27. März 2020 / 14:34 Uhr

Optik Rathenow-Trainer Ingo Kahlisch plädiert für einen Saison-Abbruch (mit Galerie)

Optik Rathenow-Trainer Ingo Kahlisch plädiert für einen Saison-Abbruch (mit Galerie)

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Das Spiel gegen den VfB Auerbach, das Optik Rathenow mit 1:0 gewann, war am 7. März vorerst die letzte Partie.
Das Spiel gegen den VfB Auerbach, dass Optik Rathenow mit 1:0 gewann, war am 7. März vorerst die letzte Partie. © Christoph Laak
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Regionalliga Nordost: Die Saison der Regionalliga soll nach dem Rahmenterminplan eigentlich am 16. Mai beendet werden.

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Für die Regionalliga-Fußballer des FSV Optik Rathenow lief es zuletzt eigentlich recht ordentlich. Nach dem 25. Spieltag belegt die Truppe von Trainer Ingo Kahlisch den 13. Tabellenplatz, der in jedem Fall zum Klassenerhalt reichen würde. Außerdem kommt hinzu, dass die Rathenower gegen die ersten vier Teams der Tabelle in der Rückrunde bereits spielen mussten und in den kommenden Wochen auf Gegner aus der eigenen Tabellenregion getroffen wären. Doch seit zwei Wochen ruht auch auf dem Vogelgesang der Ball, das Heimspiel gegen Auerbach am 7. März war bisher das letzte Punktspiel.

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<b>Jerome Leroy:</b> Ich gehe morgens meistens mit Benny Wilcke laufen und mache Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht. In der freien Zeit schaue ich Serien, lese oder versuche zu kochen. Das mache ich aktuell learning by doing. Zur Galerie
Jerome Leroy: Ich gehe morgens meistens mit Benny Wilcke laufen und mache Krafttraining mit dem eigenen Körpergewicht. In der freien Zeit schaue ich Serien, lese oder versuche zu kochen. Das mache ich aktuell "learning by doing". © Christoph Laak

„Wir haben bisher – im Rahmen unserer Möglichkeiten – eine ordentliche Saison gespielt. Wir sind regionalligatauglich und das mit zehn Spielern, die U23 sind“, schätzt Kahlisch ein. Er hat auch erkannt, dass seine Mannschaft manchmal noch die nötige Konstanz vermissen lässt. „Wir haben die bisherige Saison in Wellen gespielt. Gerade zu Hause können wir aber mit jeder Mannschaft in dieser Liga mithalten“, findet der Rathenower Trainer, der seinen Spielern für die aktuell trainingsfreie Zeit aber keine Pläne mitgegeben hat.

Optik setzt auf großen und treuen Sponsorenkreis

„Wir haben mit jedem der Jungs gesprochen. Gerade in Berlin ist es ja aktuell noch schwieriger, etwas zu machen. Die Jungs halten sich mit Läufen so gut es geht fit. Aber das Fußballspielen ersetzt das ja nicht“, erklärt Ingo Kahlisch. Der FSV Optik sei finanziell auf breite Füße gestellt, erzählt der Rathenower Trainer. „Wir sind ja kein Profi-Verein, der jetzt seine Spieler teuer bezahlen muss. Wir haben einen großen und treuen Sponsorenkreis. Bei denen ist es jetzt aber am wichtigsten, dass sie Arbeit haben. Dann wird man weitersehen. Wir hoffen, dass wir das gewuppt bekommen“, so Ingo Kahlisch.

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Doch eines ist auch klar: Mit jedem Spiel, dass nicht stattfindet, machen auch die Rathenower finanzielle Einbußen. Neben den Eintrittsgeldern fehlen aktuell vor allem Gelder aus dem Verkauf am Imbissstand und von Getränken. Bei über 400 Zuschauern im Schnitt kommt da schnell eine stattliche Summe zusammen.

Ingo Kahlisch: "Eine Saison könnte mit 19 Teams gespielt werden"

Ob in dieser Saison noch einmal Fußball gespielt wird, weiß Ingo Kahlisch nicht. „Das bestimmen ja nicht wir oder die Verbände. Da wird von den Gesundheitsämtern und der Politik eine Entscheidung fallen müssen.“ Für den Rathenower Trainer wäre ein Abbruch der Saison aber der sinnvollste Weg, englische Wochen auf Dauer für Amateurvereine nicht tragbar.

„Normalerweise wäre die Saison am 16. Mai beendet. Wir können doch jetzt nicht bis 30. Juni spielen. Außerdem ist es richtig schwer, nach so einer langen Pause sofort wieder in den Rhythmus zu kommen“, findet Ingo Kahlisch, der auch schon eine Idee hätte, wie die Saison gewertet werden könnte. „Erfurt ist ja sowieso weg. Dann nehmen wir die beiden Aufsteiger aus den Oberligen dazu und spielen halt mal ein Jahr mit 19 Mannschaften. Das kriegen auch wir als Amateure dann hin.“