zu lieb“, verrät der Rathenower Trainer vor dem Spiel gegen den FC Carl Zeiss Jena am Sonntag (Anstoß: 13.30 Uhr, Stadion Vogelgesang). Denn nur mit der nötigen Zweikampfhärte lasse sich gegen solch „ein Kaliber“ wie Jena vielleicht etwas Zählbares holen.

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„Wir haben am Mittwoch noch einmal das Zweikampfverhalten trainiert. Dabei habe ich meinen Jungs auch gesagt, dass sie mal eklig sein dürfen. Gerade bei Standardsituationen müssen wir höllisch aufpassen“, weiß Ingo Kahlisch. Dabei treffen am Sonntag zwei völlig verschiedene Fußball-Welten aufeinander.

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Auf der einen Seite der Drittliga-Absteiger, der mit einem Millionenetat arbeiten kann und ein Stadion für knapp 50 Millionen Euro gebaut bekommt – auf der anderen Seite die Feierabendfußballer aus Rathenow. Dementsprechend ins Schwärmen kommt auch Ingo Kahlisch, wenn er über den kommenden Gegner spricht: „Sie haben als Absteiger ein wenig Zeit benötigt, haben jetzt aber einen richtig tollen Kader mit vielen gestandenen Spielern und ganz feine Bedingungen.“

Kampflos ergeben möchte man sich bei den Rathenowern aber dennoch nicht. „Das sind doch die Duelle, wegen der wir in dieser geilen Liga spielen wollen. Das ist ein Sahnespiel. Das wird wieder ein Highlight für den ganzen Verein“, sagt der Rathenower Trainer, der mit einer Kulisse von 500 bis 600 Zuschauern, darunter gut 100 aus Jena, rechnet.

Für Kahlisch und sein Team geht es darum, richtig dagegenzuhalten. „Wir müssen als Mannschaft wieder besser verteidigen und giftiger sein. Wir können gegen solch einen Gegner nur über die Zweikämpfe kommen“, schätzt Kahlisch ein. Doch nur mit kämpferischen Mitteln wird es gegen einen Gegner wie den FC Carl Zeiss, der zuletzt fünf Spiele in Folge gewinnen konnte, aber nicht getan sein, muss das schnelle Umschaltspiel in die Spitze wieder besser klappen.

Dazu stehen dem Rathenower Trainer wieder mehr Alternativen zur Verfügung. Caner Özcin hat in den letzten beiden Wochen voll trainiert und auch die Spielberechtigung für Neuzugang Oliver Bias liegt mittlerweile vor. Wobei bei ihm abzuwarten bleibt, inwiefern er der Rathenower Mannschaft schon helfen kann.

Druck von seinem Trainer erhält Bias nicht. „Der Junge soll erst einmal in Ruhe Fußball spielen können. Der Rest ergibt sich“, so Kahlisch, der aber auch auf einige Akteure verzichten muss. Kevin Adewumi ist nach seinem Wadenbeinbruch immer noch nicht ins Training eingestiegen.

Auch Glodi Zingu wird mit Knieproblemen gegen die Männer von den Kernbergen fehlen. Unterdessen hat Kapitän Jerome Leroy am Freitag einen Arzttermin. „Dort soll entschieden werden, wann er wieder ins Training einsteigen kann“, verrät Ingo Kahlisch. Positives gibt es von Torhüter Lucas Hiemann zu berichten. Zwar trägt er nach seiner Daumenverletzung im BAK-Spiel eine Schiene, kann gegen Jena aber spielen.

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Die Hausherren (in Rot) zeigten eine riesige Moral und verdienten sich somit auch den Punktgewinn. Zur Galerie
Die Hausherren (in Rot) zeigten eine riesige Moral und verdienten sich somit auch den Punktgewinn. © Christoph Laak

Für den Rathenower Trainer beginnt nach dem Jena-Spiel dann die entscheidende Phase. „Wir wollen bis zur Winterpause noch drei Siege einfahren und dichter an die 20-Punkte-Marke herankommen. Es warten noch einige Gegner auf uns, die unsere Kragenweite haben. Da gilt es zu punkten, wenn man die Klasse halten will“, so Kahlisch. Das nötige Feuer wird der Trainer in seinem Team dafür wecken können.