20. Mai 2019 / 11:47 Uhr

Optik-Trainer Kahlisch genervt von Wollitz: "Der soll seine Sprüche lassen"

Optik-Trainer Kahlisch genervt von Wollitz: "Der soll seine Sprüche lassen"

Stephan Henke
Märkische Allgemeine Zeitung
Am Samstag treffen Optik-Coach Ingo Kahlisch und Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz im Finale des AOK-Landespokals aufeinander.
Am Samstag treffen Optik-Coach Ingo Kahlisch und Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz im Finale des AOK-Landespokals aufeinander. © dpa, Imago Images, SPORTBUZZER-Grafik
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AOK-Landespokal: Vor dem Finale des AOK-Landespokals zwischen Optik Rathenow und Energie Cottbus ist Optik-Trainer Ingo Kahlisch angesäuert wegen der Spitzen des Cottbuser Trainers.

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Ingo Kahlisch ist sauer: Die Trainerlegende von Optik Rathenow regt sich über seinen Kollegen Claus-Dieter Wollitz von Energie Cottbus auf. Der Grund: Wollitz erwartet nach dem bitteren Abstieg in die Regionalliga Nordost beim Finale des AOK-Landespokals am kommenden Samstag (14.15 Uhr, Stadion Vogelgesang) einen Spießrutenlauf in Rathenow und sagte: „Wir brauchen Spieler, die diese Situation auch mental annehmen. Da wird noch einmal in die offene Wunde reingestochen werden. Wir dürfen uns dort nicht provozieren lassen.“

"Hier gibt es keine gewaltbereiten Fans"

Für Kahlisch ist das selbst eine Provokation. "Wenn er meint, er müsste das Spiel hochstilisieren, dann reicht es mir langsam. Er soll mal überlegen, was er mit seinen Sprüchen auslöst", sagt der 62-Jährige, der seit knapp 30 Jahren Optik trainiert. "Hier gibt es keine gewaltbereiten Fans. Wir freuen uns auf Cottbus. Er soll seine Sprüche lassen." Und weiter: "Wir haben hier im Schnitt 300 Zuschauer, was soll das für ein Spießrutenlauf werden?"

In Bildern: Die Sieger des Brandenburger Landespokals seit 2005.

<b>2005</b>: MSV Neuruppin gewinnt nach Verlängerung (2:1 gegen Babelsberg) erstmals den Pokal, darf im DFB-Pokal später gegen Bayern München spielen. Zur Galerie
2005: MSV Neuruppin gewinnt nach Verlängerung (2:1 gegen Babelsberg) erstmals den Pokal, darf im DFB-Pokal später gegen Bayern München spielen. ©
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Mit 1000 Fans aus Cottbus rechnet Kahlisch, 2000 bis 2500 erwartet er von Optik im Stadion Am Vogelgesang, das 5000 Zuschauer fasst. "Da muss er nicht noch Öl ins Feuer gießen. Dann kommen ein paar mehr Verrückte, das muss nicht sein. Wir brauchen nicht so einen Eklat wie in Babelsberg, aber dazu trägt er bei", sagt Kahlisch. Bei der Siegerehrung im vergangenen Jahr hatten Babelsberg-Anhänger die Siegerehrung verhindert, warfen Rauchbomben und Böller auf den Rasen.

Zugleich will Kahlisch die - aus seiner Sicht gar nicht vorhandene - Brisanz aus dem Finale nehmen, bei dem es auch um den Einzug in die 1. Runde des DFB-Pokals 2019/20 geht. "Wir wollen einen fairen Wettstreit. Für uns ist das ein Fußballfest." Zumal Optik selbst am meisten von einem Klassenerhalt der Cottbuser profitiert hätte: Durch den Abstieg der Lausitzer gibt es einen Absteiger mehr in der Regionalliga Nordost - und das ist als Vorletzter Optik.

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Zuvor hatte Wollitz schon für Unmut bei Optik Rathenow gesorgt, als er vorgeschlagen hatte, das Landespokalfinale auf neutralem Boden auszutragen, Kahlisch bezeichnete den Vorschlag als "lächerlich".

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